MAN beendet Berliner Busprojekt

11. März 2009 – Anfang März 2009 haben der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust vereinbart, enger bei der Entwicklung von Wasserstoffbussen zusammenarbeiten zu wollen. Hintergrund dieser Kooperationsvereinbarung ist das Ende des Berliner Wasserstoffbusprojektes HyFleet:CUTE, bei dem 14 Fahrzeuge von MAN getestet wurden. MAN erklärte dazu, dass das Projekt jetzt auslaufe und kein Bedarf einer Weiterführung bestehe.
Bei zehn von den 14 Fahrzeugen sind H2-Turbomotoren im Einsatz gewesen, bei denen es während der Fahrten zu Störungen kam, was von MAN mit Problemen an den Einspritzdüsen begründet wurde. Die vier H2-Saugmotoren liefen hingegen einwandfrei. Diese haben bereits über 300.000 km zurückgelegt. Für MAN bedeutet das Projektende den Ausstieg aus der Kundenanwendung, auch wenn die Forschungsarbeiten weiterverfolgt werden sollen. Andere H2-Projekte – wie beispielsweise das zwischenzeitlich angepeilte Hürther Vorhaben – werden derzeit nicht verfolgt. Ein Grund dafür liegt im zwischenzeitlich vorgenommenen Strategiewechsel des Unternehmens, da im Jahr 2006 mit Dr. Karl-Viktor Schaller ein ?Wasserstoffgegner? zum technischen Vorstandsmitglied ernannt worden war. Wie MAN am 6. März 2009 bekannt gab, verlässt dieser aber nun im Rahmen weiterer Umstrukturierungsmaßnahmen das Unternehmen. Seine Aufgaben übernimmt fortan Bernd Maierhofer, Vorstand für Engineering & Portfolio Management.

Die Berliner Verkehrsbetriebe, die Eigentümer der 14 Busse sind, wollen trotzdem am Thema Wasserstoff festhalten. Die vier Saugmotorenbusse bleiben daher noch im Einsatz, auch wenn die ursprünglich geplante Flottenerweiterung auf 50 Fahrzeuge nun obsolet ist, wie BVG-Sprecher Klaus Wazlak erklärte. Weiterhin sagte er: ?So eine Testphase ist dafür da, um so etwas zu zeigen. [?] Das Projekt Wasserstoff ist bei der BVG nicht tot.? Stattdessen werde nun über Alternativlösungen nachgedacht. Der BVG-Chef Andreas Sturmowski erklärte, dass das Potential von Brennstoffzellenantrieben höher liege, weshalb nun der engere Kontakt zur Hansestadt gesucht wird. Dort sind Brennstoffzellenbusse schon seit Jahren erfolgreich im Einsatz.

RENMAD

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