Auto- und Ölkonzerne werben für E-Fuels

Chemieanlage zur E-Fuel-Herstellung auf dem Weg nach Chile, © MAN Energy Solutions
Chemieanlage zur E-Fuel-Herstellung, © MAN Energy Solutions

Die Befürchtungen der Industrie, dass sogenannte E-Fuels ein ähnlicher Reinfall wie Biokraftstoffe werden könnten, sind groß. Es zeigen sich zu viele Parallelen, weshalb einige Akteure stark verunsichert sind. Zudem gibt es zahlreiche Kritiker, die vor einer Verlängerung der Laufzeit von Verbrennungsmotoren warnen. Andererseits bieten synthetische Kraftstoffe ein großes Potential – insbesondere für die bis dato marktbeherrschenden Konzerne, weiter ihren Einfluss aufrechterhalten zu können. Zudem winken viele Milliarden Euro Umsatz. Deswegen dieser Versuch, etwas Licht in die E-Fuel-Debatte zu bringen.

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Klimascheinlösung E-Fuels

Effizienzgrafik - Batteriebetriebenes Elektroauto und mit E-Fuel betriebenes Vebrennerauto im Vergleich in Bezug auf die Reichweite
Effizienzgrafik

Den Verkehr großflächig auf E-Fuels umzustellen wäre ein gigantisches Eigentor beim Klimaschutz. Je mehr wir auf E-Fuels setzen, desto mehr verhindern wir eine rechtzeitige globale Energiewende. Der Verbrennungsmotor wird nicht grün, und an einer grundlegenden Mobilitätswende führt kein Weg vorbei.

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Grüner Wasserstoff und E-Fuels – ohne geht es nicht!

Portrait Werner Diwald

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Die Klimaziele müssen ohne negativen Einfluss auf unsere Mobilität und den Wirtschaftsstandort Deutschland erreicht werden. Um die Treibhausgasemissionen zu mindern, müssen daher neben neuen batterieelektrischen und Brennstoffzellen- auch die Bestandsfahrzeuge bedacht werden. Dafür kommt nur der Einsatz von erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, infrage. Nur so können im Rahmen der von der neuen Bundesregierung angestrebten Klimaziele 2030 Fahrverbote für konventionelle Fahrzeuge, die vor allem die sozial schwächeren Bürger betreffen würden, verhindert werden.

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E-Fuels noch viele Jahre unnötig für Energiewende

© FH Kiel

E-Fuels werden – wenig überraschend – besonders von denjenigen Industriezweigen propagiert, deren Produkte und Infrastruktur stark auf fossile Brenn- und Treibstoffe ausgelegt sind. Die damit verbundene Hoffnung, dass mit klimaneutralem Erdgas, Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin sich unser Leben durch die Energiewende nicht ändern müsste, wird dabei dankbar von Gesellschaft und Politik aufgenommen. Dass hinter dieser E-Fuel-Propaganda in erster Linie wirtschaftliche Interessen stehen, wird dabei geflissentlich übersehen.

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Grünes H2 verringert CO2-Fußabdruck in Raffinerien

Luftaufnahme des Raffinerie-Standorts in Hemmingstedt, © Raffinerie Heide
© Raffinerie Heide

Der Trend geht in eine klare Richtung: Auch Raffinieren müssen schnell grüner werden – neuerdings auch, um russisches Erdgas und -öl einzusparen. Immerhin sind Raffinerien hierzulande für rund ein Fünftel der CO2-Emissionen des Industriesektors verantwortlich. Grüner Wasserstoff kann in existierende Produktionsprozesse integriert werden. Diesen Umstieg vollziehen derzeit mehrere Raffinerien.

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Der Wasserstoffzug nimmt rasant Fahrt auf

Aktienkursverlauf der besprochenen Unternehmen, wallstreet-online.de
© www.wallstreet-online.de

Schaut man auf die Börse, so hat man das Gefühl, alle Unternehmen, die sich mit der Brennstoffzelle und Wasserstoff technologisch und als Geschäftsmodell befassen, werden als Gruppe gesehen und bewegen sich parallel – ausgedrückt im Verlauf ihrer Aktienkurse. Diese Sichtweise ist indes viel zu undifferenziert, denn die Unternehmen setzen auf völlig unterschiedliche Strategien: Die einen bauen Tankstellen für Wasserstoff und produzieren Elektrolyseure (z. B. Nel, ITM, Plug Power, Bloom), die anderen produzieren Brennstoffzellen-Stacks und -Module (z. B. Ballard Power, PowerCell, Cummins, Weichai Power).

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Der Weg zur Energiewende

Buchcover, Der Weg zur Energiewende

In einem umfangreichen Werk dokumentiert Dr. Fritz Dieter Erbslöh, warum die Menschheit jetzt an diesem Punkt steht und eine Energiewende bitter nötig hat. Auf 526 Seiten beschreibt der zweifache Doktor ausführlich den Werdegang der Energiewirtschaft über die vergangenen Jahrhunderte. Das Buch „Der Weg zur Energiewende“ ist somit – zumindest im ersten Drittel – ein historischer Überblick darüber, wie sich die Energieversorgung und auch die -technik entwickelt haben.

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IEA-Roadmap

© IEA
© IEA

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 18. Mai 2021 einen Sonderbericht vorgelegt, mit dessen Hilfe der Weg in eine Ära mit Netto-Null-Emissionen im Energiesektor bis 2050 realisiert werden könnte. Der dafür zu beschreitende Pfad sei zwar schmal, berge aber eklatante Vorteile. Der Bericht ist die weltweit erste umfassende Studie darüber, wie global der Übergang zu einem Netto-Null-Energiesystem bis 2050 gelingen kann. Wichtigste Maßnahmen sind laut der Studie der rapide Ausbau erneuerbarer Energien sowie die drastische Reduzierung fossiler Energieträger.

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Grundlegende Veränderungen

Windkrafträder
Energie- und Landwirtschaft nachhaltig denken

Was für ein Jahr! So viel wie 2020 ist selten passiert – insbesondere im Energiesektor, speziell im H2-Segment. Nationale Wasserstoffstrategie, Nationaler Wasserstoffrat, Leitstelle Wasserstoff, European Green Deal, European Clean Hydrogen Alliance, RED II, EEG-Novelle, IPCEI Wasserstoff – um nur einen Teil zu nennen (s. HZwei-Heft Jan. 2021, S. 13 – 24).

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Stephan Kohler ist verstorben

Portrait Stephan Kohler
© Zukunft Erdgas

Völlig überraschend ist Stephan Kohler Ende Oktober 2020 aus dem Leben geschieden. Wie die Brancheninitiative Zukunft Erdgas, bei der er seit 2018 Aufsichtsratsvorsitzender war, mitteilte, verstarb er im Alter von 67 Jahren. Für viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft galt Kohler als leidenschaftlicher Kämpfer für den Klimaschutz. Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas, würdigte ihn mit den Worten: „Stephan Kohler wurde im gesamten Energiesektor für seine präzisen Analysen und seine Scharfsinnigkeit geschätzt. […] Mit Stephan Kohler verlieren wir einen großartigen Menschen, einen klugen und leidenschaftlichen Gestalter und einen Treiber der Energiewende.“

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