Da, wo wir sind, ist ganz weit vorne

 HyStarter und HyExperts der Runde II
HyStarter und HyExperts der Runde II

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat am 12. Mai 2022 die nächste Runde des HyLand-Programms gestartet. Vertreter von jeweils 15 HyStarter- und HyExperts-Regionen waren nach Berlin gekommen, um die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) ausgestellten Förderbescheide in Empfang zu nehmen. Wissing kündigte zudem einen weiteren HyPerformer-Aufruf an – noch für dieses Jahr.

Der Start der zweiten HyLand-Runde bietet Gelegenheit zu einem kurzen Überblick darüber, was bisher geschehen ist und was noch kommen soll: In der ersten HyLand-Runde wurden drei HyPerformer-Regionen mit jeweils bis zu 20 Mio. Euro an Investitionszuschüssen zur Umsetzung bereits bestehender regionaler Wasserstoffkonzepte gefördert. Das Gesamtprojektvolumen betrug 195 Mio. Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP).

Transglobal

Die bisherigen HyExperts erhielten jeweils bis zu 400.000 Euro Förderung, um Beratungs-, Planungs- und andere Dienstleistungen beauftragen zu können und mithilfe dieser ein umsetzungsfähiges Gesamtkonzept für eine regionale Wasserstoffwirtschaft zu erstellen. Die HyStarter wurden jeweils ein Jahr lang fachlich und organisatorisch bei der Entwicklung eines regional zugeschnittenen Wasserstoffkonzepts und bei der Bildung eines Netzwerks mit dem Fokus auf Verkehrsanwendungen unterstützt.

Seitens der Organisatoren hieß es, die verfolgten Ansätze bildeten „die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff im Verkehrssektor in einer Region ab, von der Erzeugung über die Speicher- und Verteilungsinfrastruktur bis zu den vielseitigen Verkehrsanwendungen (Busse, kommunale Nutzfahrzeuge, Lkw, Pkw, etc.)“.

Automechanika

Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW GmbH, sagte dazu in seiner Begrüßungsrede: „HyLand ist Blaupause und Graswurzelarbeit gleichzeitig.“ Weiter verglich er die HyLand-Regionen mit den Hydrogen Valleys, die derzeit auf EU-Ebene etabliert werden. Den Teilnehmenden rief er zu, sie könnten mit Fug und Recht sagen: „Da, wo wir sind, ist ganz weit vorne!“

„Mit dem regionalen Ansatz von HyLand bringen wir Wasserstoff in die Fläche und helfen 30 weiteren Regionen dabei, Konzepte für eine lokale Wasserstoffwirtschaft zu erarbeiten. Insbesondere freut es mich, dass wir auch in der Kategorie HyPerformer eine zweite Runde verkünden und somit in Zukunft weitere Regionen durch Investitionszuschüsse bei der Umsetzung ihrer Wasserstoffkonzepte unterstützen können.“

decarbxpo

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr

Gnadenlos überzeichnet
Die Nachfrage für den zweiten Aufschlag war ähnlich hoch wie bereits in der ersten Runde (s. HZwei-Heft Jan. 2020), in der letztlich sehr viel mehr „Sieger“ gekürt worden waren als ursprünglich anvisiert. So gab es damals 13 statt der geplanten fünf HyExperts und drei statt nur eines HyPerformers.[…]

… gekürzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autor: Sven Geitmann

HOC

3 Gedanken zu „Da, wo wir sind, ist ganz weit vorne“

  1. Deutschland ist wieder ein Beispiel dafür, dass Staat nur kostet, ohne etwas zu leisten. Die DDR hätte ein warnendes Beispiel sein können. Stattdessen haben wir nichts daraus gelernt.

    Antworten
  2. Ich staune auch immer wieder, mit welcher Großzügigkeit Steuergeld für Wasserstoffprojekte verteilt wird, ohne die Gesamtrealität zu berücksichtigen. Denn da gibt es schlicht (fast) keinen grünen Wasserstoff, sondern zu ca. 96% (“Clean Hydrogen Monitor 2021” von Hydrogen Europe) fossil erzeugtes H2 und selbst beim Elektrolyse-H2 wird zum größten Teil “grauer” Netzstrom eingesetzt.
    Der Ausbau der EE-Stromerzeugung als Basis für den grünen Wasserstoff – das sollen halt andere übernehmen … ob das wohl klappt?

    Antworten
  3. Kann mir bitte jemand nur EIN Beispiel nennen, wo etwas,
    was zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen
    sowie Elektrolyse und ihre Peripherie einschließlich Hard- und Software
    mit Steuergeldern in den letzten 20 bis 30 Jahren gefördert wurde,
    dann von selbst lief?
    Bitte nur EIN Beispiel. Das kann gerne weltweit sein.
    Dankeschön.
    Damit wir sehen, was Kurt-Christoph von Knobelsdorff,
    Geschäftsführer der Nationalen Organisation
    Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW GmbH,
    meinte, als er am 12. Mai 2022 sagte:
    „Da, wo wir sind, ist ganz weit vorne!“

    Antworten

Kommentar verfassen