Brennstoffzellen-Branche blickt nach Japan

Andy Fuch, Toyota; Werner Diwald, Enertrag; Andre Martin, DWV; Walter Bornscheuer, Viessmann; Andreas Ziolek, DWV (v.l., Foto: DWV, Frederic Schweizer)

Japan und Deutschland wollen zukünftig im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie enger zusammenarbeiten. Dies bekräftigten die beim parlamentarischen Abend am 12. März 2013 in der japanischen Botschaft erschienenen Industrie- und Verbandsvertreter sowie der Botschafter von Japan in der Bundesrepublik, Takeshi Nakane. Dieser erklärte zwei Jahre nach dem Unglück in Fukushima, Japan plane, „die Abhängigkeit von Atomkraft so weit wie möglich zu senken“. Wasserstoff spiele dabei als sauberer, CO2-freier Energieträger eine wichtige Rolle.

Deutschland und Japan verfügen beide über fertige BZ-Produkte und serienreife H2-Fahrzeuge und bauen derzeit eine entsprechende Infrastruktur für die Versorgung mit Wasserstoff auf. Im Bereich der BZ-Heizgeräte beispielsweise startet Panasonic zusammen mit Viessmann in diesem Jahr mit Feldtests in Deutschland. Eine begrenzte Markteinführung soll 2014 beginnen, bevor 2016 der Roll-out in Europa kommt. Walter Bornscheuer, Leiter Technologie der Viessmann Group, bekräftigte: „Brennstoffzellen für die Hausenergieversorgung haben ihre Serienreife erreicht. Bezahlbar für die Hausbesitzer werden die Systeme jedoch nur, wenn sie in Großserie hergestellt werden. Dazu ist ein Technologie-Einführungsprogramm erforderlich.“

Auch für den mobilen Sektor wäre eine weiterführende Unterstützung seitens der öffentlichen Hand hilfreich, da die Kommerzialisierung einer neuen Technologie „über die Leistung hinaus geht, die ein Unternehmen allein leisten kann“, erklärte André Martin vom DWV. Wichtig sei seiner Meinung nach, „der Industrie mehr Sicherheit zu geben“. Dies könnte auch über eine bessere Verzahnung der Märkte erreicht werden. Andy Fuchs, Leiter der Toyota-Konzernrepräsentanz Berlin, gab den Tipp: „In den USA brachte die Öffnung der Busspur für Hybridfahrzeuge den Durchbruch für den Prius.“ Ähnliche Maßnahmen empfahl er auch für Deutschland. Abschließend sagte der Vater des Prius, Katsuhiko Hirose, der inzwischen Leiter der BZ-Entwicklung bei Toyota ist: „We need to work together to bring our children a better life.“ (Wir müssen zusammenarbeiten, um unseren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.)

1 Gedanke zu “Brennstoffzellen-Branche blickt nach Japan

  1. Du eine Güte…
    Lippenbekenntnisse dieser Art gibt es ja nun schon seit Jahrzehnten
    und ALLE sind bisher ohne irgendwelche Erfolge …
    Der Durchbruch bei Wasserstoff und Brennstoffzellen kommt weltweit NUR dann,
    wenn zwei Bedingungen endlich angegangen und gelöst werden:
    1.):
    Eine wirklich dezentrale Herstellung von Wasserstoff,
    die zu100% auf erneuerbare Primärenergie aufbaut und
    die den Nutzern gehört und von den auch betrieben wird …

    2.):
    Endlich wirkliche „Added Values“ (Mehrnutzen)
    von Brennstoffzellen, um deren gesamtes Potential wirklich anzuwenden …

    So einfach ist das und es könnte zu Beispiel so aussehen:
    http://www.hydrogenambassadors.com/background/facts.php#3p
    Oder gerne auch so:
    http://www.hydrogenambassadors.com/meet-aae/fuelcellseminar2009/poster.pdf

    Danach sehen wir global weiter und damit haben sich dann auch ALLE
    staatlich oder sonst wie geförderten Arbeitsgruppen erledigt bzw ad acta geführt!

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