Aufbau einer „Low-Carbon-Society“

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Horzetzky, NRW-Staatssekretär; Herbert, NOW; Mazas, Air Liquide; Scholten, Bürgermeister; Franc, Air Liquide; Milkiewicz, Orlen (v. l.), © CEP

Stück für Stück geht es weiter mit dem H2-Infrastrukturausbau. Zunächst erweiterte Anfang des Jahres Linde sein Angebot im Raum München: Das Linde Hydrogen Center, das H2-Test-und Entwicklungszentrum des Gaseunternehmens in Unterschleißheim, wurde zu einer öffentlichen Betankungsstation umgerüstet, an der seit dem 12. Januar 2017 insbesondere die BZ-Autos des Tochterunternehmens BeeZero getankt werden.

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Elektro-Lkw erst ab 2020

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© Hyundai

Auch während der IAA Nutzfahrzeuge vom 22. bis 29. September 2016 war Elektromobilität ein Thema – allerdings nur am Rande. So präsentierte Volkswagen die Studie seines e-Crafters, den sich auch EU-Kommissar Günther H. Oettinger und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Rahmen ihres Messerundgangs anschauten.

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IAA-Augenmerk lag auf Hybriden, nicht auf E-Autos

Toyota-Mirai-IAA-2015
Der Mirai erhielt viel Lob – auch von Angela Merkel

Konnektivität und Digitalisierung – das waren die Hauptthemen während der Internationalen Automobil-Ausstellung, die vom 17. bis 27. September 2015 in Frankfurt am Main stattfand. Sowohl die mediale Verknüpfung mit der ganzen Welt als auch digitale Zusatzangebote erschienen somit sehr viel wichtiger als saubere Antriebstechnologien. In den Ankündigungen war zwar auch viel von Elektromobilität zu hören gewesen, tatsächlich vor Ort waren allerdings im Wesentlichen Fahrzeuge mit Hybridantrieb; reine Batterieautos gab es kaum, Brennstoffzellenautos nur zwei.

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Aus elektromobiler Sicht ist die IAA ein großer Flop

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Das Augenmerk lag während der IAA – wenn überhaupt – auf Hybrid-Modellen.

Die IAA 2015 war wie ein Offenbarungseid der Automobilindustrie: Selten konnte man so deutlich wie bei dieser 66. Internationalen Automobil-Ausstellung sehen, wie weit manchmal Theorie und Praxis auseinanderliegen können. So war im Vorfeld vom Veranstalter, dem Verband der Automobilindustrie (VDA), mehrfach lautstark vermeldet worden, dass Elektromobilität wieder ein Schwerpunktthema

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Der BMW i3 ist da

BMW-i3
BMW-i3
Mit Gleichstrom kann der i3 in 30 Minuten an der Wallbox aufgeladen werden.

Auf der IAA 2011 wurde die neue i-Familie von BMW als „Megacity Vehicles“ erstmals vorgestellt, und jetzt – zwei Jahre später – ist das erste Familienmitglied da: Die Bayerischen Motorenwerke präsentierten den BMW i3 am 29. Juli 2013 im Rahmen einer Konferenzschaltung zeitgleich in London, New York und Peking und richteten sich damit demonstrativ an die von ihnen anvisierte Kundschaft: die Einwohnerinnen und Einwohner von Megacitys. Mittlerweile liegen in München rund 10.000 Bestellungen dieses elektrischen Kleinwagens allein aus Europa vor.

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Die Elektromobilität nicht kleinreden

00Die Stimmung in der E-Mobility-Branche ist im Begriff sich zu wandeln: Immer häufiger ist die Rede von „Elektromobilität ist cool“ und „Elektromobilität kommt voran“ oder „Elektromobilität auf dem Vormarsch“. Solche Überschriften las man zuletzt in den Jahren 2008/2009, als der Ölpreis bei 150 US-Dollar pro Barrel lag. Seit 2010 hatten jedoch die Skeptiker das Wort. Bei einer näheren Betrachtung der bisherigen Berichterstattung fällt auf, dass die meiste Kritik in den vergangenen drei Jahren stets aus einer bestimmten Ecke kam

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Hybridtechnik ist nicht gleich Elektromobilität

