BASF hofft auf MOF

Metallorganische Materialien, so genannte MOF (metal-organic frameworks), sollen die Kraftstoffspeicher der Zukunft werden. Das hofft jedenfalls das Chemieunternehmen BASF, denn die dortigen Wissenschaftler haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich diese hochkristallinen Materialien zur besseren Gasspeicherung erstmals im Industriemaßstab lösungsmittelfrei herstellen lassen. MOFs verfügen über eine enorm große Oberfläche und eine hohe Porosität im Nanometerbereich, wodurch große Mengen energiereicher Gase (z.B. Erdgas, Wasserstoff) aufgenommen werden können. Zudem lassen sich Porengröße und Polarität gezielt verändern. Dr. Friedrich Seitz, BASF-Bereichsleiter, erklärte: „Diese Stoffklasse erschließt uns neue Anwendungsgebiete in den Materialwissenschaften. Wir freuen uns über diesen bedeutenden Fortschritt bei der großtechnischen Herstellung, eine unabdingbare Voraussetzung für den kommerziellen Einsatz dieser faszinierenden Materialien.“ Bei dem neuen Produktionsverfahren des Ludwigshafener Unternehmens werden keine organischen Lösungsmittel benötigt, so dass mit vergleichsweise einfachen Verfahren eine hohe Materialausbeute erzielt werden kann. Erste Tests laufen derzeit mit Erdgasspeichern im Schwerlasttransport.

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