Kursturbulenzen bei Bloom aufgrund von Ausblick

Bloom
Dauerhafte Energieversorgung mit Ökostrom mithilfe von Bloom-Boxes, © Bloom

Die Meldungen überschlagen sich: Chinesische Unternehmen und einige Provinzen planen, vorerst 17 Mrd. US-$ in die Wasserstofftechnologie zu investieren. Ein Masterplan sieht für 2030 bereits 1 Mio. BZ-Fahrzeuge auf den Straßen des Landes vor. Dr. Wan Gang, seines Zeichens Vorsitzender des Technologierates Chinas (höhere Einstufung als ein Minister), räumt der Brennstoffzelle für die Bewältigung der zukünftigen Mobilität und ergänzende Themen rund um saubere, grüne Energie nun klar den Vorrang vor der Batterie ein.

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Wasserstoff in der Wüste

SPIDer Sprung über den großen Teich ist geglückt: Tobias Renz FAIR und die Deutsche Messe haben vom 10. bis 13. September 2017 erfolgreich die erste Hydrogen + Fuel Cells North America in Las Vegas, Nevada, organisiert. Als integrierte Parallelveranstaltung zur Solar Power International (SPI) war die Wasserstoff- und Brennstoffzellenmesse – ebenso wie die Energy Storage International (ESI)

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Trumps Verwaltungs-Update

Station
Vision einer H2-Station, © Shell

Donald Trumps Energieministerium (Department of Energy) ist im Begriff, gemäß den Kampagnenpositionen des US-Präsidenten die Förderung fossiler Energieträger weiter zu erleichtern, obwohl die US-Energiemärkte eigentlich nicht leicht zu manipulieren sind. Dabei kam das DOE vor kurzem selbst zu dem Schluss, dass der größte Grund für den Stillstand von Kohlekraftwerken

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IPHE diskutiert neue Strategien

IPHENachhaltige Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsaktivitäten der Industrie und der Politik haben weltweit den Markt vorbereitet. Es gibt einen wachsenden Konsens darüber, dass Brennstoffzellen und Wasserstoff als Energieträger zukünftig eine wichtige Rolle für saubere Energien, im Verkehr und in verschiedenen Industriesektoren spielen werden. Länder wie Deutschland, Japan und die USA, aber auch die Europäische Kommission sind technologisch und politisch Vorreiter, wenn es um den erforderlichen Rückhalt bei Forschung und Entwicklung sowie Demonstration und Marktvorbereitungen geht

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DOE-Vorgaben sind noch nicht erreicht

Toyota
Mirai an kalifornischer H2-Station, © True Zero

Der Forschungsetat des US Departments of Energy liegt seit einigen Jahren stabil bei US-$ 100 Mio., ausreichend, um wesentliche Programme für Wasserstoff und Brennstoffzellen plus einige Demonstrationsvorhaben – meist ein paar wenige Fahrzeuge für Spezialanwendungen – finanzieren zu können. In 2017, so scheint es, sollen nun einige marktreife Segmente zusammengefasst werden unter dem Begriff „Technikbeschleunigung“.

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Große China-Phantasie bei Ballard – viele Durchbrüche in Aussicht

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P200i-Back-up-System (Quelle: Protonex)

Die Zahlen für das zweite Quartal waren ernüchternd. In allen Bereichen kam es zu Rückgängen im Umsatz. Aber: Das zweite Halbjahr 2015 soll, so Vorstandschef MacEwen, in vielen Bereichen des Unternehmens sehr positive Entwicklungen bringen – man sei „extremly busy“. Im Einzelnen: Die Übernahme von Protonex wird m. E. in Kürze umgesetzt, da diesem Schritt bereits über 50 % der Stimmrechte auf Seiten

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FuelCell Energy: Weltgrößtes Brennstoffzellen-System präsentiert

FuelCell-Energy-Stack-web

FuelCell-Energy-Stack-web
Die Direct FuelCell® in Hannover

FuelCell Energy (FCEL, US-$ 1,20) meldet diverse Aufträge und technologische Durchbrüche. Auf der Hannover Messe 2015 wurde die weltgrößte Brennstoffzelle (4,5 m lang) mit einer Leistungskraft von 400 kW präsentiert. Das Unternehmen sieht sich auf gutem Wege, innovative hochleistungsfähige BZ-Komplettsysteme für den Großeinsatz (Universitäten, Industrie, Krankenhäuser u. v. a.) bauen zu können, um sehr effizient sauberen Strom zu produzieren und zudem die Abwärme zu nutzen. Mit den Partnern O & G Industries sowie CT Energy + Technologies wurde ein Auftrag der US-Stadt/Kommune Beacon Falls in Connecticut für ein 63-MW-BZ-Kraftwerk gewonnen, nach Unternehmensangabe das weltgrößte seiner Art bei Fertigstellung. Ein 1,4-MW-Projekt konnte in Riverside/Kalifornien gewonnen werden. Parallel dazu arbeitet FuelCell Energy weltweit an

