Bosch baut Brennstoffzellen

Powercell Sweden und Bosch bauen gemeinsam eine Brennstoffzelle für mobile Anwendungen.
PowerCell Sweden und Bosch bauen gemeinsam eine Brennstoffzelle für mobile Anwendungen, © Bosch.

Bosch hat sich Ende April 2019 laut und deutlich zur Brennstoffzelle bekannt, indem der Konzern bekanntgab, zukünftig gemeinsam mit PowerCell Sweden AB BZ-Stacks für mobile Anwendungen produzieren zu wollen. Laut Pressemeldung will die Robert Bosch GmbH damit „den Durchbruch der Technik für Lkw und Pkw vorbereiten“.

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EU nimmt PACE auf

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Auf europäischer Ebene ist beschlossen worden, dass die Förderung im Bereich der Brennstoffzellenheizgeräte weitergeführt wird. Wie das Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) bekanntgab, startete am 1. Juni 2016 das Projekt PACE (Pathway to a Competitive European FC mCHP market), für das insgesamt 34 Mio. Euro an Fördergeldern bereitgestellt werden. Auf diese Weise sollen bis Februar 2021 über 2.650 Mikro-KWK-Geräte bei echten Kunden ins Feld gebracht werden, um so den Markthochlauf zu unterstützen.

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DLR präsentiert Hy4 auf der WES

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Prüfende Blicke von Loogen, Hermann, Pauli, Kromer v. Baerle, Bütikofer (v. r.)

Als vom 12. bis 14. Oktober 2015 die World of Energy Solutions in Stuttgart stattfand, war der Abgasskandal um Volkswagen noch ganz frisch. Das sogenannte „Dieselgate“ beherrschte viele Gespräche und auch viele Vorträge. Franz Untersteller, der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, zeigte sich in seiner Eröffnungsrede zuversichtlich, dass der Skandal um manipulierte Abgastests

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Vernetzung von Strom, Wärme, Mobilität und Speichern

eneramic-web

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Modell des am IKTS konzipierten eneramic-Systems (Quelle: Fraunhofer IKTS)

Wie die Deutsche Messe AG im Januar 2015 verkündete, wird Energiespeicherung ein ganz zentrales Thema während der diesjährigen Hannover Messe sein. In Halle 27 wird sowohl auf dem Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries als auch auf der MobiliTec umfangreich über diese Thematik informiert. Nach Angaben der Messeleitung präsentieren insgesamt mehr als 300 Unternehmen vom 13. bis 17. April 2015 Technologien und Lösungen für Mobilitäts- und Speicherkonzepte.

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Neues Führungs-Duo bei Hubject

Die Hubject GmbH hat seit dem 5. Januar 2015 eine neue Geschäftsführung. Das Berliner Joint Venture, das sich insbesondere um den Aufbau eines paneuropäischen Marktplatzes für Elektromobilitäts-Dienstleistungen kümmert (s. HZwei-Heft Jan. 2015), wird seitdem von Thomas Daiber und Christian Hahn, die beide auch zuvor schon bei Hubject tätig waren, geleitet. Der bisherige Geschäftsführer Andreas Pfeiffer

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Optimismus beim bisher größten f-cell-Symposium

Die Stimmung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft war gut. So viele Teilnehmer wie noch nie zuvor waren vom 26. bis 27. September 2011 zur 11. f-cell gekommen. Entsprechend locker gaben sich die Veranstalter, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) und die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse. „Das war die beste f-cell, die wir je hatten“, freute sich Peter Sauber. Mit zu diesem Erfolg beigetragen haben dürfte die Anwesenheit des neuen Phileas-Busses, der auch den Shuttle-Service für die Gäste der Preisverleihung übernahm.

Es waren nochmals weitaus mehr Besucher als in dem bereits gut besuchten f-cell-Jubiläumsjahr 2010: Über 1.000 Branchenvertreter waren aus insgesamt 26 Ländern angereist. Auch bei der begleitenden Ausstellung waren mehr Institutionen als jemals zuvor vertreten (46). Diese Steigerungen bewirkten nicht nur ein regeres Treiben in den Gängen, sondern gleichzeitig auch eine wesentlich optimistischere Atmosphäre.

Was genau auf einmal zu dem verstärkten Interesse an der f-cell geführt haben könnte, lässt sich nur mutmaßen: War es das klare Bekenntnis von Daimler zu BZ-Fahrzeugen? War es die öffentliche Debatte über Kernenergie und potentielle Energiespeicher? War es die Erkenntnis in der Zulieferbranche, dass ein Weg aus der Krise über neue innovative Techniken führt? Oder war die Zeit jetzt einfach reif?

