Die Politik fährt ab auf Wasserstoff

Über AFID, EEG, IPCEI, RED II und den Green Deal

Abb. 1: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nannte den Start von IPCEI Wasserstoff einen „großen Erfolg“.
Altmaier, © BMWi/Andreas Mertens

Alle schauen momentan auf die Politik. Die Bundesregierung soll es richten – nicht nur die Corona-Krise, sondern auch die Klima- sowie die Energiekrise und auch die Krise der Automobilindustrie. So folgt ein Gipfel auf den anderen. Viel ist dieser Tage von der Kanzlerin, von den MinisterpräsidentInnen und auch von UnternehmensvertreterInnen sowie LobbyistInnen zu hören, vergleichsweise wenig hingegen vom Parlament, wo eigentlich die Politik gemacht wird. Aber welche politischen Themen beziehungsweise Gipfeltreffen sind momentan für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik auch wirklich relevant?

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Das Gefühl, ein Pionier zu sein

BZ-Auto fahren ist komfortabel – und immer noch aufregend

Laden eines BZ-Fahrzeuges
Laden eines Hyundai Nexo

Insgesamt 10.000 Exemplare seines Nexo hat Hyundai bislang auf die Straße gebracht. Seit dem Marktstart im März 2018 lieferten die Südkoreaner mehr Brennstoffzellenautos als jeder andere Anbieter aus – allein im Juli 2020 waren es im Heimatmarkt 700, weitere 89 in anderen Ländern. Eines dieser Fahrzeuge durfte die HZwei-Redaktion in diesem Sommer Probe fahren, und so viel kann vorab schon verraten werden: Wäre er nicht so teuer und wäre eine H2-Tankstelle in der Nähe, wäre dieses Auto erste Wahl.

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Hat H2 Mobility alles im Griff?

H2Mobility
© H2 Mobility

Während der Ausbau der H2-Infrastruktur allmählich voranschreitet, ergeben sich neben technischen und logistischen Herausforderungen auch konzeptionelle Fragen. So wurde während der Hannover Messe über die „Zuständigkeiten“ diskutiert. Wer „organisiert“ in Deutschland die Standortvergabe und auch die Vergabe der Finanzmittel? Und wer ist für welche Stationen zuständig?

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Die Post braucht Brennstoffzellen

Gerdes
Jürgen Gerdes, © Deutsche Post

Mit batteriebetriebenen Autos hat StreetScooter bereits bewiesen, dass diese alltagstauglich und auch wirtschaftlich sind. Nun bereitet das Aachener Unternehmen den nächsten Schritt vor und plant, mit Brennstoffzellen die Reichweite seiner Elektroautos zu erhöhen. Dafür wurde an der Hochschule Aachen ein Modell entwickelt, das eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern gewährleisten soll.

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H2 Mobility: Zweiter Standortaufruf

Die erste Ausschreibung, Anfang dieses Jahres, hatte Halle an der Saale gewonnen. Am 19. Juli 2017 kündigte H2 Mobility an, dass es eine zweite Chance geben wird, und so folgte am 3. August ein neuer Aufruf, auf den hin sich Initiativen, Vereine, Gemeinden oder Unternehmen bis zum 8. September darum bewerben konnten, dass bei ihnen eine Wasserstofftankstelle errichtet wird. Bei der Ausschreibung gewinnen die Standorte, die am meisten H2-Autos (mind. 15) auf die Straße bringen.

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Wechsel von CEP zu H2 Mobility

H2-liveDie bislang noch recht geringe Anzahl an Wasserstofftankstellen in Deutschland gilt derzeit als erheblicher Hemmschuh bei der Etablierung einer H2-Mobilität. Bis Ende 2016 kümmerte sich im Wesentlichen die Clean Energy Partnership (CEP) um den Aufbau einer H2-Infrastruktur. Seit diesem Jahr ist offiziell die H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG mit dieser Aufgabe betraut, und sie legt auch sogleich viel Engagement an den Tag.

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H2 MOBILITY mit neuer Führung

Iwan
Nikolas Iwan

Seit dem 1. Mai 2016 verfügt die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG mit Nikolas Iwan über einen neuen Geschäftsführer. Iwan hatte zuvor acht Jahre lang bei Shell in verschiedenen Managementpositionen gearbeitet. Sein Vorgänger Frank Sreball, der seit 2005 selbständig im Bereich Management- und Interimsmanagement aktiv ist, hatte H2 MOBILITY zunächst allein aufgebaut, wobei zunächst nicht aktiv kommuniziert worden war, dass der Physik-Ingenieur als Interimslösung fungierte.

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H2 Mobility spät gestartet

H2-Mobility-TankstellenDie H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG hat am 13. Oktober 2015 offiziell ihre Tätigkeit aufgenommen. Nachdem das aus sechs Industriepartnern bestehende Gemeinschaftsunternehmen bereits zum Januar 2015 gegründet worden war (s. HZwei-Heft Jul. 2015), erfolgte im vergangenen Herbst der gemeinschaftliche Startschuss mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und allen Firmenrepräsentanten. Geschäftsführer Frank Sreball hatte somit ein dreiviertel Jahr Zeit, sich zunächst in die Materie einzuarbeiten, so dass die H2 Mobility jetzt nach eigenen Worten „mit Hochdruck die erste Phase des gemeinsamen Aktionsplanes vorbereiten“ kann.

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Mehr Engagement und mehr Motivation erforderlich

Norbert-Barthle-Callux
Norbert Barthle beim Callux-Abschluss

Ich möchte Ihnen kurz exemplarisch einige Zahlen präsentieren: Im Callux-Programm wurden innerhalb von acht Jahren 474 Brennstoffzellen-Heizgeräte installiert; ursprünglich anvisiert waren 800. Japan verfügt derzeit über 140.000 BZ-Heizgeräte. Im Rahmen des 50-Tankstellen-Programms sollten 50 H2-Stationen bis Ende 2015 installiert werden. Es waren aber nur 19. Bis Mitte 2016 sollen noch 23 hinzukommen. In Japan sind mittlerweile 80 in Betrieb.

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H2-Mobility Joint-Venture gegründet

Aus der im September 2009 gegründeten H2Mobility-Initiative ist – wie angekündigt – ein Joint Venture hervorgegangen. Ende 2014 unternahmen die Partner Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total die letzten Schritte, um die H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG zu gründen. Seit Januar 2015 ist die neue Gesellschaft mit Sitz in Berlin in der Aufbauphase. Geschäftsführer ist Frank Sreball. Sein Ziel ist bis Ende 2023 rund 400 H2-Tankstellen in Deutschland zu errichten und diese zu betreiben.

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