Drei neue Wasserstoff-Stationen im Süden

Sindelfingen
H2-Station in Sindelfingen, © Daimler

Der Hochlauf bei der Errichtung neuer Wasserstofftankstellen geht weiter voran. So gingen am 31. Juli 2017 eine H2-Station in Sindelfingen an der Autobahn A81 und eine an der A8 in Pforzheim in Betrieb. Die Shell-Tankstelle südwestlich von Stuttgart steht in unmittelbarer Nähe zum Daimler-Fahrzeugwerk, in dem das Konzernforschungs- und Entwicklungszentrum des schwäbischen Automobilbauers angesiedelt ist, das sich mit der Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen beschäftigt.

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Was Kunden zur H2-Betankung sagen

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Komplexität der H2-Betankung

Im Rahmen der Begleitforschung des 50-Tankstellen-Programms hat das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe mittels Betankungstests und Fokusgruppen die Akzeptanz von Wasserstofftankstellen bei erfahrenen Nutzern und Testkunden untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Tanken von Wasserstoff grundsätzlich als sicher und einfach bewertet wird, gerade für Testkunden aber noch oft eine Herausforderung

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Wasserstoff-Container für Karlsruhe

Franz Untersteller, der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von Baden-Württemberg, hat am 9. Dezember 2011 den Prototyp einer ersten Wasserstofftankstelle in Karlsruhe in Betrieb genommen. Zur Einweihung befüllte er ein Brennstoffzellenfahrzeug aus dem Fuhrpark seines Ministeriums. Die Container-Lösung ist keine H2-Zapfsäule an einer Markentankstelle, sondern eine, an der die Cold-Fill-Schnellbetankungsmethode zunächst für zwei Jahre erprobt werden soll. Dafür wird der gasförmige Wasserstoff zunächst auf -40 °C abgekühlt, um dann verdichtet bis auf 700 bar möglichst rasch getankt werden zu können. Eine Befüllung dauert dadurch nicht länger als drei Minuten. Die entsprechende Technik, deren Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit zunächst noch getestet werden soll, ist nach SAE 2601 A70 zertifiziert. In dem Container können insgesamt 56 kg Wasserstoff bevorratet werden, was für über 15 Fahrzeuge pro Tag ausreicht. Seitens des Energieversorgers EnBW, auf dessen Betriebsgelände diese mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II geförderte Anlage steht, hieß es, im laufenden Jahr solle in Stuttgart noch eine zweite Wasserstofftankstelle errichtet werden.