DWV fordert konkreten Fahrplan für Wirtschaftswunder

Portrait Gastgeber Olaf Lies, niedersächsischer Umweltminister
Gastgeber Olaf Lies, niedersächsischer Umweltminister

Am 26. Oktober 2021 hat der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV) sein 25-jähriges Verbandsjubiläum in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin gefeiert. Ergänzend dazu gab es einen parlamentarischen Abend mit zahlreichen prominenten Teilnehmern. In dessen Mittelpunkt stand die nachdrückliche Botschaft an die neue Bundesregierung, dass man als ein Verband, der sich seit 1996 für eine nachhaltige Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie einsetzt, jetzt endlich einen konkreten Fahrplan für den Hochlauf einer H2-Wirtschaft erwarte.

Anlässlich der gleichzeitig in Berlin laufenden Koalitionsverhandlungen forderte der Verband ein „schnelles Handeln“ und die Verständigung auf „konkrete Maßnahmen für einen schnellen Markthochlauf“. Die anwesenden VertreterInnen der H2-Industrie waren sich darüber einig, dass „nur mit erneuerbaren Energien in Kombination mit Wasserstoff ein investitionssicherer und wirtschaftlich erfolgreicher Umbau der deutschen und auch europäischen Energiewirtschaft gelingen kann“ und forderten die neue Bundesregierung auf, jetzt die erforderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen für mehr Planungssicherheit zu schaffen.

„Die neue Bundesregierung hat es in der Hand, dass ein erneutes deutsches Wirtschaftswunder unseren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.“

Werner Diwald, DWV-Vorstandvorsitzender

Wasserstoff könnte die Ampel im wahrsten Sinne zum Leuchten bringen.”

Jorgo Chatzimarkakis, Generalsekretär Hydrogen Europe

Bemerkenswert an diesem Abend war der wiederholte Hinweis verschiedener Vertreter darauf, dass ausreichend Kapital vorhanden und Geld doch nun wirklich nicht das Problem sei. Damit aber diese Finanzmittel investiert würden, bräuchten die Firmen Vertrauen, also Planungssicherheit. Dann werde es am Geld nicht hapern, so die einhellige Meinung.

Der DWV setzt sich für den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft als Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung ein. In der Branche werden indessen immer wieder auch andere Herstellungsarten ins Spiel gebracht, auch wenn gleichzeitig gerne beteuert wird, man wolle beim Wasserstoff kein Farbenspiel spielen.

Autor: Sven Geitmann

HOC

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