Nikola Motors – Krise als produktiver Zustand

Für Nikola Motors war 2020 ein Jahr des Höhenfluges und der enttäuschten Erwartungen. Da setzte ein den Shortsellern nahestehender Informationsdienst das Unternehmen arg mit Betrugsvorwürfen unter Druck, wodurch der Wunschpartner für die Produktion des SUV Badger, General Motors, aussteigt und ein Großauftrag über 2.500 batteriegetriebene Müllwagen storniert wird. Der Gründer des Unternehmens verlässt das Unternehmen mit der Begründung, dass er dadurch Schaden vom Unternehmen abhalten wolle, aber letztendlich wirkt es so, als wenn den Shortsellern Recht gegeben wird. Last but not least senkt der strategische Partner Bosch dann auch noch seine Beteiligung auf unter 5 %, indem 4 Mio. Aktien an der Börse abgestoßen werden – just in dem Moment, als GM seine Absage bekannt gibt.

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Nikola – Shortseller bringt das Unternehmen unter Druck

Hindenburg Research hat eine Reihe von Vorwürfen in seinem Informationsdienst gegen Nikola und seinen Gründer Trevor Milton vorgebracht. Dieser Dienst gehört einem bekannten Shortseller, der auf fallende Kurse setzt und auch schon bei Bloom Energy für Kursturbulenzen sorgte. Allein der Name „Hindenburg“ lässt die Vermutung zu, dass man Wasserstoff gerne negativ besetzt haben will. Indes sind solche Shortseller und ihre Postillen bei ihren Recherchen nicht schlecht, auch wenn sie in manchen Argumentationsketten und Vorwürfen übertreiben.

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Akkus für Pkw – Brennstoffzellen für Lkw

Inspiriert wurden die Designer des HDC-6-NEPTUNE-Concepts von der Streamliner-Eisenbahn (1936 bis 1959)
© Hyundai Motor

Vor zwei Jahren war das Interesse deutscher Lkw-Hersteller und Spediteure an Brennstoffzellen noch äußerst gering. Das ist heute anders. Fast alle Logistikunternehmen beschäftigen sich mittlerweile in irgendeiner Form mit der Frage, mit welchem Kraftstoff ihre Fahrzeuge in Zukunft angetrieben werden sollen.

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Bosch baut Brennstoffzellen

Powercell Sweden und Bosch bauen gemeinsam eine Brennstoffzelle für mobile Anwendungen.
PowerCell Sweden und Bosch bauen gemeinsam eine Brennstoffzelle für mobile Anwendungen, © Bosch.

Bosch hat sich Ende April 2019 laut und deutlich zur Brennstoffzelle bekannt, indem der Konzern bekanntgab, zukünftig gemeinsam mit PowerCell Sweden AB BZ-Stacks für mobile Anwendungen produzieren zu wollen. Laut Pressemeldung will die Robert Bosch GmbH damit „den Durchbruch der Technik für Lkw und Pkw vorbereiten“.

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EU nimmt PACE auf

SOLIDpower
© SOLIDpower

Auf europäischer Ebene ist beschlossen worden, dass die Förderung im Bereich der Brennstoffzellenheizgeräte weitergeführt wird. Wie das Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) bekanntgab, startete am 1. Juni 2016 das Projekt PACE (Pathway to a Competitive European FC mCHP market), für das insgesamt 34 Mio. Euro an Fördergeldern bereitgestellt werden. Auf diese Weise sollen bis Februar 2021 über 2.650 Mikro-KWK-Geräte bei echten Kunden ins Feld gebracht werden, um so den Markthochlauf zu unterstützen.

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DLR präsentiert Hy4 auf der WES

Bosch-WES
Prüfende Blicke von Loogen, Hermann, Pauli, Kromer v. Baerle, Bütikofer (v. r.)

Als vom 12. bis 14. Oktober 2015 die World of Energy Solutions in Stuttgart stattfand, war der Abgasskandal um Volkswagen noch ganz frisch. Das sogenannte „Dieselgate“ beherrschte viele Gespräche und auch viele Vorträge. Franz Untersteller, der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, zeigte sich in seiner Eröffnungsrede zuversichtlich, dass der Skandal um manipulierte Abgastests

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Vernetzung von Strom, Wärme, Mobilität und Speichern

eneramic-web

eneramic-web
Modell des am IKTS konzipierten eneramic-Systems (Quelle: Fraunhofer IKTS)

Wie die Deutsche Messe AG im Januar 2015 verkündete, wird Energiespeicherung ein ganz zentrales Thema während der diesjährigen Hannover Messe sein. In Halle 27 wird sowohl auf dem Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries als auch auf der MobiliTec umfangreich über diese Thematik informiert. Nach Angaben der Messeleitung präsentieren insgesamt mehr als 300 Unternehmen vom 13. bis 17. April 2015 Technologien und Lösungen für Mobilitäts- und Speicherkonzepte.

