Der Wasserstoffzug nimmt rasant Fahrt auf

Aktienkursverlauf der besprochenen Unternehmen, wallstreet-online.de
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Schaut man auf die Börse, so hat man das Gefühl, alle Unternehmen, die sich mit der Brennstoffzelle und Wasserstoff technologisch und als Geschäftsmodell befassen, werden als Gruppe gesehen und bewegen sich parallel – ausgedrückt im Verlauf ihrer Aktienkurse. Diese Sichtweise ist indes viel zu undifferenziert, denn die Unternehmen setzen auf völlig unterschiedliche Strategien: Die einen bauen Tankstellen für Wasserstoff und produzieren Elektrolyseure (z. B. Nel, ITM, Plug Power, Bloom), die anderen produzieren Brennstoffzellen-Stacks und -Module (z. B. Ballard Power, PowerCell, Cummins, Weichai Power).

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Cummins Engine setzt massiv auf die Brennstoffzelle

Cummins Engine engagiert sich in hohem Maße im H2-Sektor – auch im Nutzfahrzeugbereich, angefangen bei Lkw bis hin zu Schiffen, und baut auch die eigene Elektrolysetechnologie aus. Ein Projekt mit Sinopec beinhaltet eine Elektrolyseleistung von 1 GW und 1.000 H2-Tankstellen für den Großraum Peking. Interessant ist, dass Cummins Engine seine Wandlung von einem Dieselmotorenproduzenten zu einem Brennstoffzellenunternehmen sehr vehement vorantreibt und dabei das besondere Know-how des zugekauften bzw. integrierten kanadischen Unternehmens Hydrogenics im großen Stil nutzt und großtechnisch skaliert.

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Kurswende bei Weichai Power

Ging es in den vergangenen Monaten stetig nach unten im Kurs von Weichai Power, so kam es in den vergangenen Wochen zu einem starken, spürbaren Kursaufschwung in Höhe von über 35 Prozent. Weichai als führender Produzent von Dieselmotoren in China ist das perfekte Pendant zum amerikanischen Cummins, das sehr aggressiv das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle ausbaut und damit die Zukunftsstrategie auch von Weichai deckt. Die Akquisition der kanadischen Hydrogenics war bei Cummins der Einstieg in die H2-Welt; bei Weichai war es die Beteiligung an Ballard Power (aktuell wohl circa 15%) und die gemeinsame Produktion von Nfz-Stacks in einem Joint Venture (51:49).

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