Patrick Schnell hat CEP verlassen

Schnell-Bystry
P. Schnell und T. Bystry (r., © Shell)

Zum Jahreswechsel hat die Clean Energy Partnership (CEP) einen Personalwechsel vollzogen: Patrick Schnell, der von Beginn an die Geschicke dieses als Demonstrationsprojekt gestarteten Vorhabens begleitete (2002 hervorgegangen aus der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie VES), übergab seinen Sprecherposten an Thomas Bystry. Schnell, der hauptberuflich bei der Total Deutschland GmbH die Abteilung Nachhaltige Entwicklung leitet, war rund zehn Jahre lang Sprecher

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Zweigleisige H2-Betankung bei BMW in München

Kryogen-Betankung-BMW
BMW hält an Kryogen-Wasserstoff fest (Quelle: BMW)

Die Entwicklungsarbeiten an tiefkaltem Wasserstoff wurden zusammen mit dem H2-Verbrennungsmotor im Jahr 2006 beerdigt, so dachten alle. Nach Jahren der Unklarheit steht jetzt fest, dass BMW doch weiterhin an der Kryogentechnik festhält. Dies belegt die Inbetriebnahme der neuen Zapfsäulen an der Multi-Energie-Tankstelle in München, an denen neben Druckgas auch tiefkaltes H2

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H2-Mobility Joint-Venture gegründet

Aus der im September 2009 gegründeten H2Mobility-Initiative ist – wie angekündigt – ein Joint Venture hervorgegangen. Ende 2014 unternahmen die Partner Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total die letzten Schritte, um die H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG zu gründen. Seit Januar 2015 ist die neue Gesellschaft mit Sitz in Berlin in der Aufbauphase. Geschäftsführer ist Frank Sreball. Sein Ziel ist bis Ende 2023 rund 400 H2-Tankstellen in Deutschland zu errichten und diese zu betreiben.

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Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes

Tankstelle-Jaffestrasse
Tankstelle-Jaffestrasse
Die achte Wasserstofftankstelle in Berlin

Die Bundeshauptstadt verfügt seit dem 29. September 2014 über eine neue Wasserstofftankstelle: Nachdem im Frühjahr 2014 die Station an der Heerstraße in Berlin-Spandau geschlossen worden war, ist nun die neue Multi-Energie-Tankstelle an der Jafféstraße insgesamt die achte fest installierte H2-Betankungsanlage in Berlin, obgleich bisher meist nur zwei bis drei dieser Demonstrationsanlagen

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BVG schließt H2-Tankstelle an der Heerstraße

H2-Tanke-Heerstrasse
H2-Tanke-Heerstrasse
Ein Bild vergangener Tage: Jetzt ist die H2-Tanke dicht – der BZ-Opel ist weg.

Wie schon längere Zeit absehbar war, hat die BVG im Frühjahr 2014 den Betrieb der verbliebenen vier Wasserstoffbusse in Berlin endgültig eingestellt. Damit einher ging auch die Schließung der Wasserstofftankstelle an der Heerstraße in Berlin-Spandau. Dabei hatte der frühere Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Andreas Sturmowski vor acht Jahren noch erklärt: „Umweltschutz ist bei uns in der BVG nicht nur gleichberechtigtes

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Total beteiligt sich bei sunfire

Carl Berninghausen
Carl Berninghausen
Carl Berninghausen

Die sunfire GmbH hat neue Investoren für die Entwicklung ihrer Hochtemperatur-Brennstoffzellen und Elektrolyseure gefunden: Total Energy Ventures und Electranova Capital. Am 25. Februar 2014 vermeldete das Dresdner Unternehmen die erfolgreiche Durchführung seiner Serie-B-Finanzierungsrunde mit einem hohen einstelligen Millionenbetrag. Die beiden neuen Industriepartner, die fortan neben Bilfinger Venture Capital den sächsischen Pionier im Power-to-Liquids- und Power-to-Gas-Bereich unterstützen werden, beabsichtigen eine weitere Beschleunigung des Entwicklungsprozesses. Total Energy Ventures ist der

