Intersolar bindet neue Energiebranchen ein

Reges Treiben – nicht nur bei Solar-, sondern auch bei H2-Firmen
Reges Treiben – nicht nur bei Solar-, sondern auch bei H2-Firmen.

Unter einer Fachmesse stellt man sich meist eine Ausstellung von überschaubarer Größe vor, auf der einige Experten sehr spezielle Produkte präsentieren, die dann von einer mäßigen Zahl von Besuchern kritisch begutachtet werden. So ist die Intersolar nicht.

Stattdessen ist sie groß, bunt, richtet sich sowohl an Endverbraucher als auch Fachleute, und sie bietet jede Menge interessanter Produkte und Dienstleistungen aus der gesamten Energiewirtschaft, da die ursprüngliche Solarmesse inzwischen um die Themen Energiespeicherung, Elektromobilität und Ladeinfrastruktur erweitert wurde.

Die Intersolar Europe ist – laut Veranstalter – die „weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner“. Als vor einigen Jahren das bis dahin stetige Branchenwachstum einer Pleitewelle wich, suchte Solar Promotion, der Organisator dieser Veranstaltung, nach neuen Themenfeldern, die den Aussteller- und Besucherrückgang abfangen könnten. Man fand sie sowohl in der Elektromobilität als auch in der Energiespeicherung. Somit integrierte das Team von Geschäftsführer Markus Elsässer zunächst Batterietechnik sowie Power-to-Gas und später auch E-Autos sowie Ladesäulen.

Aus diesem Viergestirn kreierte das in Pforzheim ansässige Veranstaltungsunternehmen The smarter E Europe. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbergen sich heute die Intersolar Europe, die electrical energy storage Europe (ees), die Power2Drive Europe (p2d) und die EM-Power. Gemeinsam kamen sie dieses Mal in zehn Messehallen auf dem Münchener Messegelände auf insgesamt 1.354 Aussteller (2018: 1.172) und auf 100.000 m2 bei 50.000 Besuchern. Allein auf der ees-Messe waren es 250 präsentierende Institutionen.

HOW

Wie bereits im Vorjahr gab es ein spezielles Areal, in dem sich in Halle C2 vornehmlich die ohnehin auf vielen Energiemessen vertretenen H2– und BZ-Firmen versammelten – direkt neben dem Tesla-Stand. Zudem waren aber auch Unternehmen wie Siqens anwesend, in diesem Fall auf dem Bayern-innovativ-Stand. Das inzwischen auf 22 Mitarbeiter angewachsene süddeutsche Unternehmen präsentierte eine kommerziell erhältliche, autarke Energieversorgungseinheit, die über eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle verfügt, aber Methanol statt Wasserstoff als Energiespeicher nutzt.

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