UTC-Brennstoffzellen fliegen ins All

17. Aug. 2006 – Der mit Spannung erwartete Start des Space Shuttles Discovery zur Internationalen Raumstation ISS war zunächst wegen wetterbedingter und technischer Problemen mehrmals verschoben worden. Dann endlich am 4. Juli glückte er doch noch und die sieben Astronauten, zu denen auch der Deutsche Thomas Reiter gehörte, hoben ab zu ihrer zwölf Tage dauernden Mission. Zufriedenheit und Erleichterung dürfte der erfolgreiche Start der Raumfähre vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral auch bei UTC Power ausgelöst haben, da sich an Bord mehrere Brennstoffzellen des US-amerikanischen Unternehmens befanden.
In den vergangenen vier Jahrzehnten waren die bemannten Raumfahrtmissionen der USA stets mit Brennstoffzellensystemen von UTC Fuel Cells, einer Sparte von UTC Power, ausgerüstet. An Bord jeder Raumfähre gibt es drei Brennstoffzellen, die auf diese Weise schon mehr als 91.000 Betriebsstunden gesammelt und die gesamte elektrische Energie des Shuttles bereitgestellt haben. Jede dieser alkalischen Brennstoffzellen produziert bis zu 12 kW und erreicht einen Effizienzgrad von 70 Prozent. Versorgt werden die unterhalb der Ladebucht, gleich hinter der Kabine der Besatzung installierten Systeme mit tiefgekühltem Wasser- und Sauerstoff. Das während des Betriebs als Nebenprodukt anfallende Wasser dient als Trinkwasser.

?Die Zuverlässigkeit unserer Brennstoffzellen ist herausragend ? über 99 Prozent Verfügbarkeit seit dem Beginn der Shuttle-Ära 1981?, sagte Jan van Dokkum, Präsident von UTC Power. ?Als Unternehmen sind wir extrem stolz auf die Standfestigkeit und Energieeffizienz unserer umweltfreundlichen Produkte, ganz gleich ob sie im Weltraum oder am Boden, in Gebäuden oder in Autos und Bussen verwendet werden.?

Reiter wird für sechs Monate in der ISS bleiben, während die übrigen sechs Astronauten mittlerweile wieder sicher auf der Erde landeten.

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