Spezialmetalle für die Wasserelektrolyse

Iridium und Platin potenziell kritische Materialien

Diagramm: Platin-Bergwerksförderung, Recycling, Nachfrage und Preisentwicklung
©Johnson Matthey 2020a, BGR 2020

Wasserstoff kommt bei der Energiewende eine Schlüsselrolle zu. Das erste Element im Periodensystem hat ein hohes Potenzial, beispielsweise die Stahl-, Zement- und Chemieindustrie sowie den Luft-, Schwerlast- und Seeverkehr zu dekarbonisieren. Auf nationaler sowie europäischer Ebene wird zurzeit an Plänen gearbeitet, welche Mengen an Wasserstoff und welche Herstellungsverfahren in Zukunft gefördert werden sollen.

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Innovationsbeauftragter Kaufmann: Deutschland liegt hinter Wettbewerbern

Stefan Kaufmann
Dr. Stefan Kaufmann, © BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die Bundesregierung hat in diesem Sommer die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) vorgelegt, zu der verschiedene Ministerien Input geliefert haben. Anja Karliczek, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, hatte die Idee eingebracht, einen Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ zu benennen, …

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Über NWS, Green Deal und Corona

Der Kompromiss der fünf beteiligten Bundesministerien für die Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) sieht vor, dass nicht die von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek geforderten zehn Gigawatt an Elektrolyseurkapazitäten bis 2030 angepeilt werden, sondern zunächst „nur“ fünf Gigawatt, allerdings mit dem Zusatz, „nach Möglichkeit“ weitere fünf bis 2035 zu installieren.

Wie erwartet zeigten sich der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband DWV und auch der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) damit nicht zufrieden. Der DWV-Vorsitzende Werner Diwald und auch DVGW-Präsident Gerald Linke hoffen aber darauf, dass die „weiteren fünf Gigawatt“ nicht erst bis 2040 oder 2035, sondern schon bis 2030 umgesetzt werden.

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Wettbewerb H2-exportierender Länder

Karliczek
Bundesforschungsministerin Karliczek, © BMBF, Hans-Joachim Rickel

Ein wichtiger Bestandteil der Nationalen Wasserstoffstrategie ist der Aufbau von Partnerschaften mit Ländern, die in Zukunft Wasserstoff nach Deutschland exportieren können. Anlässlich der NWS-Präsentation unterzeichnete Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, daher eine Kooperationsvereinbarung mit Marokko und kündigte an: …

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Opposition entwirft eigene Wasserstoffstrategien

Zukunftspakt

Die lange Rangelei der Bundesministerien um die Ausformulierung der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) hatte dazu geführt, dass der Handlungsdruck für die beiden Regierungsparteien vor der Sommerpause stark zugenommen hatte. So forderten Anfang Mai 2020 insgesamt zwölf Unionsabgeordnete in einem Positionspapier einen zügigen Aufbau einer „grünen“ Wasserstoffproduktion sowie eine Partnerschaft mit afrikanischen Staaten.

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BMWi will dena zur Leitstelle Wasserstoff machen

Ein wichtiges Element der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) soll die Leitstelle Wasserstoff werden, die auf logistischer Ebene die Umsetzung der Strategie organisieren soll. Das dort angesiedelte Sekretariat sowie das Projektmanagement sollen bei der Koordinierung und Formulierung von Handlungsempfehlungen behilflich sein und die Ressorts aktiv bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie unterstützen. Die interne Abstimmung zur Einrichtung von Vorschlägen war allerdings im August 2020 noch nicht abgeschlossen, hieß es aus den Bundesministerien. Scheinbar kommen mehrere Agenturen der an der NWS beteiligten Ministerien für diesen Job in Frage: die vom BMBF unterstützte acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die dem BMVI unterstellte NOW, die dem BMWi zugeordnete Deutsche Energie-Agentur (dena) sowie die dem BMU zugehörige Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

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Welche Farbe bekommt die Nationale Wasserstoffstrategie?

altmaier
Peter Altmaier beim BEE-Neujahrsempfang 2020

Wenn das so gewollt war, könnte es eine strategische Meisterleistung werden: Hinauszögern der Präsentation der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) bis zum Juni 2020 – bis kurz vor der Jahresmitte Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Dann auf europäischer Ebene den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft zu einem Schwerpunktthema machen und gemeinsam mit der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Green Deal aushandeln, der die Wirtschaft – und vielleicht auch die Umwelt – wieder auf die Beine bringt. Sollte hierbei ein halbwegs nachhaltiges Energiekonzept für Europa herauskommen, könnte sich diesen Erfolg die deutsche Regierungskoalition auf die Fahnen schreiben und damit merklich gestärkt in den Bundestagswahlkampf 2021 ziehen, ohne sonderlich viel Angst vor den Grünen haben zu müssen.

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Parteien entwerfen eigene Wasserstoffstrategien

Karliczek
Anja Karliczek, © BMBF, Hans-Joachim Rickel

Die lange Rangelei der Bundesministerien um die Ausformulierung der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) hat dazu geführt, dass der Handlungsdruck in beiden Regierungsparteien vor der Sommerpause extrem angestiegen ist. So forderten Anfang Mai 2020 insgesamt zwölf Unionsabgeordnete in einem Positionspapier einen zügigen Aufbau einer „grünen“ Wasserstoffproduktion sowie eine Partnerschaft mit afrikanischen Staaten. Von Seiten der SPD-Bundestagsfraktion hieß es kurzdarauf dazu ebenfalls, wolle man eine ambitioniertere H2-Strategie sowie einen schnellen Hochlauf der H2-Wirtschaft.

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Krise als Chance für mehr Nachhaltigkeit

Screenshot der Hannover-Messe-Homepage
Screenshot der Hannover-Messe-Homepage

Die Verschiebungen und Absagen diverser Veranstaltungen hat auch für die Energiebranche weitreichende Folgen – keine Produktpräsentationen, keine Diskussionsforen, kein Networking. Gleichzeitig eröffnen sich momentan aber auch viele neue Möglichkeiten:

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