DWV und BVES wollen kooperieren

DWVDer Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. hat in der Januar-Ausgabe der Mitgliederzeitung DWV-Mitteilungen angekündigt, noch in diesem Frühjahr Umstrukturierungsmaßnahmen anzugehen. Ein möglicher Weg, über den im Februar 2018 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung diskutiert werden soll, könnte beispielsweise die Einrichtung einer gemeinsamen Gesellschaft mit dem Bundesverband Energiespeicher (BVES) sein.

Auf diese Weise möchte der Vorstand die Vereinsarbeit „professioneller gestalten“ (s. DWV plant Professionalisierung) und „den Markteintritt des Wasserstoffs in der Energiewirtschaft vorangetrieben“. Hintergrund ist, dass bei der Energiewende seit einigen Jahren auch über Sektorkopplung und Power-to-X diskutiert wird, wofür Wasserstoff einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Laut DWV ist somit „der Wasserstoff in der Politik angekommen, sowohl in Deutschland als auch in Europa“.

Das ursprüngliche Ziel, einen hauptamtlichen Geschäftsführer zu installieren, sein aus finanziellen Gründen für einen „kleinen aber feinen Verband“ wie den DWV nicht realisierbar, so hieß es. Deswegen hat der Vorstand Mitte Dezember 2017 nach einer ganzen Reihe von Gesprächen mit dem BVES beschlossen, „das Projekt der Gründung einer GmbH in Angriff zu nehmen“, wobei beide Verbände als gemeinnützige Idealverein erhalten bleiben, kommerzielle Aktivitäten aber über die GmbH laufen sollen.

Der Vorstand erklärte: „Die GmbH soll zwei Geschäftsführer haben, die jeweils von einem der beiden Verbände bestimmt werden. Ein ebenfalls gleichgewichtig besetzter Beirat soll eine Aufsichtsfunktion übernehmen.“ Auch die Fachkommission performing energy sowie perspektivisch etwaige weitere Plattformen könnten hier integrieren werden. Über derlei Ideen sowie weitere Details soll nächsten Monat während der außerplanmäßig einberufenen Mitgliederversammlung in Berlin diskutiert werden.

4 Gedanken zu “DWV und BVES wollen kooperieren

  1. Sehr geehrter Herr Diwald,

    herzlichen Dank für die Unterrichtung.

    Schön, dass sich der Vorstand bemüht, die Mitglieder auf dem Laufenden zu halten.

    Ich halte es aber nicht gerade für demokratisch und auch nicht für transparent, dass die Mitgliedschaft jetzt einfach nur die Ziele des Vorstands „billigen“ soll.

    Ich hätte es befürwortet, wenn diesem Prozess eine vereinsinterne Diskussion vorausgegangen wäre. Diese hatte ich bereits mehrfach angeregt. Nun hat der Vorstand intern etwas ausbaldowert und die Mitglieder sollen das abnicken. Das empfinde ich als undemokratisch und für einen eingetragenen Verein nicht angemessen.

    Bitte machen Sie nicht den zweiten Schritt vor dem ersten, ansonsten besteht die Gefahr, dass etliche Mitglieder auf der Strecke bleiben.

    Ich beantrage hiermit die Verschiebung dieses Beschlusses und votiere für eine ausgiebige vorherige Diskussion. Schließlich soll der Vorstand nur die Interessen der Mitglieder vertreten, nicht andersherum. Die Mitglieder hatten aber bislang keine Möglichkeit, sich zu diesem Thema zu äußern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sven Geitmann

  2. Anfrage
    Ich möchte meine Solaranlage (im Moment noch volle Einspeisung) in Zukunft zur alleinigen Energieversorgung meines Hauses nutzen (Elektro und Wärme).
    Die Anlage hat eine Spitzenleistung von 27 kWp und einen Jahresertrag von etwa 22500 kWh.
    Die Sonnenenergie soll durch Elektrolyse in H2 und O -Gasbehältern gespeichert werden um nach Bedarf durch eine Brennstoffzelle in Strom und Wärme umgewandelt werden zu können.
    Existieren derzeit marktreife Komplettanlagen für diese Anwendung?
    Würde mich freuen, wenn Sie mir einen Tip geben könnten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Jüstel

  3. Wird allerhöchste Zeit, dass sich all diese separat agierenden Gruppen zu einer einheitlichen Kraft zusammenschließen, sonst werden wir die fossilen Energiesaurier nie los. Wie es aussieht, haben deren Lobbyisten in Brüssel ja mal wieder ganze Areit geleistet.

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