VDMA prognostiziert Wachstum

Stefener-Schiel
Schiel (l.) u. Stefener präsentierten ihre Prognose

Die Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) präsentiert alle zwei Jahre während der Hannover Messe einen Konjunkturspiegel der Brennstoffzellenbranche auf dem Gemeinschaftsstand Wasserstoff + Brennstoffzellen + Batterien.

Zur Datenerhebung hatte die AG eine Befragung ihrer 54 Mitglieder durchgeführt und aufgrund von 36 substantiellen Antworten entsprechende Kennzahlen berechnet. Während „2014 nicht so gut“ gelaufen war, wie Johannes Schiel, ehemaliger Geschäftsführer der AG (bis Anfang Mai 2017), damals selber sagte, und auch 2015 eher eine Seitwärtsbewegung stattgefunden hatte, sprach er nun von einem „rasanten Wachstum“. Die Arbeitsgemeinschaft rechnet für 2017 mit einem Umsatz aus der Produktion von Brennstoffzellen in stationären und speziellen Anwendungen in Deutschland in Höhe von 190 Mio. Euro (s. Tab.). Seitens des VDMA heißt es dazu: „Basis für das Wachstum sind konsequente Kostensenkungen und erste Skaleneffekte. Unterstützt wird dies durch die Technologieeinführung von Brennstoffzellenheizgeräten für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland.“ Im Jahr 2016 wurden etwa 1.000 BZ-Heizgeräte verkauft, mehr als in den letzten fünf Jahren zusammen. Für 2017 rechnen Hersteller mit mehr als dreimal so vielen Aggregaten.

Hinsichtlich der Arbeitsplätze stellte der VDMA fest: „Die Beschäftigungszahlen wachsen moderat auf 1.600 Arbeitsplätze. […] Im Jahr 2016 arbeiteten etwa 1.300 Menschen in den befragten Bereichen.“ Dabei war in einer früheren Version des Konjunkturspiegels vermeldet worden, dass „bereits in 2015 etwa 1.900 Menschen in den befragten Bereichen der Brennstoffzellenindustrie arbeiten“. In einer Stellungnahme erklärte der neue Geschäftsführer Gerd Krieger (s. Johannes Schiel macht jetzt Wind) dieses Hin und Her mit der „Insolvenz von Heliocentris und dem Ausstieg von Vaillant, die sich hierbei stark auswirken“.

Zum globalen Wettbewerb stellte der VDMA fest: „Im Marktvolumen liegt Europa […] immer noch weit hinter Nordamerika mit den USA und Kanada sowie Asien mit Japan und Korea.“

In den im Konjunkturspiegel genannten Zahlen ist jeweils ein signifikanter Aufschlag enthalten, den die Studienautoren zu den reinen Befragungsergebnissen hinzurechnen.

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