Das verkündete die Grenzland Bürgerenergie eG im September, nachdem im Sommer zwei weitere Elektrolyseure auf ihrem Betriebsgelände im schleswig-holsteinischen Westre angeliefert wurden. „Sie produzieren bereits zuverlässig grünen Wasserstoff.“ Dieser wird direkt vor Ort in die eigenen Brennstoffzellen-Fahrzeuge getankt. Die Wasserstofftankstelle der Genossenschaft ist öffentlich zugänglich, so dass auch andere, die mit einem BZ-Fahrzeug in der Gegend unterwegs sind, dort tanken können.
Auf der Baustelle nahe der dänischen Grenze geht es weiter voran: Das Fundament für die Trailer-Abfüllanlage ist nun fertiggestellt, die neue Toranlage steht. Unter dem Projektnamen „Grenzland Energie Kompakt“ errichtet die Bürgerenergiegenossenschaft eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von vier Megawatt.
Die Anlage soll täglich bis zu 1,6 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Als Stromquelle dienen regionale Wind- und Photovoltaikanlagen. Den ersten Bauabschnitt mit fünf Megawatt Solarleistung hat die Genossenschaft bereits umgesetzt. Auf einer ausgewiesenen Fläche von rund 50 Hektar bestehen zusätzliche Ausbaupotenziale für weitere Photovoltaikflächen.
Bemerkenswert ist, dass es dort nicht nur keine Bürgerproteste gibt, sondern im Gegenteil ein großes Interesse: „Wir werden immer wieder gefragt, wann kann man sich wieder irgendwo beteiligen?“, so Reinhard Christiansen, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft Grenzland Bürgerenergie. Seiner Ansicht nach liegt es daran, dass sie ihre Projekte frühzeitig vorstellen und alle Bürger einladen, sich zu beteiligen.
So wird aus erneuerbarer Energie direkt nutzbare Mobilität – regional und nachhaltig.