Fakten

Auf den ersten Blick erscheint Wasserstoff (H2) ein geeigneter Energiespeicher zu sein, der den Weg in eine schadstoffreie Zukunft weisen könnte. Wasser ist in ausreichendem Maße vorhanden, bei der Verbrennung wird relativ viel Energie frei und es entstehen keine Schadstoffe.

Erste Versuche waren erfolgreich, und Wasserstoff scheint durchaus für den mobilen Fahrzeugantrieb geeignet zu sein. Auf den zweiten Blick zeigten es jedoch auch Probleme: Wasserstoff ist mit Sauerstoff reaktionsfreudig, die Erzeugung von H2 war bislang aufwendig und die Speicherung sowie die Betankung waren problematisch. Dann, auf den dritten Blick, zeigt sich, dass die Schwierigkeiten zu bewältigen sind und in den letzten Jahren weitgreifende Fortschritte gemacht wurden.

Mittlerweile ist die Technologie auf einem Entwicklungsstand, so dass sich sagen lässt: Die Technik ist marktreif. Vielerorts liefen bereits Projekte, in denen unterschiedliche Anwendungen ihre Tauglichkeit im Alltag unter Beweis stellen konnten. Die Anzahl der Veröffentlichungen und Studien zu diesem Thema nimmt stetig zu.

In den 1990er Jahren wurde damit angefangen, Wasserstoff als Energieträger ernstzunehmen. Einige der Ideen von damals sind gescheitert, andere sind verwirklicht worden. Die Speicherung von H2 in Metallhydriden oder die Bindung an Toluol gehören zu den nicht so aussichtsreichen Varianten. Chancenreicher ist die Nutzung von gasförmigem oder flüssigem Wasserstoff die „kalte Verbrennung“ von H2 in Brennstoffzellen und auch die heiße Verbrennung in herkömmlichen Verbrennungsmotoren könnte eine Renaissance erleben.

Unter Berücksichtigung der gesamten notwendigen Infrastruktur scheint eine Umstellung der Energiewirtschaft in den nächsten 10 bis 20 Jahren möglich zu sein. Es lohnt sich somit ein Blick auf die Eigenschaften von Wasserstoff (s. auch Einheiten). Weitere Informationen über Wasserstoff und Brennstoffzellen finden Sie in dem Buch von Sven Geitmann und Eva Augsten: Wasserstoff und Brennstoffzellen – die Technik von gestern, heute und morgen.