Wasserstoff spielt ab 2020 größere Rolle

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H2-Station in Ingolstadt, © CEP

Immer noch ist das Ziel von 50 H2-Tankstellen in Deutschland, das eigentlich für Ende 2015 gegolten hatte, nicht erreicht – aber bald. Davon geht jedenfalls die H2 Mobility Deutschland GmbH aus, die sich derzeit im Auftrag ihrer Anteilseigner um den Bau und die Inbetriebnahme neuer Wasserstoffstationen kümmert.

So weihte der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle Mitte Februar 2018 eine neue Wasserstofftankstelle in Wendlingen ein. Insgesamt 1,4 Mio. Euro wurden in diesen Standort des Mineralölkonzerns Shell südöstlich von Stuttgart an der A8 investiert, wobei rund die Hälfte davon Fördergelder waren. Thomas Bystry, Vorsitzender der Clean Energy Partnership (CEP), erklärte anlässlich der Inbetriebnahme: „Wir gehen davon aus, dass dieser alternative Antrieb ab den zwanziger Jahren in Märkten wie Deutschland, England, Benelux und den USA eine immer größere Rolle spielt.“

Die Eröffnung von Deutschlands Nummer 44 folgte am 5. März in Ingolstadt – ebenfalls durch Staatssekretär Barthle. Hier handelt es sich um eine Total-Tankstelle, die sich in der Manchinger Straße unweit der Autobahnabfahrt Ingolstadt Süd an der A9 befindet. Ende 2017 war zudem noch eine mit 900.000 Euro geförderte Station in Hirschberg an der Bergstraße bei einem Total-Autohof an der A5 fertiggestellt worden.

Darüber hinaus soll demnächst eine weitere Station an der A5 entstehen – und zwar in Bad Homburg. Die hessische Kreisstadt hatte den Zuschlag beim zweiten Standortaufruf durch H2 Mobility erhalten, auf den hin sich über 13 Regionen beworben hatten – nicht zuletzt ein Erfolg des Engagements der Gaertner & Roesebeck Unternehmensberatung GmbH, die aktiv für Wasserstoff als Kraftstoff geworben und viele Akteure von dieser Mobilitätsvariante überzeugt hatte. Mit ausschlaggebend für die Erteilung des Zuschlags war zudem, dass die Stadt angekündigt hatte, ihr Carsharing-Programm um Wasserstofffahrzeuge erweitern zu wollen. Der Standort wird auch im Rahmen des EU-Projekts Hydrogen Mobility Europe (H2ME, Details folgen im s. HZwei-Heft Juli 2018) gefördert.

Projektleiter Lorenz Jung von H2 Mobility sagte dazu: „Trotz der recht knappen Bewerbungsperiode haben die Regionen BürgerInnen und Unternehmen mobilisieren können. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Die Marktaktivierung rund um Wasserstoff hat eindeutig begonnen. Aber nicht nur das Bekenntnis der Unterzeichnenden begeistert, auch die Qualität der Bewerbungen ist beeindruckend: Systemintegration, H2-Produktion aus erneuerbaren Quellen, Mobilitätskonzepte machen deutlich, dass Wasserstoff eine wichtige Rolle beim Umbau unseres Energiesystems spielen wird.“

3 Gedanken zu “Wasserstoff spielt ab 2020 größere Rolle

  1. Es ist schon mehr als peinlich, wenn „notleidende “ Unternehmen, wie Shell AG und/oder Linda AG sch die Haelfte ihrer „Investitionen“ in h2-Tankstellen vom deutschen Steuerzahler holen muessen.
    Das zeigt doch mehr als deutlich, das sie gar kein Interesse daran haben.
    Und das Geld als: „nice to have…“ einfach so mitnehmen.
    fui.
    Das das niemand so richtig merkt (Bund der Steuerzahler z.B.)
    und das „wir alle“ dabei irgendwie stillschweigend mitmachen,
    das gibt schon zu denken.
    In den USA und Japan laeuft uebrigens seit Jahrzehnten das gleiche Spiel.

  2. Vergessen wurde die H2-Tankstelle am Autohof Bolz-Platz an der A61, die kürzlich in Betrieb ging. Dort gibt es alle
    Treibstoffe: Benzin, Diesel , Erdgas, Autogas und neu H2.

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