mPower baut SOFC-Systeme für Schwellenländer

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SOFC-Stack, © mPower

Hochtemperaturbrennstoffzellen sollen zukünftig neue Energielösungen für Schwellenländer möglich machen. So ist jedenfalls der Plan einiger indischer Investoren, die im November 2015 die mPower GmbH gegründet haben. Sie bauen dabei unter anderem auf das SOFC-Know-how des Fraunhofer IKTS und auf die Interkonnektoren von Plansee und wollen nicht weniger als von Dresden aus die Energiewelt revolutionieren.

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Vernetzung von Strom, Wärme, Mobilität und Speichern

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Modell des am IKTS konzipierten eneramic-Systems (Quelle: Fraunhofer IKTS)

Wie die Deutsche Messe AG im Januar 2015 verkündete, wird Energiespeicherung ein ganz zentrales Thema während der diesjährigen Hannover Messe sein. In Halle 27 wird sowohl auf dem Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries als auch auf der MobiliTec umfangreich über diese Thematik informiert. Nach Angaben der Messeleitung präsentieren insgesamt mehr als 300 Unternehmen vom 13. bis 17. April 2015 Technologien und Lösungen für Mobilitäts- und Speicherkonzepte.

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Manfred Stefener ist neuer VDMA-Sprecher

Manfred-Stefener
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Manfred Stefener (Quelle: Elcore)

Dr. Manfred Stefener ist am 6. Februar 2014 zum neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) gewählt worden. Nachdem Guido Gummert vergangenes Jahr Baxi Innotech verlassen hatte (s. Meldung), kandidierte der Hamburger nicht erneut für den Vorsitz. Stattdessen trat der Geschäftsführer der Elcore GmbH bei der Mitgliederversammlung im Dresdener Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) an. Stefener ist alleiniger Chef des Münchener Unternehmens, seit sein ehemaliger Kompagnon Dr. Marc Bednarz im Sommer 2013 als Venture Consultant zum IKTS wechselte. Bei der Neuwahl der AG Brennstoffzellen,

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Revival vom HotModule


Das Know-how um das HotModule scheint doch nicht ganz verloren zu sein. FuelCell Energy Inc. (FCE), der US-amerikanische Hersteller von Brennstoffzellen-Kraftwerken, hat jetzt Teile aus dem Vermögen der MTU Friedrichshafen GmbH übernommen. Ende 2010 hatte Tognum, die Muttergesellschaft von MTU Friedrichshafen, seine Aktivitäten im Brennstoffzellensektor eingestellt (s. HZwei-Heft Oktober 2010), nachdem kein Investor für das ehemalige Tochterunternehmen MTU Onsite Energy gefunden worden war. Am 16. Mai 2012 übertrug aber nun MTU Friedrichshafen Materialvorräte von Brennstoffzellenkomponenten, Gerätschaften sowie Fertigungsanlagen an die FuelCell Energy Solutions GmbH (FCES), die deutsche Tochter des Unternehmens aus Danbury. Ziel von FCES ist die Fortführung der Entwicklungsarbeiten an der Schmelzkarbonatbrennstoffzellentechnik, um die Direct-FuelCell-Technik von FCE mit der HotModule-Technik von MTU zu verbinden.

Dafür wurde als weiterer Partner das Fraunhofer Institut für keramische Technologien und Systeme mit ins Boot geholt. Das IKTS übernahm mit Wirkung vom 30. Juni 2012 eine Minderheitsbeteiligung an FuelCell Energy Solutions. Gleichzeitig übertrug MTU Friedrichshafen Patente für Brennstoffzellentechnik sowie entsprechendes Know-how auf das IKTS. Prof. Dr. Alexander Michaelis, Direktor des Fraunhofer-Institutes, erklärte: „Durch die Kombination der technologischen Stärken von Fraunhofer mit den kommerziellen Stärken und der weltweiten Erfahrung von FuelCell Energy verfügt FuelCell Energy Solutions über ausgezeichnete Voraussetzungen, um mit einer klaren Marktstrategie und lokaler Fertigung hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu generieren. Wir freuen uns sehr, unsere F&E-Kompetenzen in die Weiterentwicklung der Direct-FuelCell-Technologie einzubringen.“ FCE-Präsident Chip Bottone ergänzte: „Dieser Schritt setzt auf frühere Beziehungen zur MTU auf und vertieft die Beziehung zu Fraunhofer IKTS. […] Dieser Vertrag und der Aufbau der FCES GmbH ermöglichen es, eine kosteneffiziente Technologie für große Brennstoffzellen in kommerziellen Applikationen für ganz Europa zur Verfügung zu stellen. Wir bauen auf die Stärke und Führung der deutschen Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer energiewirtschaftlichen Programme.“ Die bisher von MTU genutzten Fertigungsstätten in Ottobrunn sollen weiter genutzt werden. Außerdem wird FCES voraussichtlich die Serviceverträge mit den bisherigen HotModule-Kunden übernehmen.

Eine Zukunft für Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen

FuelCell Energy, Hersteller von Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen (molten carbonat fuel cell, MCFC) aus Danbury, Connecticut, verkündete am 22. Februar 2012, er habe eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) ein in Deutschland ansässiges Joint Venture zu gründen, das den europäischen Markt für seine stationären Kraftwerke Direct FuelCell® (DFC) vorbereitet. Prof. Alexander Michaelis, Direktor des IKTS, erklärte: „Deutschland benötigt dezentrale Grundlastkraftwerke und FuelCell Energy verfügt über marktreife Lösungen, somit ist es naheliegend für Fraunhofer, mit FuelCell Energy zusammen zu arbeiten.” Die Amerikaner übernehmen die Marktentwicklung sowie Service-Tätigkeiten für Direct-FuelCell-Aggregate. Darüber hinaus wollen sie Support für bereits in Europa installierte Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen anbieten. Dies betrifft beispielsweise die so genannten HotModules, die von MTU Onsite Energy aus der Tognum-Gruppe aufgebaut wurden, bevor sich Tognum aus dieser Technologie zurückgezogen hat.