Nikola Motors – GM beteiligt sich nicht

Die Bombe platzte am 30. November 2020: General Motors wird sich nicht an Nikola beteiligen. Aber gemäß der neuen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) will GM dennoch in der Batterie- und Brennstoffzellentechnik mit Nikola zusammenarbeiten. Der Badger wird nun nicht wie geplant bei GM vom Band laufen. Die ursprünglich angedachte Beteiligung an Nikola in Höhe von wertmäßig 2 Mrd. US-$ (dieser Betrag galt als Bewertungsbasis der Zusammenarbeit) ist damit auch hinfällig. Der Aktienkurs ging daraufhin in den Sinkflug.

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Nikola Motors – Krise als produktiver Zustand

Für Nikola Motors war 2020 ein Jahr des Höhenfluges und der enttäuschten Erwartungen. Da setzte ein den Shortsellern nahestehender Informationsdienst das Unternehmen arg mit Betrugsvorwürfen unter Druck, wodurch der Wunschpartner für die Produktion des SUV Badger, General Motors, aussteigt und ein Großauftrag über 2.500 batteriegetriebene Müllwagen storniert wird. Der Gründer des Unternehmens verlässt das Unternehmen mit der Begründung, dass er dadurch Schaden vom Unternehmen abhalten wolle, aber letztendlich wirkt es so, als wenn den Shortsellern Recht gegeben wird. Last but not least senkt der strategische Partner Bosch dann auch noch seine Beteiligung auf unter 5 %, indem 4 Mio. Aktien an der Börse abgestoßen werden – just in dem Moment, als GM seine Absage bekannt gibt.

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Nikola Motors – Spekulationen um General Motors

Bei Nikola Motors ist die Spekulation neu entbrannt, inwieweit sich General Motors weiter engagiert. Bislang hatte es Unsicherheiten gegeben, da der eventuell von Shortsellern initiierte Bericht über falsche Darstellungen der Nikola-Situation (IP, Technologie u.v.a.) auch Einfluss auf die Kooperation Nikola und GM hat. GM soll ja für Nikola den SUV Badger produzieren. Zudem hält der Autobauer auch Anteile an Nikola. Anfang Dezember wird damit gerechnet, dass es eine Einigung mit GM geben soll. In meiner Interpretation kann dies heißen, dass GM unter Umständen einen höheren Einfluss auf Nikola haben möchte, was sich zum Beispiel in einem höheren Unternehmensanteil (aktuell: elf Prozent) ausdrücken kann.

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Nikola – Shortseller bringt das Unternehmen unter Druck

Hindenburg Research hat eine Reihe von Vorwürfen in seinem Informationsdienst gegen Nikola und seinen Gründer Trevor Milton vorgebracht. Dieser Dienst gehört einem bekannten Shortseller, der auf fallende Kurse setzt und auch schon bei Bloom Energy für Kursturbulenzen sorgte. Allein der Name „Hindenburg“ lässt die Vermutung zu, dass man Wasserstoff gerne negativ besetzt haben will. Indes sind solche Shortseller und ihre Postillen bei ihren Recherchen nicht schlecht, auch wenn sie in manchen Argumentationsketten und Vorwürfen übertreiben.

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Ballard: Jahr des „richtigen“ und „nachhaltigen“ Wachstums

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FCvelocity-HD-7-Modul, © Ballard

Ballard Power geht verstärkt den China-Weg, was sich in diversen Übereinkünften mit chinesischen Unternehmen aus den Bereichen der Busproduktion und der Entwicklung wasserstoffbetriebener Schienenfahrzeuge ausdrückt. Der kanadische BZ-Hersteller achtet dabei nach eigener Aussage sehr genau darauf, nur mit nachweislich seriösen Partnern

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Runter mit den Kosten – Interview mit Charles Freese von General Motors

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Charles E. Freese (Quelle: General Motors)

Bei General Motors geht es auf und ab: Im Oktober 2012 wurden die Brennstoffzellenaktivitäten aus Deutschland abgezogen und in Michigan, USA, mit denen aus New York zusammengeführt. Parallel dazu bemüht sich GM, seinen Chevrolet Volt, ein Elektroauto mit Benzin-Reichweitenverlängerung, an die Kunden zu bringen, allerdings konnten davon innerhalb der letzten sechs Monate gerade mal 10.000 Stück verkauft werden. Steve Girsky, der stellvertretende GM-Vorsitzende, sagte daher, es sei offen, welche Technik sich am Ende durchsetzen werde. Um einen Einblick in die BZ-Aktivitäten von General Motors zu bekommen, sprach Peter Hoffmann, Herausgeber des in den USA erscheinenden Hydrogen & Fuel Cell Letters, mit Charles E. Freese,

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Brennstoffzellen-Insignia nicht vor 2016

Wie wird wohl der Nachfolger des HydroGen4 aussehen? Wird nach dem Chevrolet Equinox der Insignia als Basisfahrzeug herhalten? Fest steht bisher nur soviel: Der Markteintritt dieses Nachfolgers wird erst 2016 erfolgen. Dies erklärte Volker Hoff gestern gegenüber der HZwei-Redaktion beim KONGRESS Forum Elektromobilität in Berlin. Als Begründung für die neuerliche Verzögerung gab er die zwei Standardantworten: Die hohen Kosten insbesondere für Platin sowie die immer noch mangelhafte Infrastruktur. Auch von der Konzernleitung wurde diese Jahreszahl als derzeit anvisierter Termin bestätigt, während Mitbewerber aktuell noch am Jahr 2015 festhalten.

Über die Arbeiten am neuen Insignia hatte Opel-Entwicklungschef Rita Forst bereits Ende 2011 gegenüber dem Magazin auto motor und sport erklärt: „Dabei berücksichtigen wir von Beginn an die Brennstoffzelle.“ Dr. Stefan Berger, Verantwortlicher für Brennstoffzellenfahrzeuge bei Opel, teilte HZwei auf Nachfrage allerdings mit: „Man hat sich noch nicht festgelegt, in welchem Modell das Brennstoffzellensystem eingesetzt werden wird.“ Bei der weiteren Entwicklungsarbeit am BZ-System könnte der Mutterkonzern General Motors mit Geld aus München unterstützt werden. BMW denkt seit Ende 2011 über eine Beteiligung an den Forschungskosten nach, um im Gegenzug Zugriff auf die GM-Brennstoffzellentechnologie zu erhalten. Würden infolge dieser Kooperation BZ-Fahrzeuge beider Anbieter mit der gleichen Systemen ausgestattet, könnten darüber die Produktionskosten gesenkt werden.

Revenge of the Electric Car kommt in die Kinos

Einige warten sicherlich schon darauf, jetzt gibt es endlich Hoffnung: Der Nachfolger des Films “Who killed the electric car?” kommt in Kürze in die Kinos. Seine Premiere wird Revenge of the Electric Car am „Earth Day“, dem 22. April 2011 in New York beim Tribeca Film Festival feiern. Wann und ob er jedoch nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

In diesem Streifen hat Regisseur Chris Paine seine Film-Crew mitgenommen zu Nissan, GM und Tesla Motors, um die Geschichte über die weltweite Auferstehung der Elektrofahrzeuge zu zeigen. Der Vorläufer (Who killed the electric car? s. www.hydrogeit-verlag.de/cd-rom.htm) erschien 2006 und skizzierte, warum damals die Entwicklung an Elektrofahrzeugen quasi von heut auf morgen wieder eingestellt wurde.