Dezentrale H2-Anlagen können wirtschaftlich betrieben werden

Elogen-E100, © Elogen
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Bislang hatte Deutschland ein weitestgehend zentralisiertes Energieversorgungssystem: Große Kraftwerke erzeugten Strom und Wärme, die dann mittels einer weitverzweigten Infrastruktur bundesweit verteilt wurden. Mit dem Aufkommen der erneuerbaren Energien vor zwei Jahrzehnten verbreitete sich zusehends die Idee einer Dezentralisierung: Indem lokale Solar- und Windkraftanlagen beziehungsweise Biogasanlagen vor Ort Strom beziehungsweise Wärme erzeugen, können diese Energien ohne verlustreiche Transporte regional genutzt werden. Dieser Grundgedanke wird jetzt auch bei der Wasserstofferzeugung per Elektrolyse verfolgt. Ob solch ein Ansatz sinnvoll sein könnte, hat das Reiner Lemoine Institut in seiner neusten Studie „Netzdienliche Wasserstofferzeugung“ untersucht. Die Ergebnisse wurden am 10. März 2022 in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt.

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Autarke Kleinanlagen auf dem Vormarsch

Prototyp Miniwindkraftanlage, © Fraunhofer IAP
Prototyp Miniwindkraftanlage, © Fraunhofer IAP

Bislang ist das Energieversorgungssystem in Deutschland und Europa zentralistisch aufgebaut. Große Kraftwerke erzeugen Strom und Wärme, die dann über Strom- oder Fernwärmeleitungen verteilt werden. Mit dem Aufschwung der Solar- und Windenergieerzeugung vor rund zwanzig Jahren verbanden etliche Akteure die Hoffnung auf eine Dezentralisierung, die aber in vielen Belangen enttäuscht wurde. Dezentral angesiedelte Erzeugungssysteme sind zwar mehr geworden, aber einen grundlegenden Wandel hat es noch nicht gegeben.

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