Siemens Energy – One-Stop-Shopping

Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy
Chemiepark Tarragona, © Siemens Energy

Der Vorstandschef Christian Bruch von Siemens Energy hat es vor ein paar Monaten in einem Interview vor Mitgliedern des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) klar zum Ausdruck gebracht: Der Technologiekonzern will ein Global Player im Wasserstoffsektor sein – beginnend mit der Elektrolyse bis hin zum Einsatz von Wasserstoff in diversen Märkten. In diese Richtung wird der Konzern nun ausgebaut, wobei kurzfristig der negative Einfluss der Windkraftanlagentochter Gamesa (67 Prozent Anteil, circa 11 Mrd. Euro Börsenwert; der von Siemens Energy liegt nur bei circa 9 Mrd. Euro für 22 Mrd. Euro Umsatz) die eigene Bilanz verhagelte – Verlustausweis von minus 307 Mio. Euro.

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Dekarbonisierung via Wasserstoff nimmt Fahrt auf

© www.wallstreet-online.de

Eine kürzlich veröffentlichte Marktanalyse des Nachrichtendienstes Bloomberg kommt zu dem Schluss, dass wir es derzeit mit einer Wasserstoff-Revolution zu tun haben. Ich nenne es „Megatrend“. Die Analysten erwarten, dass in den Themenkomplex Wasserstoff und Brennstoffzelle weltweit bis zum Jahr 2050 über 2,5 Billionen US-$ (2.500 Mrd.) fließen werden. Die Internationale Energie Agentur (IEA) schließt sich dem nahtlos an. Lagen die Investments in den Jahren 2018 bis 2020 bei circa 1,5 Mrd. US-$ pro Jahr, so soll dem eine Steigerung auf 38 Mrd. US-$ jährlich bis zum Jahr 2040 folgen. Bis 2050 soll sogar ein Wert von 181 Mrd. US-$ – pro Jahr – erreicht werden. Diese Prognose basiert auf den Zielen für den Klimawandel von Staaten, Weltorganisationen und den Unternehmen selbst.

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Bloom Energy – langfristiges Wachstum bei 30 % p.a.

Eine Analystenkonferenz der Investmentbank J. P. Morgan mit dem CEO von Bloom Energy, K. R. Sridhar, am 26. Mai 2021 hat einen Ausblick geliefert, der besser nicht sein kann. Auf die Frage des Analysten, welches Wachstum das Unternehmen anstrebe, ob dies im Bereich von 20 bis 25 % p. a. liegen könne, entgegnete der Vorstandschef und Gründer: „Eher 30 % p. a. – und dies über einen sehr langen Zeitraum.“ Seine Begründung liegt in der ausgereiften Technologie des Unternehmens, seiner IP, den Märkten und Anwendungen und der Wettbewerbssituation wie auch dem firmeneigenen Know-how und der Erfahrung.

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Plug Power – höhere Kurse dank Cash-Zufluss

© Renault
© Renault

Die Zahlen der vergangenen Jahre sind revidiert worden. Dies waren allerdings eher buchhalterische Vorgänge, die keinen materiellen Einfluss hatten. Erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 62,9 Mio. US-$ mussten revidiert werden – für die Jahre 2018 bis 2020 – und haben damit die Marge beeinträchtigt. Non-cash-charges, auch in Bezug auf die Optionsscheine, die Plug Amazon und Walmart gegeben hat, waren mit über 400 Mio. US-$ beachtlich. Hängt hiermit eventuell der recht hohe Stand an leer verkauften Aktien (Short Interest von über 50 Mio. Aktien) zusammen? Haben eventuell beide ihre Optionsscheine (Warrants) ausgeübt oder via Leerverkauf den hohen Buchgewinn im Milliardenbereich abgesichert?

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Nikola Motors – Konkurrenz belebt das Geschäft

Der starke Kursrückgang der Aktie von Nikola Motors scheint beendet. Wir sehen wieder anziehende Notierungen mit recht hohen Tagesumsätzen von bis zu 30 Mio. Aktien. Es scheint ein neuer Optimismus zu entstehen, da die Planungen des Unternehmens nun auch wirklich umgesetzt werden. Der Bau der Fabrik in Arizona schreitet gut voran und es entsteht eine Produktionsstätte in Ulm. Rückenwind erhält das Unternehmen durch die Pläne des Mitbewerbers Daimler Trucks, 5.000 wasserstoffgetriebene Lkw in den kommenden Jahren auf die Straße zu bringen und den Wasserstoff über den Partner Shell verfügbar zu machen. Da wird das Geschäftsmodell von Nikola in gewisser Weise kopiert, nur dass Nikola selbst in die Produktion von Wasserstoff und die damit verbundenen Umsätze einsteigt, statt dies Dritten zu überlassen.

