Grüner Wasserstoff für eine emissionsfreie Stahlerzeugung

Entwicklung Rohstahlproduktion Deutschland, © LBST
© LBST

Grüner Wasserstoff ist die Zukunft der deutschen Stahlindustrie, die gegenwärtig durch die Herausforderungen des Klimaschutzes und des zunehmenden internationalen Wettbewerbs vor großen Veränderungen steht. Durch die H2-basierte Stahlerzeugung mittels Direktreduktion (DR) können einerseits die Treibhausgasemissionen (THG) im Stahlsektor nahezu vermieden und andererseits die Innovationsstärke der deutschen Industrie erneut unter Beweis gestellt werden. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich eine neue Analyse der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) in Form einer Metastudie im Auftrag des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands (DWV) und in Zusammenarbeit mit der Fachkommission HySteel mit der Rolle von grünem Wasserstoff im Stahlsektor.

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Signifikante H2-Mengen aus dem Ausland

Thorsten Kasten, © DWV
Thorsten Kasten, © DWV

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) e. V. wird immer größer und erlangt angesichts der derzeitigen energiepolitischen Herausforderungen immer mehr an Bedeutung. Seit einigen Jahren entwickelt er sich an der Seite des Deutschen Verbands des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) zum zentralen Industrieverband. Um die Zusammenarbeit beider Verbände noch weiter zu verbessern, wählte das DWV-Präsidium im Frühjahr 2021 auf Vorschlag des DVGW Thorsten Kasten zum zweiten Vorstand (s. HZwei-Heft Juli 2021). HZwei sprach während der Hannover Messe mit Kasten über sein erstes Jahr beim DWV und mit Tilman Wilhelm, seit April dieses Jahres neuer Leiter Ordnungspolitik, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DVGW, über die Herausforderungen der Energiewelt.

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Wirtschaftswunder Wasserstoff

Elektrolyseur in Namie, Fukushima, Japan, © Asahi Kasei
© Asahi Kasei

Die Herstellung von Wasserstoff gilt inzwischen weltweit als neuer Zukunftsmarkt. Die vielen unterschiedlichen Elektrolyseurhersteller erfreuen sich derzeit einer bis dato unbekannten Nachfrage. Zahlreiche neue Akteure drängen auf das Feld, und immer mehr konventionelle Energieversorger schwenken von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren Energien um und nehmen H2-Gas in ihr Portfolio auf. Doch wo genau stehen wir aktuell beim Thema Elektrolyseure und was dürfen wir noch erwarten? Hier ein grober Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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Wasserstoffmanifest unterzeichnet

Während des Green Hydrogen Forums auf der „The smarter E Europe Restart 2021“ haben der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV) und Hydrogen Europe gemeinsam mit dem European Fuel Cell Forum am 6. Oktober 2021 das „Wasserstoffmanifest“ veröffentlicht. Darin enthalten sind zwölf an politische EntscheidungsträgerInnen und Regierungen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene gerichtete Forderungen. Ziel der Autoren ist, die Rolle von Wasserstoff als Wegbereiter einer Kreislaufwirtschaft und einer vollständigen Dekarbonisierung zu fördern – für eine nachhaltige Wasserstoff- und Energiewirtschaft.

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DWV fordert konkreten Fahrplan für Wirtschaftswunder

Portrait Gastgeber Olaf Lies, niedersächsischer Umweltminister
Gastgeber Olaf Lies, niedersächsischer Umweltminister

Am 26. Oktober 2021 hat der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV) sein 25-jähriges Verbandsjubiläum in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin gefeiert. Ergänzend dazu gab es einen parlamentarischen Abend mit zahlreichen prominenten Teilnehmern. In dessen Mittelpunkt stand die nachdrückliche Botschaft an die neue Bundesregierung, dass man als ein Verband, der sich seit 1996 für eine nachhaltige Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie einsetzt, jetzt endlich einen konkreten Fahrplan für den Hochlauf einer H2-Wirtschaft erwarte.

