Zuversicht angesichts nahender BZ-Kommerzialisierung

Merkel
Zarajczyk, Szydło, Merkel, Fenkl (v. l.), dahinter u. a.: Oettinger, Wanka, Šefčovič

Auf der diesjährigen Hannover Messe hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel während ihres Eröffnungsrundgangs am 24. April 2017 ein deutliches Zeichen gesetzt: Gemeinsam mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydło schaute sie sich in der Energy-Halle 27 einen Brennstoffzellenbus an und sorgte damit auch auf dem direkt angrenzenden Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen + Batterien für gute Stimmung.

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Trump verunsichert H2- und BZ-Branche

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Merkel zu Gast bei Trump, © Bundesregierung / Kugler

Die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA hat für Verwirrung und Ungewissheit im Wasserstoff- und Brennstoffzellensektor bezüglich weiterer Energieprogramme geführt. Der neue republikanische Präsident hatte Energiepolitik bislang nicht auf seiner Prioritätenliste. Ganz im Gegenteil: Der Kohlebergbau soll nun doch nicht, wie von Obama favorisiert, reduziert werden – ein fragwürdiger Schritt angesichts des Wettbewerbs mit billigem Erdgas.

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Abschlusskonferenz Schaufenster: Einmal elektrisch – immer elektrisch

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Hendricks forderte Kaufanreize, blieb aber unverbindlich

Seit vier Jahren laufen die vier Schaufenster Elektromobilität. 2012 bildeten sie quasi die Fortsetzung der acht Modellregionen Elektromobilität, in denen zuvor elektrische Antriebe erforscht und entwickelt worden waren. Bevor diese Demonstrations- und Marktvorbereitungsphase aber nun Ende 2016 endgültig auslaufen wird, fand am 14. und 15. April 2016 in Leipzig die offizielle Abschlusskonferenz statt.

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Stefan Kapferer folgt auf Hildegard Müller

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© BDEW/Scheuring

Eine ehemalige Staatsministerin der Bundeskanzlerin wird von einem früheren Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums beerbt – allerdings nicht auf der politischen, sondern auf der Lobbyebene. Hildegard Müller, die ab 2002 Abgebordnete im Bundestag war und in den Jahren 2005 bis 2008 eng mit Angela Merkel zusammenarbeitete, hat Ende Januar 2016 ihren Posten als Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) abgegeben.

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Merkel: Super-Credits erlangen Super-Bedeutung

Merkel umringt von Auto-Managern (v.l.): Neumann, Zetsche, Verkehrsminister Ramsauer, Hackenberg, Wissmann, Kagermann
Merkel umringt von Auto-Managern (v.l.): Neumann, Zetsche, Verkehrsminister Ramsauer, Hackenberg, Wissmann, Kagermann

Mit rund 900 Teilnehmern war die Internationale Konferenz Elektromobilität bewegt weltweit, die am 27. und 28. Mai 2013 in der Bundeshauptstadt abgehalten wurde, ein medienwirksamer Event. Direkt am Alexanderplatz im Berliner Congress Center bcc erschien die gesamte deutsche Automobilprominenz inklusive zahlreicher hochrangiger Politiker, um auf Einladung der Bundesregierung hin über Potentiale und Herausforderungen der Elektromobilität zu diskutieren. Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ließ es sich nicht nehmen, einen Rundgang über die begleitende Ausstellung zu machen und ein politisches Statement abzugeben, indem sie sich verbal demonstrativ hinter die Elektromobilität und auch die deutsche Automobilindustrie stellte.

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Opel blickt elektrisch in die Zukunft

Eines der ersten zumindest teilweise elektrisch betriebenen Fahrzeuge aus Deutschland ist der Opel Ampera, der noch in diesem Herbst erhältlich sein soll. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sagte gegenüber der Berliner Zeitung über den Ampera: „Wir sind die Einzigen, die E-Mobilität nicht nur ankündigen, sondern auch in Serienreife ab sofort auf die Straße bringen.“ 10.000 bis 12.000 Exemplare will Opel von diesem Modell im nächsten Jahr verkaufen. 6.000 Bestellungen liegen bereits vor. Der Listenpreis beträgt 42.900 Euro, allerdings werden die ersten Modelle bis Ende des Jahres nur als Luxus-Version ausgeliefert. Die ePionier Edition mit Lederausstattung und Navigation-Audio-Paket kostet 48.200 Euro.