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Weichai Power – interessantes Kursniveau

Weichai Power ist wie alle Aktien von H2– und BZ-Unternehmen seit Februar 2021 im Kurs unter Druck geraten. An den guten Perspektiven ändert dies indes nichts, zumal das Unternehmen profitabel arbeitet und sein Wachstum durch JV und strategische Beteiligungen ausbaut. Dazu zählen über 45 Prozent an Kion, dem zweitgrößten Gabelstaplerhersteller der Welt, (hier entsteht auch Fantasie durch den Einsatz der Brennstoffzelle/H2 in den nächsten Generationen an Gabelstaplern) mit einem anteiligen Börsenwert von über 3,5 Mrd. Euro.

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Tesla – wann wird echtes Geld verdient?

Geplante Gigafactory von Tesla in Berlin-Grünheide © Tesla
Geplante Gigafactory von Tesla in Berlin-Grünheide © Tesla

Tesla macht mehr Öffentlichkeitsarbeit über die Tweets seines charismatischem CEOs Elon Musk als mit unternehmensrelevanten Daten. Vor allem Kryptowährungen wie Bitcoins oder Dogecoins beherrschen derzeit die Medien, da Musk je nach Tagesform diese hoch- oder runterredet bzw. -twittert. Jüngst war die enorme Energie, die zum Schürfen dieser Kunstwährungen notwendig ist, das Thema, da diese wohl nichtregenerativen Ursprungs ist und batterieelektrische Kraftfahrzeuge damit psychologisch ihre Nachhaltigkeit verlieren. Nun will Musk nachjustieren, obwohl er durch seine Äußerungen erst dafür gesorgt hatte, dass der Bitcoin-Höhenflug sich ins Gegenteil verkehrte und nach Höchstkursen von über 60.000 US-$ gar bis auf 30.000 US-$ zurückfiel. Was hat das für Auswirkungen auf die Bewertung der ursprünglich von Tesla investierten 1,5 Mrd. US-$?

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Burckhardt Compression – periphere Technologien

Hochdruck-Membran-Kompressor 
© Burckhardt Compression
Hochdruck-Membran-Kompressor
© Burckhardt Compression

Die schweizerische Burckhardt Compression (eine ehemalige Tochter des Maschinenbaukonzerns Sulzer) könnte immer mehr in den Fokus der Anleger geraten, da das Unternehmen Weltmarktführer für Kolbenkompressoren ist und sich hier immer mehr der Einsatz im Bereich Wasserstoff – sei es in Gasnetzen (Blending), aber auch vor allem in der Elektrolyse – aufdrängt und neue, hohe Wachstumsperspektiven verspricht. Für das laufende Geschäftsjahr werden 620 bis 650 Mio. Franken (CHF) erwartet. Das Ergebnis im vergangenen Jahr lag bei 13 CHF Gewinn pro Aktie, wobei hiervon 6,50 CHF als Dividenden ausgeschüttet werden. Nach Firmenangaben nahmen „die Aktivitäten im Bereich Wasserstoffmobilität und -energie im Berichtsjahr stark zu, womit dieses Anwendungsgebiet für Burckhardt Compression eine immer bedeutendere Rolle einnimmt“.

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Wasserstoffgipfel beim Handelsblatt

Der Druck zur Realisierung einer Wasserstoffwirtschaft kommt aus der ganzen Welt – auch getrieben durch die Dekarbonisierungspläne verschiedenster Länder und Unternehmen. Dies zeigte ganz deutlich auch der Wasserstoffgipfel, den das Handelsblatt am 26. und 27. Mai 2021 in digitaler Form abgehalten hat. Ein zentrales Thema war auch dort die Farbenlehre. Dazu sagte Dr. Andreas Opfermann, Executive Vice President Linde plc*, sinngemäß: Grün, blau oder grau – egal welche Farbe –, Hauptsache, es geht schnell voran.

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A bumpy ride für Brennstoffzellen-Aktien

Die Hochs und Tiefs der Aktien aus den Bereichen Brennstoffzellen und Wasserstoff in den vergangenen Wochen lassen sich am besten mit einem „bumpy ride“ umschreiben – einer „holprigen Fahrt“ nach einer kräftigen Kurssteigerung in kurzer Zeit. Es scheint mir gerade eine wichtige Konsolidierungsphase begonnen zu haben. Indes ist dies kein Grund, den Optimismus zu verlieren, … Weiterlesen