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Amerika stürmt mit Wasserstoff voran

Emerson-web

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US-Botschafter John B. Emerson (Foto: DWV)

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. hat am 4. November 2014 einen parlamentarischen Abend in der US-amerikanischen Botschaft in Berlin abgehalten. Hauptthemen waren die politischen Rahmenbedingungen für grünen Wasserstoff sowie die Fragestellung, wie Deutschland und die USA im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik zukünftig voneinander profitieren können. Dabei wurde deutlich, dass der bisherige Wettlauf um die weltweite Führungsposition in der H2- und BZ-Technik mehr und mehr

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Hochtemperatur-Brennstoffzelle für die Kochstelle

Quelle: Point Source Power
Quelle: Point Source Power

Ein US-amerikanisches Start-up-Unternehmen kümmert sich um die Energieversorgung im afrikanischen Busch. Die Point Source Power Inc. hat ein SOFC-System namens Voto entwickelt, das während des Kochvorgangs an einer Feuerstelle Strom erzeugt und auch speichert, um damit eine Lampe zum Leuchten zu bringen oder ein Mobiltelefon aufladen zu können. Mike Tucker, Mitgründer und CTO von Point Source Power, erklärte: „Unsere Zellarchitektur ermöglicht es uns, ein robustes Produkt zu bauen, das die unkontrollierte Umgebung im Kocher toleriert und vom Anwender einfach zu nutzen ist.“

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Better Place eröffnet Wechselstationen in Dänemark und Israel

Better Place scheint jetzt wirklich ernst zu machen. Während etliche Kritiker aus Deutschland das Konzept der Batteriewechselstationen nach wie vor für unrealistisch halten, hat das kalifornische Start-up-Unternehmen jetzt seinen Ankündigungen Taten folgen lassen: Am 28. Juni 2011 weihte Better Place seine erste Akku-Wechselstation in Europa ein. Nachdem die vorherigen Versuche einer Testanlage in Tokio erfolgreich verlaufen waren, befindet sich nun auch bei Kopenhagen eine Wechselstation, an der innerhalb von fünf Minuten ein leerer Akku gegen einen vollen ausgetauscht werden kann. 19 weitere Standorte in Dänemark sollen bis zum Frühjahr 2012 folgen.

Shai Agassi, der Gründer und Geschäftsführer von Better Place, hatte bereits bei der ersten Vorstellung seines Batteriewechselkonzepts grundlegende Veränderungen im Mobilitätssektor angekündigt. Seitdem teilt sich seine Zuhörerschaft in zwei Lager: in die Anhänger, die er mit seinen visionären Plänen in seinen Bann ziehen konnte, und die Skeptiker, die seine Ideen als nicht umzusetzende Spinnereien abtun. Das Faszinierende dabei ist aber, und das müssen selbst seine Kritiker eingestehen, dass es ihm bisher stets gelungen ist, seine Vorhaben im angekündigten Zeitrahmen in die Tat umzusetzen. Allein die Tatsache, dass dieser Umstand in der Mobilitätsbranche besonders hervorgehoben werden muss, spricht Bände.

Die Einweihung der ersten europäischen Wechselstation in Gladsaxe am Stadtrand von Dänemarks Hauptstadt stellt einen weiteren Meilenstein in der bisherigen Erfolgsgeschichte des stetig wachsenden Unternehmens dar. Zuvor hatte das Unternehmen aus Palo Alto ab April 2010 einen mehrmonatigen Pilotversuch mit bis zu drei Elektrofahrzeugen in Tokio durchgeführt und dort gemeinsam mit Nihon Kotsu, Tokios größtem Taxiunternehmen, demonstriert, dass 87 % der Fahrgäste ein elektrisches Taxi gegenüber einem konventionellen bevorzugen. Außerdem wurde dort die erste Batterie-Wechselstation im Alltag erprobt. Die durchschnittliche Dauer für einen Akkuwechsel betrug weniger als eine Minute. Normalerweise dauert dies rund fünf Minuten.

