Wasserstoff und Brennstoffzelle gehen ihren eigenen Weg an der Börse

Aktienkursverlauf der besprochenen Unternehmen, © www.wallstreet-online.de
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Die für die Inflationsbekämpfung notwendigen und schon in Aussicht gestellten starken Zinserhöhungen in den USA stellen die Aktienmärkte weltweit auf die Probe. Solch ein Dämpfer für die Konjunkturentwicklung beeinträchtigt das Wachstum der Unternehmen, da der Verbraucher stärker geneigt sein wird, seine Konsumausgaben zu reduzieren. In vielen Fällen geht es gar nicht anders, da steigende Energie- und Lebensmittelkosten zahlreiche Haushalte stark belasten. In den USA sind die Verbraucher mit immerhin zwei Dritteln des Bruttosozialproduktes die Grundlage für das Wirtschaftswachstum, das somit auf der Nachfrage durch sie basiert. Aber der Inflation Reduction Act verspricht insbesondere für die H2- und BZ-Branche viel Gutes.

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Schockstarre bei Hyzon Motors

DB Schenker will Hyzon-Trucks über hylane mieten, © hylane
DB Schenker will Hyzon-Trucks über hylane mieten, © hylane

Die Zahlen für das zweite Quartal sollten spätestens am 15. August 2022 veröffentlicht werden, allerdings meldete Hyzon überraschend, dass bestimmte Umsätze in China nicht zeitlich passend verbucht werden könnten („Revenue recognition in China“) und es operative Unzulänglichkeiten (operative inefficencies with Hyzon Motors Europe B.V.) bei der Tochtergesellschaft in Holland gebe. Frühere Statements (Bilanzveröffentlichungen) seien damit vorerst ungültig beziehungsweise hinfällig. Das sind wahre Schocknachrichten, nach all den Meldungen über Aufträge, Unternehmenspartnerschaften, Produktionshochlauf und die jüngst erfolgte Übernahme in Deutschland.

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Start-ups in Sachen Wasserstoff

Bei der Premierenfeier von Clean Logistics verkündete André Steinau, Geschäftsführer von GP Joule Hydrogen, gegenüber HZwei, sein Mutterunternehmen habe gerade 40 Bauplätze für 40 fyuriant reserviert.
Premierenfeier von Clean Logistics

Start-ups im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzelle, wie Enapter, Lhyfe, Clean Logistics u. a., haben über die Börse frisches Eigenkapital erhalten, um ihre Businesspläne umzusetzen und aus Visionen robuste Unternehmensstories abzuleiten. Die Börse ist ja tatsächlich auch der richtige Ort, um Investitionsrisiken auf viele Schultern (institutionelle und Kleinaktionäre) zu verteilen. Die Anleger stellen da bereitwillig das notwendige Kapital zur Verfügung, um das Unternehmenswachstum aus eigener Kraft bewältigen zu können.

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Das ist die Heilung, nicht die Therapie

Hydrogen House Project, Toyota Mirai

Mike Strizki baut energieautarke H2-Häuser in den USA

Mike Strizki ist mehr als begeistert vom Wasserstoff. Er hat sich diesem verschrieben und sagt, dass er sich zeitlebens für das am häufigsten im Universum vorkommende Element einsetze, das entscheidend sei, um CO2-neutral zu werden. Und dass er seinen acht Enkeln ein besseres und saubereres Leben bieten möchte.

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Nikola Motors – Neubewertung

Was man über Nikola Motors hört, ist häufig sehr negativ, da viele Analysten den Shortsellern Glauben schenken, dass es bei dem Lkw-Hersteller nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Der Abtritt des Vorstandsvorsitzenden hat für weitere Verunsicherung gesorgt. Sollte man Nikola aber nicht ganz anders sehen, so wie man es vor Jahren auch bei Tesla gemacht hat?

