Nachfrage nach Brennstoffzellen steigt

BefragungIm Rahmen der Marktübersicht hat HZwei den Anbietern von Brennstoffzellen-Stacks neben der Abfrage technischer Daten auch verschiedene Fragen über ihre Einschätzung zur aktuellen Marktentwicklung gestellt. Da insgesamt nur sieben Unternehmen an der Umfrage teilgenommen haben, ist die Aussagekraft zwar begrenzt, gewisse Tendenzen lassen sich aber dennoch erkennen: So rechnen zum Beispiel sechs von sieben Anbietern damit (agree / strongly agree), dass die Nachfrage nach Brennstoffzellen noch vor 2020 deutlich steigen wird. Mehr finanzielle Förderung wünschen sich alle Firmen sowohl für die Entwicklung als auch für die Markteinführung, wobei die Markteinführung im direkten Vergleich mehr Gewicht hat und eine nachdrücklichere Zustimmung erzielt (s. Grafik Befragung).

Mit den Förderprogrammen NIP 1.0 und NIP 2.0 (Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) sind drei Firmen „weitgehend zufrieden“, ein Unternehmen ist sogar „sehr zufrieden“. Die anderen machten leider keine Angaben. Ein Anbieter lobt insbesondere den „Market Activation Support“ im NIP 2.0. Ein anderer hofft, dass die nächste Phase zu einer breiteren Anwendung von Wasserstofftechnologien in Deutschland führen wird. Ein dritter wünscht sich eigens ausgewiesene Budgets für die Grundlagenforschung, die an die Bedingung gebunden sein sollten, dass die Ergebnisse daraus veröffentlicht werden.

Bei der Frage, auf welchem Gebiet voraussichtlich die ersten Brennstoffzellen auf einen tragfähigen Markt treffen werden, haben die Nutzfahrzeuge mit sechs Nennungen klar die Nase vorn. Die als Auswahloption vorgegebenen Niederflurfahrzeuge wurden nicht genannt, allerdings tauchten unter der Option „andere“ die Begriffe „Gabelstapler“ und „Materialhandhabung“ auf, die mit dieser Fahrzeugart übereinstimmen. Zudem wurde auch das Stichwort „Busse“ genannt.

Autorin: Eva Augsten

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