Massive Förderung von Brennstoffzellen-Heizgeräten

Bedburg
© RaumPlan Aachen

Im Rheinischen Revier in Bedburg bei Köln entsteht derzeit eine Neubausiedlung, in der klimafreundliches Bauen mithilfe von Brennstoffzellenheizgeräten praktiziert wird. Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Stadt Bedburg, des Energiekonzerns RWE Power AG und des Heizungsbauers Viessmann werden acht Wohneinheiten im Stadtteil Königshoven mit neuster Haustechnik ausgestattet. Nach Aussage von KlimaExpo.NRW, einer Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung, ist diese Einfamilienhaussiedlung unweit des Braunkohletagebaus Garzweiler „die erste in Deutschland, in der ausschließlich neueste Brennstoffzellengeräte für die Strom- und Wärmeversorgung genutzt werden“.

Insgesamt profitieren die acht Neueigentümer, die selbst entscheiden, welche Brennstoffzelle eingebaut werden soll, von mehreren Fördermaßnahmen: Neben dem KfW-Anreizprogramm Energieeffizienz führt RWE Power eine Energie- und Förderberatung durch und vergibt einen Bauherrenzuschuss. Auch Viessmann schießt Geld dazu, so dass die Fördersumme unter dem Strich bis zu 14.250 Euro beträgt (s. auch Viessmann bietet Nachrüstlösung an). Hinzu kommt, dass die Betreiber überschüssige Leistung über den Stromanschluss abgeben oder Minderleistung ausgleichen können. Und bedienerfreundlich sind die BZ-Geräte auch: Sie lassen sich einfach per Smartphone oder Tablet bedienen.

Michael Schiffer, seit November 2017 einer der neuen Hausbesitzer, erklärte: „Uns gefällt der Gedanke, besonders effizient zu heizen und quasi nebenbei auch Strom erzeugen zu können.“ Mithilfe der Brennstoffzelle vollführt er quasi seine private Energiewende. Durch den hohen Gesamtwirkungsgrad der Anlage spart seine Familie im Vergleich zu einem konventionellen Energieversorgungssystem sowohl Heiz- als auch Stromkosten. Auch die spezifischen CO2-Emissionen sind um mindestens fünf Tonnen pro Jahr niedriger. Schiffer räumt zwar ein, dies sei zunächst „natürlich nur ein kleiner Beitrag“. Er sagt aber auch: „Es kommt für den Klimaschutz darauf an, dass sich diese innovative Technologie weiterverbreitet.“ Würde zusätzlich noch ein Akkumulator als Stromspeicher installiert, ließe sich der CO2-Fußabdruck der häuslichen Wärme und Stromerzeugung um weitere 50 Prozent reduzieren.

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