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Ballard Power – Bought Deal über 350 Mio. US-$

Das ist eine gute Nachricht: Ballard Power wurde angeboten, neue Aktien zu einem wertmässigen Volumen von 350 Mio. US-$ auszugeben. Investmentbanken wie Raymond James haben diese Offerte gemacht, die Ballard sofort angenommen hat. Ging es erst um 250 Mio. US-$, so wurde dieser Betrag innerhalb eines Tages auf 350 Mio. US-$ aufgrund der hohen Nachfrage aufgestockt. Aber dieser Betrag kann noch auf über 400 Mio. US-$ steigen, da es eine Zusatzoption gibt. Der Ausgabekurs: 19,25 US-$. Dies zeigt, dass die Börse Unternehmen wie Ballard in den Fokus genommen hat, zumal weltweit viele Aktivitäten rund um Wasserstoff und die Brennstoffzelle in der Umsetzung sind und an Fahrt gewinnen.

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Ballard steht am “Inflection Point“

Die aktuellen Zahlen von Ballard sind das Eine, die Aussichten etwas Anderes. Zuerst zu den Zahlen für das dritte Quartal: 25,6 Mio. US-$ Umsatz waren am unteren Rand der Erwartungen aber nicht sehr aussagefähig. Der Verlust von 11,2 Mio. US-$ bzw. 0,05 US-$ pro Aktie sind hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie anteilig unter anderem den Anlaufverlusten in China in Höhe von 2,8 Mio. US-$ im Berichtsquartal geschuldet. Eindeutig negative Auswirkungen auf die Aktivitäten des Unternehmens hat Covid-19, da a) die Reisetätigkeit eingeschränkt war/ist und b) mancher Auftrag verzögert abgegeben wird.

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Ballard profitiert von den Entwicklungen in China

Ballard Power scheint mit Weichai den richtigen Partner in China gewählt zu haben. Die gemeinsame Produktion der LCS-Stacks läuft demnächst (Juni/Juli?) an. Bushersteller wie Asiastar, Sinotruck, Yutong oder Zhongtong wurden bereits als OEM gewonnen. Das Venture zwischen Daimler Truck und der Volvo Group – getrieben durch den chinesischen Automobilhersteller Geely (Groß- bzw. Einzelaktionär) – zeigt die Richtung, in die es gehen wird – zu Lkw und Bussen. Batterien sind da keine geeigneten Lösungen, da Lastwagen vor allem auf der Langstrecke unterwegs sind. Meiner Meinung nach sollte das Joint-Venture auf die Ballard-Stacks setzen, da eine eigene Entwicklung so gar keinen Sinn macht, wenn man an die Fertigungstiefe denkt.

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Tesla – kräftige Kursreaktion nach scharfem Einbruch

Y
Model Y, © Tesla

170 US-$ und damit gut 30 US-$ tiefer, als ich erwartet hatte (200 US-$), markieren den tiefsten Kurs der Aktie von Tesla in der jüngeren Vergangenheit, bevor es zu dem starken Rebound auf über 260 US-$ kam – bis die wieder enttäuschenden Zahlen für das zweite Quartal 2019 den Rückwärtsgang im Kurs einleiteten.

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Wasserstoff in der Luftfahrt

2018 startete das Element-One-Projekt, bei dem vier Passagiere über Strecken von 500 bis 5.000 km befördert werden sollen.
2018 startete das Element-One-Projekt, bei dem vier Passagiere über Strecken von 500 bis 5.000 km befördert werden sollen, © HES Energy Systems, Singapore

Nicht nur für unbemannte Fluggeräte wird an Brennstoffzellenantrieben gearbeitet, auch bei der Personenbeförderung wird Wasserstoff zunehmend ein Thema. Die US-Weltraumbehörde NASA konstruiert beispielsweise gemeinsam mit der Ingenieurschule der University of Illinois Elektroflugzeuge, die flüssigen Wasserstoff und Brennstoffzellen verwenden.

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