Photovoltaikfirmen entdecken Wasserstoff

MVPS 40 mit zwei Elektrolyseur-Konvertern (EC-UP), © SMA Sunbelt Energy GmbH
MVPS 40 mit zwei Konvertern, © SMA Sunbelt Energy GmbH

Damit ein Elektrolyseur mit Strom aus dem Netz arbeiten kann, braucht er einen Gleichrichter. Gleichrichter funktionieren im Grunde wie ein Photovoltaik-Wechselrichter – nur eben umgekehrt. Etliche Firmen aus der Solarbranche sind mittlerweile in diesem Geschäftsfeld aktiv. Positiver Nebeneffekt: Ihre Technologie ist von Hause aus netzfreundlich.

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NH3 kann eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zukommen

Vikin Energy - Ammoniumbetriebenes Schiff -, © Eidesvik
Vikin Energy, © Eidesvik

Die Herstellung von Ammoniak für die Düngemittelindustrie ist laut der International Energy Agency (IEA) das zweitwichtigste Einsatzgebiet für Wasserstoff. Projekte für die Erzeugung von grünem Ammoniak haben wir daher bereits im HZwei-Heft Juli 2021 vorgestellt. Aber wie sieht es auf der Anwenderseite aus? Als Energieträger spielte Ammoniak bisher kaum eine Rolle, dabei könnte es ein wichtiger solcher werden, vor allem für die Schifffahrt. Gegenüber anderen Medien verfügt die NH3-Verbindung über etliche Vorteile. Gleichzeitig gibt es aber noch viele technische und logistische Herausforderungen, mit denen sich unter anderem die Forschungsprojekte ShipFC und Campfire befassen.

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Neuartiges Molekül speichert Energie aus Licht

Abbildung eines Photoreakter, wo Lichtenergie in einem neu entwickelten Molekül gespeichert wurde, © Heiko Grandel
Lichtenergie in einem neu entwickelten Molekül gespeichert, © Heiko Grandel

Anstatt per Elektrolyse lässt sich Wasserstoff auch photochemisch erzeugen. Ein Forschungsteam der Universität Ulm hat ein Molekül entwickelt, das die Energie aus dem Licht zunächst speichert, indem es von einem anderen Molekül freigesetzte Elektronen festhält. Den Wasserstoff kann man dann damit zu einem späteren Zeitpunkt nach Bedarf herstellen.

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Rezension: Fünfte Auflage des H2-Buches

Cover "Wasserstoff und Brennstoffzellen - Die Technik von gestern, heute und morgen"

Innerhalb von gerade einmal neun Monaten war die vierte Auflage des Buchs „Wasserstoff und Brennstoffzellen – Die Technik von gestern, heute und morgen“ vergriffen. Aufgrund dieser großen Nachfrage haben sich Eva Augsten und Sven Geitmann frühzeitig an die Arbeit gemacht und sind nun dabei, das bestehende Manuskript nochmals zu überarbeiten und zu aktualisieren. Die erweiterte fünfte Auflage befindet sich bereits in der finalen Phase und wird voraussichtlich im Mai 2022 erhältlich sein.

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H2-Produktion an der französischen Atlantikküste

Versuchsanlage: Schwimmendes Windrad und Forschungsplattform, © Lhyfe
© Lhyfe

Das auf die Produktion von grünem Wasserstoff spezialisierte Unternehmen Lhyfe will im großen Stil den nachhaltigen Rohstoff auf dem Meer erzeugen. Denn dort gebe es das größte Potenzial, so die Franzosen. Noch vorhandene Leitungen und Plattformen ehemaliger Öl- und Gasfelder könnten dabei helfen. Im Spätsommer 2022 soll eine Testanlage vor der französischen Atlantikküste ihren Betrieb aufnehmen.

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Neue Bremer H2-Messe findet Anklang

HTE-Europe-2022-logo

Erstmals hat mit der Hydrogen Technology Conference & Expo eine H2– und BZ-Messe inklusive Kongress in Bremen stattgefunden. Rund 130 Aussteller nutzten am 20. und 21. Oktober 2021 die Gelegenheit, nach der langen Corona-Pause endlich wieder mit Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu kommen. Dennoch war die Anzahl der teilnehmenden Institutionen etwas zu klein, um eine Messehalle zu füllen. Zudem fehlten Standnummern, ein Hallenplan war nur in der App zu finden, und die Stände waren meist klein und eher spärlich mit Ausstellungsobjekten bestückt, so dass die Messe improvisiert wirkte. Man wolle zunächst „mal schauen“, was die neue Messe so bringe, war an vielen Ständen zu hören.

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Wasserstoff-Hub statt Kohlekraftwerk

Hamburg soll zur H2-Hochburg werden

Hamburg Green Hydrogen Hub, © Wärme Hamburg
© Wärme Hamburg

Am Standort des zu Jahresbeginn in Hamburg stillgelegten Kohlekraftwerks Moorburg soll ein Wasserstoff-Hub entstehen. Die Infrastruktur ist dafür ideal. Würde man einen Wunschstandort für einen Wasserstoff-Hub beschreiben, könnte man sich von Moorburg geradezu inspirieren lassen. Ende 2020 ging das dortige Kohlekraftwerk vom Netz. Jetzt stehen hier alle Infrastrukturen zur Verfügung, die man sich für ein großes Wasserstoffprojekt wünschen kann: Moorburg ist an das 380-kV-Übertragungsnetz und an das 110-kV-Netz der Stadt Hamburg angebunden. Überseeschiffe können den Standort direkt anlaufen und die Kai- sowie die Hafenanlage als Importterminal nutzen. Im Industriegebiet in der Umgebung gibt es reichlich Abnehmer, die bereits Interesse an Wasserstoff bekundet haben. Sogar für die Abwärme gibt es Verwendung im Fernwärmenetz. Damit ist die Hansestadt auf dem besten Wege, ein bedeutender Dreh- und Angelpunkt für Wasserstoff in Europa zu werden.

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Brennstoffzellen – Zurück in die Nische?

AugstenDie Leitmesse der Heizungs- und Sanitärbranche, die ISH in Frankfurt, zeigte vom 14. bis 18. März, was beim Heizen von heute angesagt ist. Die Brennstoffzelle steht dabei nicht gerade im Mittelpunkt. Lediglich einer der großen Heizungsbauer sorgte mit einer Neuigkeit in Sachen Brennstoffzelle für einen Knalleffekt: Vaillant steigt aus (s. Vaillant legt Brennstoffzelle still).

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