Vielleicht war es auch einfach die Referentenauswahl, immerhin wurde die Begrüßungsrede zum ersten Mal von einem Landesumweltminister der Grünen, Franz Untersteller, gehalten. Dieser nahm sich dann auch extra viel Zeit und ging ausführlich auf die Energiewende, die Atomkatastrophe von Fukushima, die Landespolitik und natürlich die Brennstoffzellentechnik ein. Er betonte dabei die Notwendigkeit, für den Fahrzeugantrieb „grünen“ Wasserstoff zu verwenden und erklärte: „Die Zukunft hat bereits begonnen.

Beim Ride&Drive-Angebot standen erstmals fünf verschiedene Pkw-Modelle (z.B. Honda FCX Clarity, Opel Ampera) sowie zwei Zweiräder zur Verfügung. Für Aufsehen sorgte HyCologne, das es möglich gemacht hatte, mit seinem 18 m langen Brennstoffzellen-Hybridbus nach Stuttgart zu kommen. Der Phileas hatte erst kurz zuvor seine viermonatige Testphase im Rhein-Erft-Kreis erfolgreich abgeschlossen (s. HZwei-Heft, Juli 2011), bevor er nun im Linienverkehr in Hürth und Brühl eingesetzt wird. Durch die erfolgreiche Fahrt vom Rhein in die baden-württembergische Hauptstadt kamen alle Gäste der f-cell award Preisverleihung in den Genuss einer kostenlosen, leisen und sauberen Probefahrt zu den Stuttgarter Wagenhallen. Boris Jermer und Karsten Krause von HyCologne zeigten sich dementsprechend erfreut über die gelungene Überraschung und berichteten voller Stolz über den niedrigen Verbrauch des Gelenkbusses. Allein die Stuttgarter Wasserstofftankstelle, die trotz des angekündigten Nachfüllstopps am Anreisetag nicht betriebsbereit war, sorgte zunächst für etwas Unruhe. Tags darauf war dann allerdings schon wieder alles voll funktionstüchtig. So konnte dann auch am 28. September die Technik-Tour zum Zentrum E-Mobilität, zu Nucellsys nach Kirchheim/Teck und zum Max-Planck-Institut erfolgreich mit dem Bus durchgeführt werden.

Bei der Verleihung der f-cell awards konnte sich wieder mal eine Abteilung des Hauptsponsors Daimler freuen. Minister Untersteller überreichte den ersten Platz an Dr. Thomas Poschmann, Dr. Steffen Doenitz und Adrian Wieser für die Entwicklung und Produktion des ersten unter Serienbedingungen hergestellten Brennstoffzellen-Pkw, die B-Klasse F-Cell, die erst kürzlich erfolgreich die Erde umrundet hatte. Der zweite Rang blieb ebenfalls in Baden-Württemberg: Die Robert Bosch GmbH erhielt die silberne Auszeichnung für die Entwicklung eines kompakten H2-Dosierventils für BZ-Fahrzeuge verschiedener Größenordnung und Leistungsklasse („Klein aber fein“). Den f-cell award in Bronze mussten sich dieses Mal zwei Unternehmen teil: Zuerst wurde SFC Energy für die neue Produktgeneration des portablen BZ-Systems efoy Comfort geehrt. Anschließend kam Lars Frahm von N2telligence nach vorn und erhielt seine Urkunde für die Entwicklung des Brandschutzsystems QuattroGeneration.

Irritation in der Energiebranche

Wir leben heute in einer äußerst verwirrenden Zeit: Der eine sagt hü, der andere hott, erst heißt es so, dann wieder anders. Dies gilt ganz speziell auch für die Energiebranche, wo wir dieser Tage regelmäßig mit neuen Meldungen konfrontiert werden, die alte, lange geltende Wahrheiten konterkarieren, was schon bei manchem Experten zu Verwirrungen geführt hat.

Hiermit ist zunächst natürlich die Abwende von der Energiewende gemeint, also die Wende der Bundesregierung, die in diesem Frühjahr beim Thema Energie auf die Wende vom Herbst 2010 folgte. Die betrifft ja aber mittlerweile nicht mehr allein die Atompolitik, wie es zunächst den Anschein hatte, sondern auch die Förderpolitik (EEG). Denn Mitte Juni hieß es plötzlich seitens der Koalition, die Kürzung in der Photovoltaikförderung werde wieder zurückgenommen. Die Abwende von der Solarunterstützung wurde somit also noch rechtzeitig abgewendet.

Irritationen gibt es aber auch in der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Branche: So schien es in den vergangenen Monaten, als habe sich das Interesse der Automobilindustrie und auch der Medien ganz der Elektromobilität – insbesondere den Batteriefahrzeugen – zugewandt. Viele Analysten betrachteten diesen Trend als Abwende von der Brennstoffzellentechnik. So hieß es exemplarisch am 16. Juni beim ZDF vom so genannten Autoexperten Frank Schwope von der Norddeutschen Landesbank (NordLB): „Der Brennstoffzelle kommt grundsätzlich keine Bedeutung zu.“ Weiter behauptet Schwope, verschiedene Autobauer hätten sich aus der Entwicklung weitgehend zurückgezogen. Im gleichen Bericht sagt demgegenüber Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, ebenfalls Autoexperte, die Batterie und die Brennstoffzelle werden sich ergänzen, „wobei langfristig die Bedeutung der Brennstoffzelle stark steigt.“ Läuft hier nun also gerade eine Hin- oder Abwendung von beziehungsweise zu Brennstoffzellen?