Cockpit im Tesla S - ein rollendes Infotainment-Gefährt
Cockpit im Tesla S – ein rollendes Infotainment-Gefährt

Die IAA 2013 hat gezeigt, dass nicht mehr so wie früher die großen Geländewagen im Mittelpunkt stehen, sondern eher kompakte SUVs und dass die Autos immer mehr zu rollenden Infotainment-Karossen werden. Im Mittelpunkt des Interesses steht außerdem derzeit die zunehmende Vernetzung der Autos, die immer weiter „zur mobilen Kommunikationsplattform“ umgebaut werden. Es wird immer mehr Engagement in die Cockpit-Gestaltung gelegt.

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65. IAA in Frankfurt am Main – Kein Fest der Elektromobilität

Der e-Golf, der e-up! (r.) und der eco up! (l.) auf dem VW-Messestand
Der e-Golf, der e-up! (r.) und der eco up! (l.) auf dem VW-Messestand

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 2013 sollte das Thema Elektromobilität wieder neu aufgegriffen werden – aber das war dann doch zuviel versprochen. Auf rund 230.000 Quadratmetern zeigten die insgesamt 1.098 Aussteller den etwa 1 Mio. Besuchern zwar zahlreiche automobile Neuheiten, aber um das Thema E-Mobility ging es dabei nur am Rande. Lediglich BMW und Volkswagen präsentierten neue, kommerziell erhältliche Elektroflitzer.

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IAA 2011: Daimler macht Brennstoffzellen wieder Hoffnung

Den mit Abstand größten Auftritt in Sachen E-Mobilität hatte der Autokonzern Daimler auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) 2011 in Frankfurt am Main. Mit dem F 125 zog Firmen-Chef Zetsche eine spektakuläre Show ab, die ihresgleichen sucht. Natürlich war dieses Spektakel auch als Ablenkungsmanöver initiiert worden, natürlich ging es dabei vorrangig um Marketingzwecke, damit im Hintergrund ungestört noch größere Geländewagen und noch teurere Premiumfahrzeuge verkauft werden können. Und natürlich werden viele der dort präsentierten Komponenten erst in 20 Jahren marktreif sein. Aber darauf kommt es mir hier jetzt gar nicht so sehr an. Viel wichtiger erscheint mir das lautstarke Bekenntnis zu Gunsten der Brennstoffzellentechnik.

Dieses Bekenntnis muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass Daimler schon einmal mit verfrühten Ankündigungen sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. Es kann deshalb vorausgesetzt werden, dass diese Show-Veranstaltung gut überlegt war. Der Stuttgarter Konzern beugt sich hier weit in Richtung Brennstoffzelle aus dem Fenster, obwohl derzeit fast alle Mitbewerber voll auf Batteriefahrzeuge setzen. Das ist ein deutliches Statement sowohl an die Politik als auch den Wettbewerb, dass Daimler diese Technik wirklich will, dass die Weltumrundung mit den drei brennstoffzellenbetriebenen B-Klasse-Modellen nicht nur ein Werbegag war, dass tatsächlich am Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur gearbeitet wird.

Und dennoch bleibt die Ungewissheit, ob bis 2014/2015 nicht vielleicht doch noch eine andere Technologie dazwischenfunken könnte und ob Zetsche lang genug im Amt bleiben wird, um diese neuerlichen Versprechen auch wirklich in die Tat umsetzen zu können.

Tatsache ist, dass das Thema „Elektromobilität“ für über zwei Jahre ein heißes Thema war, länger als viele Beobachter erwartet hatten. Mittlerweile tauchen aber Anzeichen auf, dass die erste Aufregung um Elektrofahrzeuge eventuell Erwartungen geweckt haben könnte, die gar nicht realisierbar sind. So hatte Ende August 2011 der chinesische Ministerpräsident Wen in der Parteizeitung zu Protokoll gegeben, es sei nicht sicher, „ob diese Fahrzeuge sich letztlich durchsetzen“ würden, auch wenn „die Entwicklung von Elektroautos gerade erst begonnen hat.“ Zudem wurde bekannt, dass der chinesische Autobauer Build Your Dreams (BYD) bereits mehrfach die Markteinführung von E-Autos verschoben hat. Eine Studie (European Automotive Survey 2011) der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young gibt sogar an, dass die europäischen Automanager durchschnittlich erst 2022 mit dem Durchbruch der Elektromobilität rechnen, also zwei Jahre später als das von der Bundesregierung angepeilte Jahr 2020.

