Brennstoffzelleneinsatz im Land der Fjorde

Floroe
Geplante Schnellfähre für Floroe, © Broedrene Aa

Eine der wichtigsten Säulen der norwegischen Wirtschaft ist neben der Mineralöl- und Erdgasindustrie der maritime Sektor, wobei in Norwegen beide Industrien eng miteinander verbunden sind. Neben dem Bau, der technischen Ausrüstung und der Wartung von Förderplattformen werden für deren Montage und Verankerung auf dem Meeresboden entlang der norwegischen Küste hochspezialisierte Schiffe und Unterwassergeräte eingesetzt.

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Wasserstoff bewegt Skandinavien

Oslo hat am 21. November 2011 eine 700-bar-Wasserstofftankstelle bekommen. Wie bereits Anfang 2010 im Rahmen europäischer Förderprogramme angekündigt, wurde diese von H2Logic in der norwegischen Hauptstadt errichtete Station mit reger Beteiligung der Öffentlichkeit in Betrieb genommen. Es handelt sich hierbei um die insgesamt dritte Betankungsstation für Oslo, die bei der Forschungsorganisation SINTEF in Gaustad platziert ist. Wegen des hohen Drucks von 700 bar können dort Wasserstofffahrzeuge innerhalb von drei Minuten betankt werden. Der dafür benötigte Wasserstoff wird vor Ort nachhaltig per Elektrolyse erzeugt. Die Tankstelle ist Teil des europäischen Demonstrationsvorhabens H2Moves Scandinavia (s. HZwei-Heft Okt. 2010), das über ein Budget von 19,5 Mio. Euro verfügt und über das EU-Programm Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (JTI) gefördert wird. Das Ziel ist, sowohl die Betankungstechnik als auch die Fahrzeugtechnik der zwei SUV ix35 FCEV von Hyundai, der fünf Think city cars sowie der zehn F-Cell B-Klasse-Modelle von Daimler zu erproben. Dafür fand gleich fünf Tage nach der Einweihung ein spezieller Ride&Drive-Tag statt, an dem jeder Bürger mit einem gültigen Führerschein die Fahrzeuge testen konnte.