NewBusFuel – Wirtschaftliche Versorgung mit Wasserstoff

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H2-Tankstelle mit On-site-Elektrolyseur, © WSW, Hydrogenics

Der Einsatz von mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbussen hat zahlreiche Vorteile gegenüber Dieselfahrzeugen, so dass er zu einer attraktiven Option für den öffentlichen Personennahverkehr wird. Zu den Vorteilen gehören die komplette Vermeidung von lokalen Schadstoffen, die höhere Flexibilität hinsichtlich des eingesetzten Primärenergieträgers und, je nach H2-Herkunft und möglicher Verwendung von erneuerbaren Energien, auch eine beträchtliche Reduktion der verursachten CO2-Emissionen.

Nach langjährigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Brennstoffzellenbusse sowie umfassender Praxiserprobung im Rahmen mehrerer Demonstrationsprojekte (z. B. CUTE, HyFleet:CUTE, CHIC, HyTransit) ist deutlich geworden, dass im Hinblick auf eine großmaßstäbliche Versorgung von Busflotten noch Wissenslücken bestehen. Daher hat das Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) mit NewBusFuel ein neues Projekt auf den Weg gebracht, das sich genau dem Thema H2-Betankungsinfrastruktur für Busflotten widmet.

Die Versorgung von Busflotten unterscheidet sich von der Pkw-Betankung nicht nur durch deutlich höhere Kraftstoffumsätze und entsprechend größere -Speichermengen. Die H2-Betankung von Bussen stellt außerdem besonders hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Anlagen und auch an deren Flächenbedarf, der gerade bei innerstädtischen, häufig platzbeschränkten Busdepots eine besonders wichtige Rolle spielt.

Um die tatsächlich bestehenden Anforderungen und die verfügbaren technischen Lösungen möglichst umfassend betrachten zu können, fanden sich im NewBusFuel-Projekt 13 Teams mit unterschiedlichen Busbetreibern und H2-Technologieanbietern sowie weiteren Partnern zusammen. Gemeinsam entwickelten sie jeweils ein Lösungskonzept, das auf einen konkreten Anwendungsfall (Fallstudie) aus den zwölf beteiligten Städten in sieben Ländern zugeschnitten war (s. Abb. 2).

Die dabei betrachteten Lösungen decken ein äußerst breites technologisches Spektrum ab: Neben der On-site-H2-Produktion mittels Elektrolyse (s. Abb. 1) oder Dampfreformierung wurden auch Near-site- und Off-site-Lösungen betrachtet. Diese Versorgungskonzepte reichen von der Nutzung einer Pipeline über die Lieferung von komprimiertem gasförmigem H2 bis hin zur Lieferung von tiefkaltem Flüssigwasserstoff (s. Abb. 3).

Ziel des Projektes war es, …

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Das NewBusFuel-Projekt wurde vom Fuel Cells und Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) finanziert (Grant Agreement: 671426).

www.newbusfuel.eu/publications

Autoren: Dr. Benjamin Reuter, Dr. Michael Faltenbacher, beide thinkstep AG, Leinfelden-Echterdingen

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