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Durchlässig ab 100 Grad

Tanaka Precious Metal hat eine metallische Membran entwickelt, die bereits bei etwa 100 Grad Celsius eine hohe Durchlässigkeit für Wasserstoff erreichen soll. Die Membran aus Palladium trägt den Namen HPM-L111. Sie soll es ermöglichen, hochreinen Wasserstoff schnell und bei deutlich geringeren Temperaturen als bisher abzutrennen und so Energie zu sparen.

Metallische Membranen werden häufig zur Reinigung von Wasserstoff eingesetzt, erfordern aber typischerweise Temperaturen von mindestens 300 Grad, um für Wasserstoff durchlässig zu werden, so Tanaka. Ein Beispiel aus dem Tanaka-Sortiment ist die PdCu40, eine Legierung mit 60 Prozent Palladium und 40 Prozent Kupfer mit besonders hoher Wasserstoffdurchlässigkeit – die dafür allerdings Temperaturen um 400 Grad benötigt.

Das habe man nun mit einer speziellen Oberflächenbehandlung ändern können. Feine Mikrostrukturen vergrößern die Oberfläche. Das erhöhe die Eindringgeschwindigkeit des Wasserstoffs, sodass auch bei niedrigen Temperaturen mehr H2-Moleküle die Membran passieren können.

Als Einsatzgebiete nennt Tanaka neben der Reinigung auch Wasserstoffsensoren (Isolieren störender anderer Gase), Brennstoffzellen und die Entfernung von im Geräteinneren entstehendem Wasserstoff aus Vakuumanlagen. Nach eigenen Angaben hat Tanaka Precious Metals soll die Produktion zunächst auf etwa hundert Musterstücke monatlich begrenzt sein, deren Auslieferung im März begonnen habe.

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