Kalifornien verbannt Emissionen

Kalifornien steckt sich in den Bereichen Klima, Energie und Verkehr auch weiterhin ehrgeizige Ziele, um die Luftqualität zu verbessern, gesundheitliche Schäden durch Emissionen zu vermindern und im Bundesstaat eine stabile und klimafreundliche Energiewirtschaft mit sicheren Arbeitsplätzen aufzubauen.
SunLine-Bus in Palm Desert, Kalifornien, © CHBC

Kalifornien steckt sich in den Bereichen Klima, Energie und Verkehr auch weiterhin ehrgeizige Ziele, um die Luftqualität zu verbessern, gesundheitliche Schäden durch Emissionen zu vermindern und im Bundesstaat eine stabile und klimafreundliche Energiewirtschaft mit sicheren Arbeitsplätzen aufzubauen.

Ab 2029 dürfen aufgrund einer Verordnung des US-Bundesstaats ausschließlich emissionsfreie Elektrobusse mit Akkumulatoren oder Brennstoffzellen angeschafft werden.

Eine entscheidende Entwicklung stellt in diesem Zusammenhang die Innovative Clean Transit Regulation (ICT-Verordnung) dar, die im Dezember 2018 eingeführt wurde, um auf einen innovativen und umweltschonenden Nahverkehr hinzuwirken. Durch die ICT-Verordnung wird Verkehrsbetrieben in Kalifornien die Anschaffung völlig emissionsfreier Null-Emissions-Busse (ZEB) in immer höherer Zahl auferlegt, wobei ab 2029 – also in nur zehn Jahren – ausschließlich emissionsfreie Busse erworben werden dürfen und für das Jahr 2040 Emissionsfreiheit der gesamten Flotte angestrebt wird.

Zur Einhaltung der ICT-Verordnung entwickeln Verkehrsbetriebe nun ZEB-Anschaffungspläne, die im Fall von großen Unternehmen (mit 100 oder mehr Bussen) bis zum 30. Juni 2020 vorzulegen sind, von kleineren Betrieben (mit unter 100 Bussen) bis zum 30. Juni 2023. Nach Genehmigung dieser Pläne muss es sich bei Großunternehmen ab dem Jahr 2023 bei 25 Prozent aller neu angeschafften Busse um ZEBs handeln. Im Jahr 2026 steigt dieser Anteil auf 50 Prozent und 2029 auf 100 Prozent. Kleinere Verkehrsbetriebe haben ab 2026 eine Quote von 25 Prozent zu erfüllen, die 2029 auf 100 Prozent erhöht wird.

Mary D. Nichols, Vorsitzende des California Air Resources Board (ARB) führte aus: „Eine Flotte aus emissionsfreien öffentlichen Bussen bedeutet sauberere Luft für uns alle. Gerade in einkommensschwachen Gemeinden wird die Luftverschmutzung durch die Abgase der Busse drastisch reduziert, was auf vielerlei Weise insbesondere den Menschen, die sich täglich auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen, zugutekommt.“ Tony Brasil, Leiter des Zweiges für Verkehr und umweltfreundliche Technologie des ARB, fügte hinzu: „Regulierungen sind erforderlich, um dem Markt Sicherheit und ein Signal zu geben, langfristige Ziele zu skizzieren und die zu deren Erreichung erforderlichen Investitionen zu erhalten.“

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Autor:
Peter Thompson, California Hydrogen Business Council

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