Neue Mobilitätsanbieter setzen auf Elektroantriebe

CleverShuttle
H2-betriebenes RideSharing, © CleverShuttle

Der Einstieg in die Elektromobilität erfolgt weniger durch Privatnutzer, sondern vornehmlich durch Flottenbetreiber. Dies trifft auch auf die Wasserstoffmobilität zu. Ein erster Beleg dafür war BeeZero. Das Linde-Tochterunternehmen bietet seit April 2016 in München 50 Hyundai ix35 Fuel Cell als Carsharing-Fahrzeuge an.Seit September 2017 gibt es nun Konkurrenz, allerdings mit anderem Konzept: CleverShuttle hat mit finanzieller Unterstützung der NOW GmbH ebenfalls Brennstoffzellenfahrzeuge erworben, nutzt diese aber im Ridesharing-Dienst. Zudem bietet das Start-up, an dem sowohl die Deutsche Bahn als auch Daimler beteiligt sind und das ausschließlich Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge verwendet, seinen Service im Zentrum verschiedener deutscher Städte an (Berlin, Dresden, Frankfurt a. M., Leipzig, Stuttgart).

In Hamburg besteht die Fahrzeugflotte ausschließlich aus Wasserstoffautos. Bislang sind dort zwanzig Mirai in Betrieb. Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, sagte: „Durch den Einsatz umweltfreundlicher Brennstoffzellenautos wird eine wirtschaftliche und effiziente Form der Mobilität geschaffen, und zugleich werden Schadstoffemissionen vermieden. Deshalb unterstützt die Freie und Hansestadt Hamburg das Projekt auch mit rund 200.000 Euro.“

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In München erwarb CleverShuttle fünfzehn Exemplare des Toyota Mirai, die im Oktober 2017 im Rahmen der Eröffnung der H2-Tankstelle der mittelständischen Mineralölfirma Allguth in der Kreillerstraße übergeben wurden.

Anders als beim Carsharing, bei dem der Kunde ein Fahrzeug zeitweise mietet und selbst fährt, übernimmt beim Ridesharing ein ausgebildeter Fahrer die Beförderung, ähnlich wie bei einem Taxi, aber mit dem Unterschied, dass auch andere Kunden auf der Strecke mitgenommen werden können, wodurch Kosten und Kilometer reduziert werden.

Auch Alphabet Deutschland, das Leasingunternehmen von BMW, setzt seit Ende 2017 auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Die ersten dreißig Mirai sollen innerhalb der kommenden drei Jahre in Flotten von Großkunden des Business-Mobility-Anbieters zum Einsatz kommen – finanziell unterstützt mit 0,5 Mio. Euro vom NIP 2.

Ein weiterer Mitbewerber ist book-n-drive, das seit September 2017 in Frankfurt am Main einen Mirai in seiner Carsharing-Flotte hat. Udo Mielke, Geschäftsführer der book-n-drive Mobilitätssysteme GmbH, erklärte: „Die Buchung ist nicht teurer als bei einem normalen Fahrzeug.“ (4 Euro pro Stunde)

Auch in den USA soll dieses Konzept praktiziert werden: In Kalifornien will StratosFuel ab 2018 einen Carsharing-Service mit zunächst fünfzehn Brennstoffzellenautos anbieten.

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