Kommt jetzt also für die Batteriefahrzeuge das Tal der Tränen, in dem die Elektromobilität von der Realität eingeholt wird, ähnlich wie es vor Jahren bei den Brennstoffzellenautos war?

Opel blickt elektrisch in die Zukunft

Eines der ersten zumindest teilweise elektrisch betriebenen Fahrzeuge aus Deutschland ist der Opel Ampera, der noch in diesem Herbst erhältlich sein soll. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sagte gegenüber der Berliner Zeitung über den Ampera: „Wir sind die Einzigen, die E-Mobilität nicht nur ankündigen, sondern auch in Serienreife ab sofort auf die Straße bringen.“ 10.000 bis 12.000 Exemplare will Opel von diesem Modell im nächsten Jahr verkaufen. 6.000 Bestellungen liegen bereits vor. Der Listenpreis beträgt 42.900 Euro, allerdings werden die ersten Modelle bis Ende des Jahres nur als Luxus-Version ausgeliefert. Die ePionier Edition mit Lederausstattung und Navigation-Audio-Paket kostet 48.200 Euro.

Der für vier Personen konzipierte Fünftürer mit Reichweitenverlängerung verfügt über einen 4-Zylinder-Verbrennungsmotor sowie einen 111 kW starken Elektromotor. Versorgt wird der E-Motor über eine 16 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie, die die Limousine über 40 bis 80 km rein elektrisch antreiben kann. Im Benzinbetrieb treibt der Verbrennungsmotor einen Generator an, der wiederum Strom für den E-Motor liefert, so dass insgesamt rund 500 km zurückgelegt werden können. Nach Herstellerangaben kommt das Hybridfahrzeug so auf einen Durchschnittsverbrauch gemäß ECE-Regelung R 101 von 1,6 l Benzin auf 100 km bei etwa 40 g CO2 pro km. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h liegt dank der 370 Nm des Elektroantriebs bei 9 Sekunden.

Etliche Preise hat der Ampera auch bereits abgeräumt. Im September erhielt er den ÖkoGlobe 2011 in der Kategorie Nachhaltige Fahrzeugkonzepte. Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer erklärte bei der Übergabe des Umweltpreises in Karlsruhe: „Drei Argumente sprachen letztendlich für den Ampera: die zügige Vermarktung, der vernünftige Preis und nicht zuletzt die Beseitigung der Reichweitenangst.“

Als eine der Ersten nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres IAA-Rundgangs Platz in dem Elektrofahrzeug. Sie zeigte sich jedoch auch an dem Experimentalfahrzeug RAK e, das auf der IAA Weltpremiere feierte, interessiert. Bei diesem batterieelektrischen Zweisitzer handelt es sich um eine Zukunftsstudie, die insbesondere jungen Leuten zeigen soll, wie Mobilität in Zukunft aussehen könnte. Theoretisch, so errechneten Opel-Ingenieure, ist mit diesem Elektro-Stadtauto in Leichtbauweise eine Fahrt über 100 km für nur 1 Euro zu haben.

Zukunftsängste scheint Opel derzeit nicht mehr haben zu müssen. Bereits im Vorfeld der IAA hatte der Mutterkonzern General Motors eine Garantie für seine deutsche Tochter abgegeben. GM-Vizepräsident Robert Ferguson erklärte in der Konzernzentrale Detroit, der Rüsselsheimer Autobauer werde „auf jeden Fall auch in zehn oder 15 Jahren noch zu dem Konzern gehören.“ Insbesondere die Entwicklungsarbeit im Bereich der Elektromobilität, die Opel in Deutschland leistet, ist für GM von Bedeutung. Ferguson sagte dazu: „Wenn Sie im Umkreis von 50 Kilometern fahren, brauchen sie nicht einen Teelöffel Benzin. Das ist die Zukunft und Opel ist mit dabei. […] Die deutschen Standorte sind ein herausragender Bestandteil unseres Konzerns und Zentren für Design und Forschung.“