Direkter Weg zu grünem Wasserstoff

Interview mit Christiane Averbeck von der Klima-Allianz Deutschland

Christiane Averbeck, © Klima-Allianz
© Klima-Allianz

Die Diskussion über die Marschrichtung Deutschlands beim Thema Wasserstoff ist in vollem Gange. Verschiedene Mitglieder der Bundesregierung betonen zwar immer wieder, dass vorrangig grüner Wasserstoff mit öffentlichen Geldern gefördert werden soll, aber es gibt auch Stimmen, die blauem und türkisfarbenem Wasserstoff zentrale Aufgaben zubilligen wollen – auch im Nationalen Wasserstoffrat. Demgegenüber gaben jetzt die Umweltverbände BUND und Klima-Allianz gemeinsam ein Votum ab, in dem sie den Einsatz von fossilem Wasserstoff und von Erdgas ablehnen. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz, erläuterte im Interview ihre Kritikpunkte an dem Plan, der in diesem Frühjahr im NWR diskutiert wurde. Die Klima-Allianz Deutschland ist ein Bündnis aus rund 140 Organisationen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft. Averbeck ist seit Juni 2020 Mitglied des Nationalen Wasserstoffrates.

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Interview mit dem Windkraftpionier Reinhard Christiansen

Reinhard-Christiansen
Reinhard Christiansen

Reinhard Christiansen, wohnhaft direkt an der dänischen Grenze in der kleinen Gemeinde Ellhöft, kennt sich mit grünem Strom bestens aus: Der gelernte Landwirtschaftsmeister und Versicherungsfachmann hat bereits Ende der 1980er Jahre wesentlich zum Durchbruch der Windkraft in Deutschland beigetragen. 1995 startete er gemeinsam mit den Bürgern aus seinem 113-Seelen-Dorf mit der Projektierung eines ersten Windparks.

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Das Auf und Ab des Blauen Turms in Herten

Lockheed Martin Concord Blue
Der alte Blaue Turm ist fast entkernt. (Foto: Blue Tower)

Nachdem es lange Zeit viele Unsicherheiten und Mutmaßungen über die Zukunft des Blauen Turms gab, hat am 19. November 2014 Lockheed Martin bekanntgegeben, dass das Unternehmen aus Baltimore, USA, gemeinsam mit der Concord Blue GmbH eine neue Anlage zur Erzeugung von Synthesegas aus Biomasse in Herten bauen wird. Hierbei soll ein patentiertes Dampf-Thermolyse-Verfahren zur Anwendung kommen. Anders als ursprünglich geplant, soll diese Anlage jedoch „nur“ 5 MW leisten, nicht 13 MW. Es folgt eine komprimierte Übersicht über das bisherige Geschehen:

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