enymotion meldet Insolvenz an

Wird jetzt doch nicht gebaut – die enyware L 200

Noch im Sommer 2012 präsentierte der Brennstoffzellenhersteller enymotion voller Stolz auf dem Caravan Salon Düsseldorf die enyware L 200, ein flüssiggasbetriebenes Brennstoffzellensystem für den Camping-Sektor, das auch senkrecht an der Wand installiert werden kann (s. HZwei-Heft Okt. 2012). Doch jetzt ist dem Heilbronner Unternehmen scheinbar die Luft ausgegangen: Am 17. Dezember stellte enymotion einen Antrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Wie die Heilbronner Stimme berichtete, dürfte der Anlass gewesen sein, dass der Zukunftsfonds Heilbronn nicht länger bereit war, das Unternehmen nach wiederholten Verschiebungen des Markteinführungstermins zu unterstützen. Im September 2012 hatte sich Marketing-Chef Dominik Öller gegenüber HZwei noch zuversichtlich geäußert, dass die Kommerzialisierung des enyware-Geräts im Frühjahr 2013 anvisiert wird und nannte für das 200 W leistende Modul auch bereits einen Preis (7.495 Euro). Was nun aus den rund 50 Mitarbeitern wird, ist bis dato ungewiss.

6 Gedanken zu “enymotion meldet Insolvenz an

  1. Herr Evers, ganz so ist es nicht. Die enymotion GmbH wurde zwar aufgelöst, aber die Marke enymotion bleibt bestehen und wird am gleichen Standort von der neuen enysystems GmbH weiterentwickelt.

    • das wird nicht das letzte Unternehmen sein,
      das bei H2 und FC auf der Strecke bleibt.
      Mitleid ist da auch nicht wirklich angebracht.
      Es fehlen ganz einfach die richtigen Leute,
      die die richtigen Geschäftsmodelle auch richtig
      umsetzen können und dies auch wollen.
      Solange es die NICHT gibt läuft, gar nichts!
      Und wir alle verlieren nur Zeit, Geld und goodwill!
      Schade darum!

  2. Das ist aber sehr bedauerlich. Dabei hatte Enymotion vor ein paar Tagen bei mir noch wegen einer möglichen Zusammenarbeit bei der Softwareentwicklung angefragt. Aber eine Insolvenz muss ja nicht zwangsläufig das Ende bedeuten. Ich wünsche den Mitarbeitern auf jeden Fall alles Gute, und dass das Insolvenzverfahren möglichst erfolgreich abgeschlossen werden kann.

  3. Danke, Herr Geitmann, sie wissen es genau so gut wie ich:
    Dies war nicht die erste und wird nicht die letzte Firma sein,
    die auf *unserem* Gebiet Insolvenz anmeldet. Ich habe seit 1995
    schon viele Firmen gesehen, die himmelhoch gejauchzt haben.
    Und hinterher waren sie pleite.
    Solange das *richtige* Geschäftsmodell fehlt, wird das nichts
    mit dem lange erwartetem Durchbruch bei Wasserstoff und Brennstoffzellen.
    Mehr dazu hier:
    http://www.hydrogenambassadors.com/projects.html

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