Aachen wird Elektromobilitäts-Hochburg

Am 11. Juli 2012 hat Professor Dr. Achim Kampker von der RWTH Aachen einen Scheck in Höhe von 2,7 Mio. Euro von der Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken entgegen genommen. Dieses Geld ist quasi die Siegprämie für den Gewinn des Ziel2-Förderwettbewerbs Automotive+Produktion.NRW, um die technische Ausstattung einer so genannten „Anlauffabrik“ am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) in Aachen finanzieren zu können. Die vom Land Nordrhein-Westfalen ko-finanzierte Anlauffabrik soll dem Serienanlauf und der Produktion von Elektromobil-Kleinserien, Batteriepacks und Elektromotoren dienen und ist neben dem geplanten Elektromobilitätslabor (E-Lab) und einer Demonstrationsfabrik Teil des neuen Zentrums für Elektromobilproduktion auf dem Campus der RWTH Aachen.

Prof. Kampker leitet nicht nur den Bereich „Elektromobilproduktion“ an der Hochschule, er gründete zudem im Mai 2012 den Verein zur Förderung der Elektromobilität, das Europäische Netzwerk für bezahlbare und nachhaltige Elektromobilität, dessen Zweck die „Förderung von Wissenschaft, Forschung, Entwicklung, Demonstration, Aufklärung und Verbreitung von nachhaltiger und bezahlbarer Elektromobilität“ ist. Der Vorsitzende erklärte: „Wir haben den Verein gegründet, weil wir der Ansicht sind, dass Elektromobilität heute kein Luxusgut mehr sein sollte. Daher setzen wir uns dafür ein, Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren und zu entwickeln, um langfristig die Produktion bezahlbarer und nachhaltig einsetzbarer E-Fahrzeuge zu ermöglichen.“ Die zweite Vorsitzende Marine Dubrulle ergänzte: „Darüber hinaus sehen wir es als unsere Aufgabe an, durch Veranstaltungen und Demo-Projekte die Menschen für das Thema ‚Elektromobilität’ in der Praxis zu begeistern.“ Mitglied können Unternehmen und auch Privatpersonen werden.

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550 Batterieexperten in Aachen

Die Doppelverstaltung, die mit dem „Batterietag NRW“ sowie dem Kongress „Kraftwerk Batterie“ vom 28. Februar bis 2. März 2011 stattfand, war ein voller Erfolg: 550 Batteriexperten waren nach Aachen gekommen und waren begeistert. Veranstalter waren das Haus der Technik, EnergieForschung.NRW, EnergieRegion.NRW und NanoMikro+Werkstoffe.NRW. Unterstützt wurden beide Termine u.a. von der HZwei.

„Das Thema Batterien ist für die Elektromobilität von herausragender Bedeutung“, sagte Tagungsleiter Prof. Sauer von der RWTH Aachen. Er ergänzte noch: „Mit der Entwicklung leistungsfähigerer und preiswerterer Batterien steht und fällt das ganze Projekt E-Mobility.“ Einige Referenten auf der Tagung Kraftwerk Batterie stellten die Batterie sogar auf die gleiche Stufe mit dem Verbrennungsmotor.

Bei der Batterietechnik ist das Rennen um die Technologieführerschaft gerade voll entbrannt. Was in Deutschland getan werden muss, um vorne mit dabei zu sein, wurde ausführlich diskutiert. Die Veranstaltungen gaben zudem einen umfassenden Einblick in den Stand der Technik und die aktuellen Entwicklungen im Bereich Batterien für die Elektromobilität. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Batterietechnologie, Automobilelektrifizierung und Netzeinbindung diskutieren internationale Fachleute die technischen Innovationen und visionären Nutzungsmöglichkeiten neuartiger Batteriekonzepte in Fahrzeugen und anderen Anwendungen in den sich schnell entwickelnden Märkten. „Unter der Vielzahl der Veranstaltungen zum Thema E-Mobilität und Batterietechnologie ist die HDT-Tagung `Kraftwerk Batterie` sicherlich ein Highlight, vor allem auch was die Qualität und Relevanz der Redebeiträge angeht.“ so ein Teilnehmer. „Außerdem waren alle wichtigen Firmen und Ansprechpartner aus der Branche vertreten“. Eine umfangreiche Posterausstellung rundete das Programm ab.

Der nächste Termin steht bereits fest: vom 5. bis 7. März 2012 in Münster. Dann liegen die Ergebnisse der zahlreichen, durch die Bundesregierung angestoßenen, Forschungsprojekte vor. Ein guter Grund, den neuen Termin im Auge zu behalten.

www.battery-power.eu