Der für vier Personen konzipierte Fünftürer mit Reichweitenverlängerung verfügt über einen 4-Zylinder-Verbrennungsmotor sowie einen 111 kW starken Elektromotor. Versorgt wird der E-Motor über eine 16 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie, die die Limousine über 40 bis 80 km rein elektrisch antreiben kann. Im Benzinbetrieb treibt der Verbrennungsmotor einen Generator an, der wiederum Strom für den E-Motor liefert, so dass insgesamt rund 500 km zurückgelegt werden können. Nach Herstellerangaben kommt das Hybridfahrzeug so auf einen Durchschnittsverbrauch gemäß ECE-Regelung R 101 von 1,6 l Benzin auf 100 km bei etwa 40 g CO2 pro km. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h liegt dank der 370 Nm des Elektroantriebs bei 9 Sekunden.

Etliche Preise hat der Ampera auch bereits abgeräumt. Im September erhielt er den ÖkoGlobe 2011 in der Kategorie Nachhaltige Fahrzeugkonzepte. Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer erklärte bei der Übergabe des Umweltpreises in Karlsruhe: „Drei Argumente sprachen letztendlich für den Ampera: die zügige Vermarktung, der vernünftige Preis und nicht zuletzt die Beseitigung der Reichweitenangst.“

Als eine der Ersten nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres IAA-Rundgangs Platz in dem Elektrofahrzeug. Sie zeigte sich jedoch auch an dem Experimentalfahrzeug RAK e, das auf der IAA Weltpremiere feierte, interessiert. Bei diesem batterieelektrischen Zweisitzer handelt es sich um eine Zukunftsstudie, die insbesondere jungen Leuten zeigen soll, wie Mobilität in Zukunft aussehen könnte. Theoretisch, so errechneten Opel-Ingenieure, ist mit diesem Elektro-Stadtauto in Leichtbauweise eine Fahrt über 100 km für nur 1 Euro zu haben.

Zukunftsängste scheint Opel derzeit nicht mehr haben zu müssen. Bereits im Vorfeld der IAA hatte der Mutterkonzern General Motors eine Garantie für seine deutsche Tochter abgegeben. GM-Vizepräsident Robert Ferguson erklärte in der Konzernzentrale Detroit, der Rüsselsheimer Autobauer werde „auf jeden Fall auch in zehn oder 15 Jahren noch zu dem Konzern gehören.“ Insbesondere die Entwicklungsarbeit im Bereich der Elektromobilität, die Opel in Deutschland leistet, ist für GM von Bedeutung. Ferguson sagte dazu: „Wenn Sie im Umkreis von 50 Kilometern fahren, brauchen sie nicht einen Teelöffel Benzin. Das ist die Zukunft und Opel ist mit dabei. […] Die deutschen Standorte sind ein herausragender Bestandteil unseres Konzerns und Zentren für Design und Forschung.“

Regierung plant neues E-Mobilitätsprogramm

Noch bevor der zweite Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) öffentlich vorgestellt worden ist, geht es bereits an die Planung der Ergebnisumsetzung. Allerdings werde erst nach der Übergabe des Berichts „über konkrete Maßnahmen entschieden“, hieß es gestern seitens der Bundesregierung. Die Aufregung ist aber jetzt schon groß.

Seit Tagen kursieren Gerüchte durch den Blätterwald, wie die Förderung der Elektromobilität umgesetzt beziehungsweise weitergeführt werden solle. Fest scheint zu stehen, dass Anreize für den Kauf von E-Autos geschaffen werden sollen. Wie dies im Einzelnen aussehen wird, steht aber noch nicht fest. Spekuliert wird allerdings darüber, dass ein neues Milliardenprogramm aufgelegt wird, das eine mehrjährige Befreiung von der Kfz-Steuer für Elektromobile, eine Steuersenkung für elektrisch betriebene Dienstwagen sowie eine Ausweitung der Forschungsförderung vorsehen könnte.

Kaufprämien, wie sie in einigen europäischen Ländern bereits gezahlt werden, bleiben nach wie vor unwahrscheinlich, da sich die FDP dagegen ausspricht. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hatte am Dienstag erklärte: „Ich bin überzeugt: Auch in der Elektromobilität sind Markt und Wettbewerb der beste Motor für Innovationen und technischen Fortschritt. Daher müssen wir gerade bei einer solchen Zukunftstechnologie auf eine ordnungspolitisch saubere Rollenverteilung zwischen Staat und Wirtschaft achten. Mit staatlichen Kaufprämien würde man der Elektromobilität in Deutschland letztlich einen Bärendienst erweisen. Denn derartige staatliche Anreize können den Wettbewerb verzerren und zu Fehlanreizen führen.“

Mit näheren Informationen kann ab dem 16. Mai 2011 gerechnet werden, wenn der NPE-Bericht an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben worden ist. Beobachter rechnen jedoch damit, dass bereits in der zweiten Mai-Hälfte ein konkretes Regierungsprogramm beschlossen wird.