2016 – Das Jahr des Durchbruchs für Brennstoffzellen-Unternehmen

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Die börsennotierten Brennstoffzellen-Unternehmen haben das Jahr 2015 perfekt genutzt, sich weiter verstärkt in den jeweiligen Märkten zu positionieren. Dieses Engagement spiegelt sich entsprechend in mehr Aufträgen, verbesserten Bilanzverhältnissen, der Eigenkapitalhöhe und mancher sehr wichtigen strategischen Kooperation wie auch zukunftsweisenden neuen Produktentwicklungen wieder. Für das neue Jahr 2016 lässt sich somit die Prognose aufstellen, dass es voraussichtlich den meisten wenn nicht sogar allen hier behandelten Firmen gelingen dürfte, cash-flow-positiv zu werden beziehungsweise sogar nach vielen Jahren der Aufbauarbeit die Gewinnschwelle nachhaltig zu überschreiten.

Der derzeit vorliegende Mix an zu erwartenden guten bis gar sehr guten Nachrichten aus der Brennstoffzellenbranche lassen mich meine Erwartung mit Nachdruck wiederholen, dass die Brennstoffzelle und ihre vielen Märkte einen neuen Megatrend auszulösen im Stande sind – gerade auch angesichts der Notwendigkeit, weltweit mehr sauberere Energie zu produzieren. Eine Richtungsänderung des Ölpreises – sollte Saudi-Arabien mit einer reduzierten Ölförderung seine eingeschlagene Politik verlassen – könnte rein psychologisch ebenfalls für die hier benannten BZ-Aktien zum Vorteil gereichen, denn oft wird das Argument verwendet, wonach BZ-Unternehmen durch den niedrigen Ölpreis weniger Interesse an der Börse auf sich lenken können. Wir stehen da aktuell an einem „Turning-Point“. Stay tuned!

Hydrogenics

Hydrogenics: China lässt grüßen
Parallel mit diversen sehr guten Meldungen – u. a. auch aus China – hatte sich der Aktienkurs von Hydrogenics vom Tiefpunkt bei circa US-$ 7 wieder oberhalb von US-$ 10 stabilisiert. Ein jüngster Kursrückgang hängt mit einer Kapitalerhöhung um brutto etwa 17 Mio. (netto ca. US-$ 15 Mio.) zusammen, die natürlich mit einem gewissen Discount realisiert wird. Indes: Wachstum benötigt Kapital und dieses beschafft sich Hydrogenics gerade, was eine vorübergehende kurze Kurschwäche auslöst, aber letztendlich das Unternehmen nach vorne bringt.

Börsenmäßig betrachtet sieht diese Aktie am besten von allen BZ-Aktien aus, wenn es auch das BZ-Unternehmen mit der geringsten Börsenkapitalisierung und der niedrigsten Anzahl an Aktien ist. Hydrogenics konnte 2015 diverse langjährige Großaufträge verbuchen, schloss weitere Kooperationen u. a. in China und komplettierte sein Produktportfolio von Elektrolyseuren über den H2-Tankstellenbau bis hin zur BZ-Modulentwicklung für Lkw & Busse. Immerhin: Ein in China mit verschiedenen Partnern geschlossenes Rahmenabkommen soll gut sein für US-$ 10 Mio. Umsatz im Geschäftsjahr 2016 und ein Potential von US-$ 100 Mio. besitzen. Es geht um BZ-Tankstellentechnik ebenso wie Elektrolyseure und BZ-Kits für schwere Lkw – und zwar unter anderem mit Yutong, dem größten Bus-OEM in China und anderen „electric-verhicle integrators“. 2.000 Fahrzeuge, die mittels BZ und H2 betrieben werden gelten als „ausgemachte Sache“ innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre. Dies sollte – so meine optimistische Grundhaltung – nur der Anfang sein: China hat verstanden, was H2 und die BZ auszumachen im Stande sind.

Risikohinweis
Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und MidCaps, d. h. es handelt sich nicht um Standardwerte und auch deren Volatilität ist wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar.

Autor: Sven Jösting

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