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Siemens Energy – One-Stop-Shopping

Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy
Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy

Der Vorstandschef Christian Bruch von Siemens Energy hat es vor ein paar Monaten in einem Interview vor Mitgliedern des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) klar zum Ausdruck gebracht: Der Technologiekonzern will ein Global Player im Wasserstoffsektor sein – beginnend mit der Elektrolyse bis hin zum Einsatz von Wasserstoff in diversen Märkten. In diese Richtung wird der Konzern nun ausgebaut, wobei kurzfristig der negative Einfluss der Windkraftanlagentochter Gamesa (67 Prozent Anteil, circa 11 Mrd. Euro Börsenwert; der von Siemens Energy liegt nur bei circa 9 Mrd. Euro für 22 Mrd. Euro Umsatz) die eigene Bilanz verhagelte – Verlustausweis von minus 307 Mio. Euro.

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Kasten tritt an Diwalds Seite

Thorsten Kasten © DWV
© DWV

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat im April 2021 den Vertreter aus seinen Reihen benannt, der zukünftig beim Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) den zweiten Vorstandsposten einnehmen soll. Nachdem Thorsten Kasten vom DVGW vorgeschlagen worden war, wählte ihn das DWV-Präsidium mit einstimmigem Votum an die Spitze des Wasserstoffverbands.

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Transformation der Gasnetze muss angegangen werden

Portrait Prof. Linke © DVGW, Tatiana Back Kurda
© DVGW Tatiana Back Kurda

Interview mit Prof. Gerald Linke, DVGW-Vorstandsvorsitzender

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) widmet sich seit einiger Zeit immer mehr dem Thema Wasserstoff. Anfang 2018 begannen erste Verhandlungen mit dem Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) mit dem Ziel einer Vertiefung der Zusammenarbeit beider Organisationen. Ende 2020 votierten die DWV-Mitglieder mehrheitlich für die vom Vorstand ausgearbeitete Kooperation. Was verbindet beide Verbände und wie könnte sich der Gasmarkt zukünftig gestalten? Darüber sprach HZwei mit Prof. Gerald Linke, dem DVGW-Vorstandsvorsitzenden.

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Richtungsentscheidung

Nicht nur auf deutscher Ebene, auch auf oberster europäischer Ebene wird jetzt über Wasserstoff debattiert. Das Thema ist damit endlich da angekommen, wo es hingehört. Hat etwas gedauert, aber nun ist es so weit. Man kann das erleichterte Durchatmen in der H2-Community regelrecht hören. Es hat zwar nicht den einen großen Knall gegeben, aber es ist absehbar, dass sich jetzt etwas tun wird – viel tun wird.

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Wasserstoff-Verband will sich neu ausrichten

Vorstand
DWV-Vorstand, MV in Leipzig, 2019: Wurster, Behrend, Schaloske, Scheppat, Diwald, Klees, Weinmann, Töpler, Schmidtchen, Lehmann (v. l. – Martin nicht im Bild)

Die ruhigen Zeiten in der Wasserstoffbranche sind vorbei. Das merkt jetzt auch der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV). Mit dem wachsenden Interesse an der H2– und BZ-Technik nehmen auch dort die Begehrlichkeiten zu. So wollen die einen aus dem DWV einen schlagkräftigen Industrieverband machen, während andere weiter die Realisierung einer nachhaltigen, dezentralen Energieversorgung vor Augen haben. Dem gemeinnützigen Verein steht somit eine Zerreißprobe bevor: Soll er sich jetzt weiter in Richtung eines Lobby-Verbands entwickeln, in dem es ausschließlich um die Vertretung der wirtschaftlichen Interessen seiner industriellen Mitgliedsunternehmen geht, oder hält er an seinen ehemaligen Idealen fest, die im Aufbau einer sauberen Energieversorgung, basierend auf Wasserstoff, bestanden?

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