Klingenberg geht in Ruhestand

Klingenberg
Heinrich Klingenberg

Ein prägender Kopf der Wasserstoffbranche, insbesondere der norddeutschen, aber auch der bundesdeutschen und europäischen, tritt aus dem H2-Scheinwerferlicht heraus: Heinrich Klingenberg, zuletzt Chef von hySOLUTIONS, hat Anfang Juli 2020 seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten.

Klingenberg, der maßgeblich an der Gründung der hySOLUTIONS GmbH im Jahr 2005 mitwirkte, war von Anfang an deren Geschäftsführer und Sprecher (s. Interview HZwei-Heft Apr. 2019).

Zuvor war der studierte Sprachwissenschaftler im Vorstand der Hamburger Hochbahn für den Bereich Busverkehr verantwortlich gewesen. Mithilfe seiner engen Kontakte in die Politik sowie zum gesamten Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gelang es ihm, die H2– und BZ-Technik in der Hansestadt auf höchster Ebene zu etablieren. Kraft seiner Ämter im Beirat der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie (NOW) sowie in europäischen Gremien trieb er die Weiterentwicklung der Wasserstofftechnologie auch auf nationaler und internationaler Ebene voran.

Der Hochbahn-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk erklärte: „Bei der Umstellung des Verkehrs auf emissionsfreie Antriebe und der Nutzung regenerativer Energie aus der Region ist Hamburg national und international weit vorn. Dieses ist auch ein Erfolg der hySOLUTIONS und von Heinrich Klingenberg.“

Für Klingenberg rückte jetzt Christoph Steinkamp in die Geschäftsführerebene auf. Gemeinsam mit Peter Lindlahr, der seit 2010 zweiter Geschäftsführer von hySOLUTIONS ist, leitet Steinkamp seit dem 1. Mai 2020 die Elektromobilitätsschiene der Gesellschaft. Der 37-Jährige arbeitete zunächst bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, bevor er 2013 zu hySOLUTIONS stieß und Projektleiter Elektromobilität wurde. Anlässlich der Amtsübernahme sagte er: „Ich freue mich über das Mandat, den Standort Hamburg in Richtung einer nachhaltigen, emissionsfreien Wirtschaft und Mobilität in Zukunft weiterzuentwickeln und diesen Prozess im Austausch mit allen Stakeholdern zu gestalten. Neben einer Kopplung des Mobilitäts- und Energiesektors wird es dabei auch darauf ankommen, die heutigen Projekte in eine sich selbst tragende Wirtschaftlichkeit zu überführen. Hierfür haben wir in Hamburg eine starke politische Unterstützung, engagierte Partner in der Wirtschaft und mit dem Team von hySOLUTIONS sehr erfahrene Akteure an Bord.“

Lindlahr, der bisher vorrangig die Batteriethemen unter sich hatte, übernimmt jetzt die H2– und BZ-Schiene. Gegenüber HZwei räumte er ein, der Fortgang Klingenbergs sei eine „Zäsur“, aber er machte klar, hySOLUTIONS werde sich weiterhin in gewohnt engagierter Weise für die Etablierung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik im Norden einsetzen.

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