Siemens Energy – One-Stop-Shopping

Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy
Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy

Der Vorstandschef Christian Bruch von Siemens Energy hat es vor ein paar Monaten in einem Interview vor Mitgliedern des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) klar zum Ausdruck gebracht: Der Technologiekonzern will ein Global Player im Wasserstoffsektor sein – beginnend mit der Elektrolyse bis hin zum Einsatz von Wasserstoff in diversen Märkten. In diese Richtung wird der Konzern nun ausgebaut, wobei kurzfristig der negative Einfluss der Windkraftanlagentochter Gamesa (67 Prozent Anteil, circa 11 Mrd. Euro Börsenwert; der von Siemens Energy liegt nur bei circa 9 Mrd. Euro für 22 Mrd. Euro Umsatz) die eigene Bilanz verhagelte – Verlustausweis von minus 307 Mio. Euro.

Weiterlesen

Sicher und präzise eingedüst

Erste Mikromisch-Gasturbinen verbrennen reinen Wasserstoff

H2-Turbine von Siemens, © Siemens
© Siemens

Die Gasturbine Kawasaki M1A ist ein Meilenstein für die Energiewende. Sie arbeitet seit Juli 2020 auf einer Hafeninsel vor Kobe und ist die erste Gasturbine mit vollständiger, trockener und stickoxidarmer Wasserstoffverbrennung, der sogenannten Dry-Low-NOX-Verbrennung. Denn H2 ist äußerst reaktiv, und genau dadurch unterscheidet sich die Verbrennung eines Wasserstoff-Erdgas-Gemisches von der von reinem Erdgas.

Weiterlesen

Ballard Power – Positionierung läuft geräuschlos

© JCB Group
© JCB Group

Ballard schmiedet weltweit diverse Allianzen, ausgedrückt in Prototypenentwicklungen, die sicherlich zu Joint Ventures und gemeinsamen Serienproduktionen von Stacks und Modulen wie auch Zulieferteilen führen. Von Mahle habe ich bereits berichtet. Nun kamen Chart Industries dazu, die u. a. Kompressoren bauen, wie auch die kanadische Linamar. Bei Letzterem handelt es sich um einen Kfz-Zulieferer mit einem Umsatz von 7,5 Mrd. US-$ und über 26.000 Mitarbeitern. Man wolle zusammen Powertrains für leichte Nutzfahrzeuge bis 5 Tonnen entwickeln, aber auch solche Systeme für SUVs und später auch Pkw. Auch mit Firmen wie Honeywell könnte über kurz oder lang ein Joint Venture entstehen, hat Ballard diesem Unternehmen doch den Brennstoffzellenbereich der ehemaligen Tochter Protonex für den Einsatz in Drohnen verkauft und eine Kooperation angedeutet.

Weiterlesen

Ballard – neuer „Bought Deal“ über 550 Mio. US-$

Ballard, © www.wallstreet-online.de
Stand: 15. März 2021, © www.wallstreet-online.de

Trotz eines scharfen Kursrückganges von über 40 US-$ auf unter 22 US-$ konnte ein weiterer „Bought Deal“ in Höhe von 550 Mio. US-$ (528 Mio. US-$ nach Kosten) und mit einem Ausgabekurs neuer Aktien in Höhe von je 37 US-$ platziert werden. Das zeugt von großem Vertrauen in das Unternehmen, welches nun eine sehr gut gefüllte Kriegskasse in Höhe von über 1,3 Mrd. US-$ sein Eigen nennen kann und damit das Unternehmenswachstum aus eigener Kraft bestreiten wird. Ballard wird damit sicherlich irgendwas machen – so mein Gefühl – und zwar etwas, was mit Elektrolyse zu tun hat. Die Kanadier könnten also in die Produktion von Elektrolyseuren oder direkt in die Wasserstoffproduktion einsteigen. Auch der Bau einer Produktionsstätte in Europa ist höchst wahrscheinlich – idealerweise mit einem Partner aus der Kfz-Zulieferindustrie, so meine Analyse.

Weiterlesen

Ballard Power – Bought Deal über 350 Mio. US-$

Das ist eine gute Nachricht: Ballard Power wurde angeboten, neue Aktien zu einem wertmässigen Volumen von 350 Mio. US-$ auszugeben. Investmentbanken wie Raymond James haben diese Offerte gemacht, die Ballard sofort angenommen hat. Ging es erst um 250 Mio. US-$, so wurde dieser Betrag innerhalb eines Tages auf 350 Mio. US-$ aufgrund der hohen Nachfrage aufgestockt. Aber dieser Betrag kann noch auf über 400 Mio. US-$ steigen, da es eine Zusatzoption gibt. Der Ausgabekurs: 19,25 US-$. Dies zeigt, dass die Börse Unternehmen wie Ballard in den Fokus genommen hat, zumal weltweit viele Aktivitäten rund um Wasserstoff und die Brennstoffzelle in der Umsetzung sind und an Fahrt gewinnen.

Weiterlesen

H2-Innovations-Campus in Görlitz

Joe Kaeser
Joe Kaeser, © Siemens

Wasserstofftechnik und Dampfturbinen – so lautet fortan das Motto in Görlitz. Nachdem die vor zwei Jahren angekündigte geplante Schließung des Siemens-Werks an der polnischen Grenze für viel Unmut gesorgt hatte, lenkte der Großkonzern ein und unterzeichnete Mitte Juli 2019 gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Fraunhofer-Gesellschaft eine Absichtserklärung, um den Standort langfristig zu stärken und den Strukturwandel in der Lausitz zu unterstützen.

Weiterlesen

Ballard Power – Vision 30 % in 2030

Mireo
Mireo – die neue Zugplattform, © Siemens

Ballard Power als Marktführer gelangte damals zu der Erkenntnis, dass das Unternehmen im Kfz-Sektor keine Chance hätte, da die notwendigen Investitionen einfach zu hoch waren. Der Kfz-Bereich wurde daraufhin in AFCC ausgelagert – einen Zusammenschluss mit Daimler und Ford als Anteilseigner, der Nissan und auch Ballard aber weiterhin als Partner sieht.

Weiterlesen

H2-Pilotanlage für die Stahlindustrie

Bart-Biebuyck
Bart Biebuyck

Die Anzahl größerer Wasserstofferzeugungsanlagen nimmt immer weiter zu: Eines der jüngsten Vorhaben ist H2Future, ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt im österreichischen Linz, im Rahmen dessen ein Firmenkonsortium grünen Wasserstoff in großen Mengen erzeugen möchte, um so die Sektorenkopplung von Energie und Industrie voranzutreiben.

Weiterlesen

Elektrolyseur-Hersteller bringen sich in Stellung

Sunfire
Container-Lösung, © Sunfire

Das Interesse an Energiespeicherung ist derzeit groß. Und seit immer mehr Power-to-Gas-Anlagen aus dem Boden schießen, konzentriert sich das Augenmerk der Projektierer zunehmend auf die Kernelemente an diesen Standorten: die Elektrolyseure. Diese elektrochemischen Aggregate zur Wasserstofferzeugung sind zwar eigentlich schon lange bekannt, seit aber Wasserstoff immer mehr in den Fokus bei der Energiespeicherung rückt, ist ein neuer Wettbewerb entbrannt

Weiterlesen