Energy Storage Europe wächst weiter

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P. Andres und M. Gervais-Vidricaire

Die Erwartungen wurden übertroffen. Mit dieser kurzen Feststellung lassen sich am besten die drei Tage vom 15. bis 17. März in Düsseldorf zusammenfassen. In ihrem fünften Jahr verbuchten die Energy Storage Europe (ESE) und ihre vier Parallelveranstaltungen noch mehr Teilnehmer als erwartet: Rund 50 Prozent mehr Aussteller und 60 Prozent mehr Fachbesucher als im Vorjahr. Die Stimmung in dem direkt am Rhein gelegenen Congress Center Düsseldorf war dementsprechend gut.

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Die Messe mit ihren 142 Ausstellern (2015: 93) war gut besucht, die Flure waren selbst während der Konferenzsessions meist belebt. Die Veranstalter hatten zwar mit einer gewissen Steigerung gerechnet (s. HZwei-Heft Jan. 2016), konnten aber kaum dieses Wachstum vorhersehen: Insgesamt kamen über 3.000 Besucher aus 54 Ländern (2015: 1.800 Besucher aus 48 Ländern). Dabei gab es kaum ausgefallene Exponate oder spektakuläre Präsentationen zu bestaunen. Im Mittelpunkt standen vielmehr Dialog und Networking.

Interesse für Energiespeicherung ist also reichlich vorhanden. Dafür gibt es jedoch inhaltlich einiges zu beklagen. So erklärte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel in seiner Eröffnungsrede: „Ich sehe die Bundesregierung in der Bringschuld, mehr für Energiespeicher zu tun.“ Stefan G. Reindl, Vorstandssprecher der Thüringer Energie, stellte ernüchtert fest: „Wir sehen überhaupt keinen Weg, dass sich Pumpspeicherkraftwerke überhaupt irgendwie rechnen. Auch bei Power-to-Gas sieht es betriebswirtschaftlich ziemlich mau aus.“

Quasi in Konsequenz aus den vorhandenen Missständen verabschiedeten die Anwesenden am dritten Veranstaltungstag eine sogenannte Düsseldorfer Erklärung, in der Forderungen an die Bundes- und Landespolitik zur Fortführung der Energiewende und zum dafür benötigten Speicherausbau gerichtet wurden. Konkret heißt es darin: …

Weitere Steigerung 2017
Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, stellte angesichts des großen Interesses in Aussicht, dass zur „nächstjährigen Energy Storage Europe, die vom 14. bis zum 16. März 2017 stattfindet, zusätzliche Ausstellungsflächen bereitgestellt“ werden. Nach Prof. Eicke R. Weber, der als BVEW-Präsident und Leiter des Fraunhofer ISE die Energy Storage Europe Conference mit ins Leben gerufen hatte, wird dann Dr. Andreas Hauer, Bereichsleiter Energiespeicher des ZAE Bayern, als Chairman fungieren.

Den kompletten Text lesen Sie in der Print-Ausgabe der HZwei vom April 2016.

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