Für weitere Verwirrung sorgt, wenn es einerseits von Daimler heißt, der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und auch die Kommerzialisierung der BZ-Autos werde vorgezogen (s. HZwei Juli-Heft S. 37), während andererseits von der Clean Energy Partnership offiziell verkündet wird, die H2Mobility-Infrastrukturaktivitäten könnten sich um ein oder zwei Jahre nach hinten verschieben (s. S. 8).

Auch im nicht-automobilen Sektor häufen sich derart widersprüchliche Meldungen: Einerseits scheint niemand mehr Interesse an der MCFC-Technik des HotModuls zu haben (s. S. 5), andererseits überrascht Heliocentris mit der Übernahme der Münchener Firma P21 (s. S. 6). Oder nehmen wir die H2Expo (s. S. 14): Ist es nun positiv zu bewerten, dass dieses Hamburger Branchentreffen nach langer Pause endlich wieder stattgefunden hat? Oder ist es doch eher negativ, dass man sich als Besucher fragen muss, wie der Veranstalter auf 1.000 Teilnehmer kommt, wenn man selbst nur einen Bruchteil davon vor Ort gesehen hat und vor zweieinhalb Jahren nach Veranstalterangaben noch 1.400 Personen vor Ort gewesen sein sollen? Und warum gibt es noch keinen Termin für die nächste H2Expo?

Derartige Signale können verwirren, können aber auch widerspiegeln, dass sich derzeit viel bewegt, dass viel analysiert und viel über neue Wege nachgedacht wird. So wurde beispielsweise noch nie zuvor in der Energiebranche derart offen über innovative Konzepte wie zum Beispiel „Wind-Wasserstoff“ und „Methanisierung“ diskutiert (s. S. 16). Zudem steigen derzeit große Konzerne (wieder) in die Wasserstoff- und Elektromobilitätstechnologie ein (z.B. Bosch & Siemens, s. S. 4, 10, 18) und senden damit deutliche Signale, wohin ihrer Meinung nach die Reise gehen soll.

Fest steht, dass sich trotz derartiger Irritationen bei all diesen Meldungen im Bewusstsein der Akteure und auch der Öffentlichkeit manifestiert, dass Energie in Zukunft eine sehr viel gewichtigere Rolle in der Politik und auch in der Gesellschaft spielen wird. Das hat nicht zuletzt auch der zweite Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität gezeigt (s.S. 28). Etwas Bewegung kann da nur gut tun.

André Martin im DWV-Vorstand

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV) hat am 19. Mai 2011 seine 16. Mitgliederversammlung in Schwieberdingen nahe Stuttgart abgehalten. Bei dem jährlich stattfindenden Vereinstreffen wählten die Teilnehmer André Martin, den früheren Geschäftsführer von Nucellsys, ohne Gegenstimmen in den Vorstand des Verbandes. Martin, der heute als selbständiger Berater tätig ist, war unter anderem entscheidend für den Aufbau der Joint Technologie Initiative (JTI) in Brüssel aktiv. Mit der Wahl des Diplom-Volkswirts wurde das Ausscheiden der ehemaligen Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Werner Tillmetz und Dr. Jürgen Garche ausgeglichen. Gleichzeitig, so erläuterte der DWV-Vorsitzende Johannes Töpler, wurde damit die geplante schrittweise Verjüngung des Vorstandes in Angriff genommen. Für 2012 sind im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Vorstandswahlen weitere Veränderungen geplant.

Während des Treffens in den Räumen der Bosch GmbH, die am selben Tag mit 2.000 geladenen Gästen ihr 125-jähriges Bestehen feierte, wurden zudem die DWV-Innovationspreise überreicht. Dr. Torsten Schwarz erhielt eine Auszeichnung für die beste Promotionsarbeit. Er hatte bei Volkswagen den Cross-over-Effekt von PEM-Brennstoffzellen analysiert. Tetyana Raksha erhielt einen Preis für die beste Diplomarbeit. Darin ging es um eine weit reichende Analyse sowie die Entwicklung eines Simulationsmodells für ein Wind-Wasserstoff-System im Gigawatt-Leistungsbereich. Mehr Details dazu folgen im Oktober-Heft 2011. Als dritter Preisträger wurde Küngül Engin in der Kategorie Bachelorarbeit geehrt.

Die nächste DWV-Mitgliedersammlung wird im Mai 2012 in Berlin stattfinden.