Hydrogen is in!

20. f-cell als gelungener Hybrid-Event

Abb. 1: Bei seiner letzten Preisverleihung konstatierte Umweltminister Franz Untersteller: „Hydrogen is in!“
Untersteller: „Hydrogen is in!“

Die erste f-cell fand im Jahr 2001 in Stuttgart als überschaubares Symposium mit kleiner begleitender Ausstellung statt. Seitdem ist viel passiert. Im September 2020 veranstaltete die Peter Sauber Messen und Kongresse GmbH diese Leitveranstaltung für den H2– und BZ-Sektor zum zwanzigsten Mal – erstmals als Hybrid-Event. Und zwar live im Haus der Wirtschaft und gleichzeitig virtuell im Internet. Die zahlreichen Teilnehmer zeigten sich dankbar und erleichtert, wieder Face to Face debattieren und netzwerkeln zu können.

Burckhardt

Dank des wohldurchdachten Hygienekonzepts konnte sich die Brennstoffzellenbranche am 29. und 30. September 2020 erstmals seit Monaten wieder live treffen und über die neusten Entwicklungen austauschen. Zu berichten gab es viel, denn noch nie war das Interesse an H2– und BZ-Technik größer als in diesem Jahr.

Real und digital

HOW

Aufgeteilt auf zwei große Säle verfolgten die Konferenzteilnehmer – 86 Zuhörer in der König-Karl-Halle und 100 im Saal darunter (sowie zahlreiche Online-Teilnehmer) – die Präsentationen, die zumeist live zu erleben waren, teils aber auch digital übertragen wurden. Während der Pausen tummelten sie sich dann – wie früher – in den Gängen des Ausstellungsbereichs; stets mit Maske und Abstand. Die große Erleichterung, endlich mal wieder direkt vor Ort fachsimpeln zu können, war überall spürbar. Entsprechend dankbar zeigten sich die Teilnehmer gegenüber dem Organisator Peter Sauber, der es mit seinem Team auf sich genommen hatte, trotz aller Widrigkeiten diesen Event in solch besonderer Form stattfinden zu lassen.

Knapp einen Monat zuvor hatte Saubers Agentur bereits die HFC+f-cell Vancouver rein digital von Dresden aus organisiert, nachdem diese Veranstaltung bereits zweimal verschoben worden war – vom Frühjahr in den Sommer und dann in den Herbst. Entsprechend erschöpft waren er und seine Mitarbeiter, aber vor allem glücklich, dass alles erfolgreich über die Bühne gegangen war.

NOW kritisiert EEG-Entwurf

Als Keynote-Speaker waren Kurt-Christoph von Knobelsdorff (s. Interview HZwei-Heft Jan. 2021) sowie Bart Biebuyck auf die f-cell eingeladen. Während ersterer Deutschlands Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) vorstellte, präsentierte der zweite den europäischen Ansatz. NOW-Chef von Knobelsdorff kritisierte in seiner Rede unter anderem den Entwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und bezeichnete ihn als „bis jetzt enttäuschend“ und „alles andere als ambitioniert“, er bringe „keinerlei Impulse“ hervor. Von Knobelsdorff erklärte weiterhin, es stehe aktuell sehr viel Geld bereit, allerdings bestehe jetzt die Herausforderung, in der Kürze der Zeit diese Finanzmittel sinnvoll zu investieren (1,2 Mrd. Euro 2020 bis 2023 für den Transportsektor). Er rief daher dazu auf, zügig zielführende Projekte zu beantragen.

„Wir wollen Deutschland zum Leitmarkt machen.“

Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter

… Lesen Sie mehr in der Januar-Ausgabe der HZwei

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