EKPO macht Tempo bei der automatisierten Stack-Produktion

© EKPO Fuel Cell Technologies
© EKPO Fuel Cell Technologies

Das Joint Venture EKPO zwischen ElringKlinger und Plastic Omnium hat am Standort Dettingen eine Produktionskapazität von 10.000 Stack-Einheiten pro Jahr aufgebaut. Laut dem für den Finanzbereich zuständigen Geschäftsführer Dr. Gernot Stellberger verfügt der baden-württembergische Brennstoffzellenhersteller im Bereich des industrialisierungsfähigen Stack-Designs über einen Vorsprung von rund zwei Jahren gegenüber dem Wettbewerb. Bis zum Ende der Dekade visiert das Unternehmen ein Umsatzvolumen von bis zu einer Milliarde Euro an. Neben dem Bereich Nutzfahrzeuge ist das Interesse auch aus dem maritimen Bereich und der schienengebundenen Infrastruktur groß. Mit Airbus entwickelt die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH in dem Joint Venture Aerostack einen luftfahrttauglichen Stack.

Nach Einschätzung von Dr. Gernot Stellberger wird der erste Schritt in der Kommerzialisierung der Brennstoffzelle im mobilen Bereich nicht über den Pkw erfolgen. „Wir registrieren derzeit ein sehr starkes Interesse im Bereich Leicht- und Schwerlastverkehr, bei Zügen sowie bei maritimen Lösungen“, sagt der EKPO-Finanzchef. Das Joint Venture des deutschen und des französischen Automobilzulieferers wurde im Oktober 2020 gegründet und nahm Anfang März 2021 seine Tätigkeiten auf. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse – ElringKlinger hält 60 Prozent, Plastic Omnium 40 Prozent – ist die Gesellschaft im ElringKlinger-Konzern konsolidiert.

Laut Stellberger, der zuvor Leiter des Bereichs Global Strategy, M&A and Innovations bei ElringKlinger war, hat die Dynamik im Markt stark zugenommen: „Wir erhalten monatlich im Schnitt zehn bis zwölf neue Anfragen. Wir kommen fast nicht hinterher, alle Anfragen in derselben Güte so zu bearbeiten.“ Dabei handle es sich vorwiegend um Pilot- oder prototypgetriebene Projekte, berichtet der CFO. Viele Unternehmen näherten sich jetzt dem Thema Wasserstoff. Dies bestätigt die Erwartungen des Unternehmens mit Hauptsitz im schwäbischen Dettingen/Erms, dass Wasserstoff künftig ein großes Thema auch in der Mobilität sein wird.

Wie Gernot Stellberger berichtet, ist das Momentum der BZ-Technologie überall zu spüren, sowohl auf Kunden- als auch auf Lieferantenseite. Er beschreibt die aktuelle Situation so: „Die Unternehmen sortieren sich und probieren für die jeweiligen Bedürfnisse adäquate Lösungen aus – und das in Testflotten mit mal zehn Fahrzeuge hier, mal zwanzig dort.“ Dabei spreche man mit nahezu allen bedeutenden Nutzfahrzeugherstellern und könne damit sagen, dass diese eine Wasserstoffagenda verfolgten.[…]

… gekürzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autor: Michael Nallinger

HOC

Kommentar verfassen