IPHE diskutiert neue Strategien

IPHENachhaltige Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsaktivitäten der Industrie und der Politik haben weltweit den Markt vorbereitet. Es gibt einen wachsenden Konsens darüber, dass Brennstoffzellen und Wasserstoff als Energieträger zukünftig eine wichtige Rolle für saubere Energien, im Verkehr und in verschiedenen Industriesektoren spielen werden. Länder wie Deutschland, Japan und die USA, aber auch die Europäische Kommission sind technologisch und politisch Vorreiter, wenn es um den erforderlichen Rückhalt bei Forschung und Entwicklung sowie Demonstration und Marktvorbereitungen geht, die die Tragfähigkeit und Zuverlässigkeit der H2– und BZ-Technologien herausstellen. Andere Länder wie China, Korea oder Großbritannien entwickeln derzeit Strategien und führen Initiativen ein, die einen signifikanten Einfluss auf das Erreichen ihrer jeweiligen Energie-, Umwelt- und Verkehrsziele haben. Sie alle sind zusammengeschlossen in der International Partnership for Hydrogen and Fuel Cells in the Economy (IPHE), einem Zusammenschluss auf Regierungsebene von 18 Ländern und der Europäischen Kommission.

Die IPHE präsentiert sich am 25. April 2017 während der Hannover Messe auf dem Gemeinschaftsstand Wasserstoff, Brennstoffzellen und Batterien. Als Teil des Public-Forum-Programms wird sie zwei Diskussionsforen mit Regierungs- und Industrievertretern bestreiten, die sich mit den Themen politische Strategien, regulatorische und marktrelevante Aspekte sowie Möglichkeiten für eine beschleunigte Einführung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien beschäftigen.

In den beiden IPHE-Foren treten Vertreter aus Industrie und Politik auf, die daran arbeiten, die Marktintegration und den Einsatz sauberer Energie- und Transportsysteme zu fördern. Schwerpunkte bilden die neuesten Entwicklungen im Hinblick auf den kommerziellen H2– und BZ-Markt, Markthemmnisse sowie die Aktivitäten, die für einen breiten Markteinsatz erforderlich sind.

Der Auftritt in Hannover ist eine Veranstaltung aus einer Reihe verschiedener IPHE-Aktivitäten im Zeitraum 25. bis 28. April 2017. Ergänzend werden sich die Delegierten an der Technischen Universität Hamburg mit Studenten verschiedener Fachrichtungen einen halben Tag lang über die derzeitige Rolle von Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie die Forschungs- und Kommerzialisierungspläne in verschiedenen Regionen der Welt austauschen. Gemeinsam mit dem Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband (DWV) werden aus diesem Anlass herausragende Bachelor- und Masterarbeiten ausgezeichnet. Daneben stehen Standortbesichtigungen in Hamburg auf dem Programm, um sich über die aktuellen Entwicklungen und Strategien deutscher Unternehmen zu informieren.

BMVI und NOW als Gastgeber

Die Veranstaltungswoche wird vom 27. IPHE Steering Committee Meeting in Hamburg abgerundet. Bei der Gremiensitzung stehen ebenfalls die Aspekte und Chancen im Vordergrund, die H2BZ-Technologien bei der Integration in eine saubere Energieversorgung, im Verkehr, in Industrieprozessen sowie in der Gebäudeenergieversorgung (Stichwort Sektorenkopplung – Hydrogen-at-Scale) bieten können. Gastgeber des IPHE-Treffens in Hamburg ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zusammen mit der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).

Das Ziel der IPHE ist, den Übergang zu sauberen und effizienten Energie- und Verkehrssystemen, Industrieprozessen und Heiztechniken durch den Einsatz von H2– und BZ-Technologien zu ermöglichen und zu beschleunigen. Sie bietet ein Forum, um sich über die politische und technologische Lage sowie Initiativen, Normen und Regelwerke auszutauschen, um so den Einsatz dieser Technik weltweit zu beschleunigen. Die IPHE informiert Stakeholder und die Öffentlichkeit über die Vorteile und Herausforderungen, die mit der Einführung von wirtschaftlich tragfähigen Systemen verbunden sind.

Die Organisation trifft sich halbjährlich in verschiedenen Partnerländern – vor einem Jahr in Berkley, Kalifornien, vergangenen Herbst in Gwangju, Korea, und jetzt in Hamburg.

www.iphe.net

Autorin: Alexandra Huss

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