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Neues Führungs-Duo bei Hubject

Die Hubject GmbH hat seit dem 5. Januar 2015 eine neue Geschäftsführung. Das Berliner Joint Venture, das sich insbesondere um den Aufbau eines paneuropäischen Marktplatzes für Elektromobilitäts-Dienstleistungen kümmert (s. HZwei-Heft Jan. 2015), wird seitdem von Thomas Daiber und Christian Hahn, die beide auch zuvor schon bei Hubject tätig waren, geleitet. Der bisherige Geschäftsführer Andreas Pfeiffer

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Optimismus beim bisher größten f-cell-Symposium

Die Stimmung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft war gut. So viele Teilnehmer wie noch nie zuvor waren vom 26. bis 27. September 2011 zur 11. f-cell gekommen. Entsprechend locker gaben sich die Veranstalter, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) und die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse. „Das war die beste f-cell, die wir je hatten“, freute sich Peter Sauber. Mit zu diesem Erfolg beigetragen haben dürfte die Anwesenheit des neuen Phileas-Busses, der auch den Shuttle-Service für die Gäste der Preisverleihung übernahm.

Es waren nochmals weitaus mehr Besucher als in dem bereits gut besuchten f-cell-Jubiläumsjahr 2010: Über 1.000 Branchenvertreter waren aus insgesamt 26 Ländern angereist. Auch bei der begleitenden Ausstellung waren mehr Institutionen als jemals zuvor vertreten (46). Diese Steigerungen bewirkten nicht nur ein regeres Treiben in den Gängen, sondern gleichzeitig auch eine wesentlich optimistischere Atmosphäre.

Was genau auf einmal zu dem verstärkten Interesse an der f-cell geführt haben könnte, lässt sich nur mutmaßen: War es das klare Bekenntnis von Daimler zu BZ-Fahrzeugen? War es die öffentliche Debatte über Kernenergie und potentielle Energiespeicher? War es die Erkenntnis in der Zulieferbranche, dass ein Weg aus der Krise über neue innovative Techniken führt? Oder war die Zeit jetzt einfach reif?

Vielleicht war es auch einfach die Referentenauswahl, immerhin wurde die Begrüßungsrede zum ersten Mal von einem Landesumweltminister der Grünen, Franz Untersteller, gehalten. Dieser nahm sich dann auch extra viel Zeit und ging ausführlich auf die Energiewende, die Atomkatastrophe von Fukushima, die Landespolitik und natürlich die Brennstoffzellentechnik ein. Er betonte dabei die Notwendigkeit, für den Fahrzeugantrieb „grünen“ Wasserstoff zu verwenden und erklärte: „Die Zukunft hat bereits begonnen.

Beim Ride&Drive-Angebot standen erstmals fünf verschiedene Pkw-Modelle (z.B. Honda FCX Clarity, Opel Ampera) sowie zwei Zweiräder zur Verfügung. Für Aufsehen sorgte HyCologne, das es möglich gemacht hatte, mit seinem 18 m langen Brennstoffzellen-Hybridbus nach Stuttgart zu kommen. Der Phileas hatte erst kurz zuvor seine viermonatige Testphase im Rhein-Erft-Kreis erfolgreich abgeschlossen (s. HZwei-Heft, Juli 2011), bevor er nun im Linienverkehr in Hürth und Brühl eingesetzt wird. Durch die erfolgreiche Fahrt vom Rhein in die baden-württembergische Hauptstadt kamen alle Gäste der f-cell award Preisverleihung in den Genuss einer kostenlosen, leisen und sauberen Probefahrt zu den Stuttgarter Wagenhallen. Boris Jermer und Karsten Krause von HyCologne zeigten sich dementsprechend erfreut über die gelungene Überraschung und berichteten voller Stolz über den niedrigen Verbrauch des Gelenkbusses. Allein die Stuttgarter Wasserstofftankstelle, die trotz des angekündigten Nachfüllstopps am Anreisetag nicht betriebsbereit war, sorgte zunächst für etwas Unruhe. Tags darauf war dann allerdings schon wieder alles voll funktionstüchtig. So konnte dann auch am 28. September die Technik-Tour zum Zentrum E-Mobilität, zu Nucellsys nach Kirchheim/Teck und zum Max-Planck-Institut erfolgreich mit dem Bus durchgeführt werden.

Bei der Verleihung der f-cell awards konnte sich wieder mal eine Abteilung des Hauptsponsors Daimler freuen. Minister Untersteller überreichte den ersten Platz an Dr. Thomas Poschmann, Dr. Steffen Doenitz und Adrian Wieser für die Entwicklung und Produktion des ersten unter Serienbedingungen hergestellten Brennstoffzellen-Pkw, die B-Klasse F-Cell, die erst kürzlich erfolgreich die Erde umrundet hatte. Der zweite Rang blieb ebenfalls in Baden-Württemberg: Die Robert Bosch GmbH erhielt die silberne Auszeichnung für die Entwicklung eines kompakten H2-Dosierventils für BZ-Fahrzeuge verschiedener Größenordnung und Leistungsklasse („Klein aber fein“). Den f-cell award in Bronze mussten sich dieses Mal zwei Unternehmen teil: Zuerst wurde SFC Energy für die neue Produktgeneration des portablen BZ-Systems efoy Comfort geehrt. Anschließend kam Lars Frahm von N2telligence nach vorn und erhielt seine Urkunde für die Entwicklung des Brandschutzsystems QuattroGeneration.