Dann im März dieses Jahres weihte das Unternehmen, das sich mehr als Mobilitätsdienstleister denn als reine Elektromobilitätsfirma sieht, sein Better Place Center in Hellerup, Dänemark, ein. Renault verkündete zudem, in dem skandinavischen Land seinen Fluence Z.E. in der Prime-Time-Ausführung für 27.496 Euro (inkl. Steuern) ab Herbst 2011 anbieten zu wollen. Shai Agassi erklärte dazu: „Dies ist heute ein wichtiger Schritt vorwärts für Better Place zur Vorbereitung des Markteintritts unseres Gesamtpakets in Dänemark Ende des Jahres.“ Philippe Klein von Renault fügte hinzu: „Renault will mit seinen vier Elektrofahrzeugen, die ab Herbst 2011 verkauft werden, die europäische Automobilindustrie anführen auf dem Weg zu einer Null-Emissionen-Mobilität. Der Fluence Z.E. wird das erste Elektrofahrzeug mit praktisch keiner Reichweitenlimitierung sein.“ Zur Rolle von Deutschlands nördlichem Nachbarn sagte er: „Dänemark ist mit seinem starken Umweltbewusstsein und seiner positiven öffentlichen Haltung gegenüber sauberen Fahrzeugen ein sehr wichtiger Markt für Renault.“

Johnny Hansen, der erst im März 2011 zum Geschäftsführer von Better Place Dänemark ernannt worden war, erklärte: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserem Batteriewechselmodell die letzten Barrieren für den kommerziellen Durchbruch des Elektroautos überwunden haben: Die Reichweite. Bei dem Interesse, das wir bisher erzielt haben, gehe ich davon aus, dass dies in nur wenigen Jahren das am besten verkaufte Auto in Dänemark sein wird.“

In Israel ist ebenfalls im März 2011 eine erste Batteriewechselstation eröffnet worden. In Kiryat Ekron, nahe Tel Aviv, steht die erste von zunächst neun Stationen, die in diesem Jahr errichtet werden sollen. Insgesamt sollen es in Israel 40 Stück werden. Die ersten 200 Ladestationen in Parkhäusern wurden ebenfalls bereits installiert, und 10.000 Personen haben sich schon auf die Interessentenliste für E-Fahrzeuge in Israel setzen lassen. Agassi sagte bei der Einweihung: „Diese Vision war vor drei Jahren nichts als eine Vision. Jetzt ist sie real.“

Auch Australien zählt – mit Kalifornien und Hawaii – zu den ersten Testregionen. Better Place vereinbarte erst diesen Sommer gemeinsam mit Renault eine strategische Allianz für den südlichen Kontinent. Noch Ende des Jahres wird das kalifornische Unternehmen dort mit dem Aufbau der benötigten Infrastruktur beginnen. Im Sommer 2012 sollen dann die ersten Fahrzeuge für Kunden in Canberra vor Ort sein, und ab 2013 soll in der australischen Hauptstadt das weltweit größte Netzwerk zur Aufladung von Elektrofahrzeugen entstehen.

In Europa setzen neben Dänemark, wo der erste konkrete Schritt bereits getan wurde, auch die Verkehrsminister von fünf weiteren Ländern auf diese neue Technik. Belgien, Luxemburg, Österreich, Spanien und die Niederlande wollen ebenfalls Wechselstationen aufbauen. Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission geförderten E-Fahrzeug-Projektes (Greening European Transportation Infrastructure for Electric Vehicles) haben sich insgesamt acht europäische Institutionen zusammengetan, um ein intelligentes Transportsystem mit Wechselstationen und Ladepunkten zu analysieren, zu testen und zu installieren. Die Wechselstation in Kopenhagen war erst der Auftakt für dieses Projekt. Eine weitere Anlage soll noch in Amsterdam entstehen, bevor dann ein Netz mit weiteren Standorten über West-Europa ausgebreitet wird. Der Strom für dieses mit 4,95 Mio. Euro geförderte Vorhaben, das zweieinhalb Jahre laufen wird, soll aus erneuerbaren Energien kommen.

Deutschland beschränkt sich bei diesem Thema indessen auf eine Außenseiterrolle. Abgesehen von Forschungsarbeiten am Projekt Grid-Surfer von Next Energy, dem EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V. (näheres dazu folgt im HZwei Januar-Heft 2012), haben deutsche Firmen Shai Agassi bisher abblitzen lassen. Als kleinen Bonbon erhielt Agassi in Mannheim am 24. Juli 2011 lediglich den ersten jemals verliehenen Bertha-und-Carl-Benz-Award. Dieser Preis wurde ihm für seine Dienste, die er bereits der Elektromobilitätsbranche geleistet hat, überreicht. Dr. Peter Kurz, der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, sagte: „Shai Agassi kombiniert Visionen und Innovation mit technischem Können sowie unternehmerischer Erfahrung. Darüber hinaus treibt ihn eine starke Verantwortung, die Herausforderungen beim Klimaschutz zu meistern.“ Dass sich dies auch beim heutigen Ölpreis schon lohnt, rechnete Amit Yudan, Leiter des Europageschäfts, während der Clean Tech Insights in Berlin vor: In Dänemark liegt der Preisvorteil eines Renault Fluence gegenüber einem Dieselfahrzeug bei 10 bis 20 %.