Brennstoffzellen-Serienfertigung in Deutschland

Autostack
Stack-Evolution-II-Prüfstand, © ZSW

Brennstoffzellen-Stacks mit fahrzeugtauglichen Leistungsdichten bilden nach wie vor eine kritische Lücke in der europäischen Wertschöpfungskette. Diese Lücke zu schließen war das Ziel der vom Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking geförderten europäischen Projekte Auto-Stack (FCH-JU GA 245142) und AutoStack-CORE (FCH-JU GA 325335).

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Mit Brennstoffzelle Zug fahren

iLint
iLint, © Alstom

Der elektrifizierte Schienenverkehr rückt im Rahmen der Verkehrswende immer mehr in den Blickpunkt energiepolitischer Betrachtungen. Während der Hannover Messe war insbesondere der neue Brennstoffzellenzug von Alstom, der Mitte März 2017 seine erste Testfahrt absolviert hat, ein zentrales Thema. Innerhalb von drei Jahren hat der französische Eisenbahnbauer ein funktionierendes H2-Antriebssystem auf die Schienen gestellt, das ab 2018 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden soll.

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Wasserstoff aus Kläranlagen

Das Thema Wasserstoff ist inzwischen in vielen Köpfen. Der Wissensstand, den der Einzelne darüber hat, ist jedoch sehr unterschiedlich. Zwar kann man sich über das Internet selbst Informationen beschaffen, allerdings ist es gar nicht so einfach, diese zu filtrieren, damit man am Ende die wichtigsten Fakten über Energieversorgung und Energiespeicher sowie Stromnetze und Stromanbieter hat.

Forscher engagieren sich intensiv in den verschiedenen Betriebsfeldern der erneuerbaren Energie (Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft). Aber auch am Wasserstoff als alternativer Stromspeicher wird intensiv gearbeitet. Das größte Manko, was der Wasserstoff bisher beinhaltete, konnte nun ausgeräumt werden: die teure und aufwendige Erzeugung. Vielleicht ist hier die Kläranlage eine Lösung. Denn Forscher haben ein Verfahren entwickelt, bei dem Bakterien ohne zusätzliche Stromzufuhr in nur einem Arbeitsschritt zu Wasserstoffgas werden. Die Zersetzung von organischem Material durch Bakterien ist hier ein wichtiger Bereich.

Im kleinen Modell hat es bereits gut funktioniert. Rechnet man die Ergebnisse dieses Labormodells maßstabsgetreu hoch, könnte ein Prototyp 1.000 Liter Wasserstoff pro Tag und Kubikmeter Zellgröße produzieren. Durch dieses Verfahren würde es möglich, reines Wasserstoffgas klimafreundlich und ohne weitre Stromzufuhr herzustellen, erklären Bruce Logan und Younggy Kim von der Penn State University. Setzt man nun die Anlage in einer Kläranlage ein, hat man gleich doppelten Nutzen: zum einen den Wasserstoff und zum anderen die Reinigung des Abwassers.

Eike Rossow

TU München macht Mute

Die Technische Universität München (TUM) will auf der Internationalen Automobilausstellung 2011 (IAA) die Konzeptstudie eines eigenen Elektroautos präsentieren. Für dieses ehrgeizige Ziel haben sich Wissenschaftler von insgesamt 20 Fachbereichen zusammengetan. Gemeinsam arbeiten sie an dem elektrisch angetriebenen Leichtbaumobil Mute (engl.: still), das eine Reichweite von 100 Kilometer schaffen und zudem alltagstauglich und bezahlbar sein soll.

Professor Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik erklärte gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Alles an diesem Auto ist neu. Das kann kein einzelner Lehrstuhl leisten, deshalb arbeiten hier 20 Lehrstühle zusammen.“ Professor Fritz Frenkler vom Lehrstuhl für Industrial Design fügte hinzu: „Mute könnte der neue ‚Volks-Wagen’ mit elektrischer Mobilität werden.“ Bis zum September 2011 soll der fahrbare Prototyp dieses zwei Personen fassenden Fahrzeugs fertig sein. Das Ziel des 30-jährigen Maschinenbau-Ingenieurs und Projektleiters Robert Pietsch ist, auf der IAA in Frankfurt am Main einen Automobilhersteller zu finden, der die Serienproduktion übernehmen könnte. Bevor es allerdings in die Fertigung gehen kann, sind zunächst für 2011 und 2012 Feldtests in Singapur an der Nanyang Technological University (NTU) geplant.