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50 H2-Stationen bis 2015

„Ich habe gerade heute Vormittag den Startschuss gegeben zum Aufbau einer Tankstelleninfrastruktur.“ Mit diesen Worten berichtete Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer am Nachmittag des 20. Juni 2012 über die neue Initiative seines Hauses. Gemeinsam mit zahlreichen führenden Industrieunternehmen hatte er kurz zuvor in einer Absichtserklärung unterschrieben, dass es in Deutschland bis zum Jahr 2015 ein Versorgungsnetz mit mindestens 50 öffentlichen Tankstellen geben wird. „Heute haben wir zugegebenermaßen erst 15 Tankstellen. […] Aber alle, die sich 2014 ein Wasserstofffahrzeug zulegen, werden die Gewissheit haben, dass sie in ganz Deutschland damit fahren können“, erklärte Ramsauer und fügte sogleich hoch hinzu: „Dafür stellt der Bund 20 Mio. Euro zusätzlich bereit.“ Weitere 20 Mio. Euro werden im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie von der Industrie (Air Liquide, Air Products, Daimler, Linde und Total Deutschland) beigesteuert. Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, fügte hinzu: „Mit Beginn der Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen ab 2015 muss sichergestellt sein, dass die Kunden in den Metropolregionen und entlang der Hauptautobahnen tanken können.“

H2-Autos fahren mit Wind aus Brandenburg

„Wir haben den Wind in den Tank gebracht.“ Mit dieser kurzen bündigen Formulierung umriss Enertrag-Vorstand Werner Diwald den Anlass der Feierlichkeiten, die am 18. April 2012 unweit des Berliner Hauptbahnhofs stattfanden. Dort, wo auch der neue Firmensitz des Mineralölkonzerns Total entsteht, wurde mittlerweile dessen dritte öffentliche Wasserstofftankstelle in Berlin, die inzwischen fünfzehnte deutschlandweit, eingeweiht. Da sich in den vergangenen Wochen die Inbetriebnahme von H2-Stationen bereits häuften, hatten sich die Verantwortlichen dieses Mal etwas ganz Besonderes einfallen lassen: In der Heidestraße wird kein konventioneller Wasserstoff vertankt, sondern Gas, das schadstofffrei mit Hilfe von Windenergie hergestellt wurde.

Rund zehn Jahre nach der Eröffnung der ersten Wasserstofftankstelle in Berlin fahren die H2-Fahrzeuge in Berlin „mit Wind aus Brandenburg“, wie es Hans-Christian Gützkow, Geschäftsführer von Total Deutschland, anlässlich der Inbetriebnahme umschrieb. Dafür wird Windenergie, die wegen überlasteter Stromnetze zeitweise nicht eingespeist werden konnte, zur Wasserstofferzeugung per Elektrolyse genutzt. Dies geschieht im Hybridkraftwerk von Enertrag, das im Oktober 2011 offiziell den Betrieb aufnahm. Erst kürzlich wurde dort nachträglich eine Befüllvorrichtung installiert, damit das in drei großen stationären H2-Tanks gespeicherte Gas per Tanklastzug von Dauerthal nach Berlin transportiert werden kann. Allein Speicherung und Transport werden mit 1 Mio. Euro vom Bund gefördert. Hierfür verantwortlich zeichnet der französische Gasehersteller Air Liquide, der seit einigen Wochen zunehmend auf den deutschen Wasserstoffmarkt drängt.

An der Markentankstelle in der Bundeshauptstadt angekommen wird der mobile H2-Trailer an das vom deutschen Gaseunternehmen Linde installierte Tanksystem angeschlossen und befüllt dann die stationären 200-bar-Behälter. Über einen fünf-stufigen ionischen Verdichter kann der Betankungsdruck anschließend auf über 700 bar angehoben werden. Auf diese Weise können die Brennstoffzellen-Pkw der Clean Energy Partnership (CEP) sowie die vier Busse der Berliner Verkehrsbetriebe, die mit H2-Verbrennungsmotoren ausgestattet und seit 2006 auf Berlins Straßen unterwegs sind, mit sauberem Wasserstoff aus der Uckermark betankt werden. Dafür ist eine separate H2-Zapfsäule in die konventionelle Tankstelle integriert. Zunächst ist allerdings geplant, dass nicht die Station in der Heidestraße, sondern vorrangig die Tankstelle in der Heerstraße in Berlin-Spandau angefahren wird. Dort sollen in erster Instanz monatlich etwa 400 Kilogramm Wasserstoff angeliefert werden. Ab 2013 sollen dann mehrere Belieferungen wöchentlich an verschiedenen Standorten in Berlin und auch in Hamburg möglich sein.