Die Europäische Kommission hat die ausgewählten Projekte der dritten Auktionsrunde der Europäischen Wasserstoffbank bekanntgegeben. Insgesamt erhalten neun Vorhaben in sieben Ländern eine Förderung aus dem Innovation Fund in Höhe von mehr als 1,09 Milliarden Euro. Zusammengenommen sollen die Projekte rund 1,1 Gigawatt Elektrolysekapazität aufbauen und in den ersten zehn Betriebsjahren mehr als 1,3 Millionen Tonnen Wasserstoff erzeugen.
Die Ausschreibung stieß nach Angaben der Kommission auf großes Interesse: 58 Projektvorschläge waren eingereicht worden. Neu ist, dass in dieser Runde erstmals auch elektrolytisch erzeugter kohlenstoffarmer Wasserstoff (Low-Carbon Hydrogen) förderfähig war – nicht mehr ausschließlich erneuerbarer Wasserstoff.
Ein spanisches Projekt direkt bezuschlagt
In Spanien erhielt in dieser Runde ein einziges Projekt einen direkten Zuschlag: T2X in der Extremadura mit einer Elektrolysekapazität von 9 Megawatt. Der Zuschlagspreis liegt bei 0,62 Euro pro Kilogramm Wasserstoff.
Über den Mechanismus „Auctions-as-a-Service“ (AaaS) können zusätzliche Projekte mit nationalen Mitteln unterstützt werden. Die konkreten Vorhaben sind laut Kommission noch nicht öffentlich. Drei Projekte in Spanien sollen demnach zu Förderverhandlungen eingeladen werden. Spanien hat für diesen Mechanismus 440 Millionen Euro bereitgestellt: 304 Millionen Euro für RFNBO-Projekte (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) und 136 Millionen Euro für Vorhaben in den Sektoren Schifffahrt und Luftfahrt.