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Großbestellung von grünem Wasserstoff für Salzgitter

Der Energiedienstleister EWE und die Salzgitter Flachstahl, eine Tochter der Salzgitter AG, haben einen langfristigen Vertrag über die Lieferung von grünem Wasserstoff unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung fand in der EWE-Repräsentanz in Berlin statt, sodass auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Gitta Connemann, und der niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies dabei sein konnten.

Vorgesehen ist ab 2030 eine Lieferung von jährlich rund 10.000 Tonnen Wasserstoff über das Wasserstoff-Kernnetz. Der Vertrag hat zunächst eine Laufzeit von sieben Jahren. Damit wird nach Unternehmensangaben ein wesentlicher Teil der ersten Ausbaustufe der Emdener Anlage vermarktet und rund 6,5 Prozent des Wasserstoffbedarfs des Stahlprogramms Salcos (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) gedeckt.

Im Salcos-Programm soll der grüne Wasserstoff in einer Direktreduktionsanlage zum Einsatz kommen. Diese kann nach Angaben der Salzgitter AG bis zu 150.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr verarbeiten. Rund 9.000 Tonnen davon will die Salzgitter AG in einer eigenen 100-MW-Elektrolyseanlage auf dem Hüttengelände selbst herstellen. Bereits mit dem Einsatz von Erdgas in der Direktreduktion lassen sich die CO2-Emissionen gegenüber der klassischen Hochofenroute um 60 Prozent reduzieren. Eine von vornherein nahezu klimaneutrale Stahlproduktion ist aber derzeit nur mit grünem Wasserstoff möglich. Bei anderen Prozessen müsste dafür das CO2 im Nachhinein abgeschieden werden.

Die Lieferung steht unter dem Vorbehalt einer RFNBO-Zertifizierung nach den europäischen Vorgaben zur Zusätzlichkeit sowie zur zeitlichen und geografischen Korrelation des Strombezugs.

Der Bund unterstützt den Umbau der Stahlproduktion in Salzgitter mit 925 Millionen Euro und die Wasserstoffproduktion in Emden mit 267 Millionen Euro.