H2 Mobility kündigt zweiten Standortaufruf an

Die erste Ausschreibung hat Halle an der Saale gewonnen. Am 19. Juli 2017 kündigte H2 Mobility an, dass es eine zweite Chance geben wird. Demnächst wird es einen neuen Aufruf geben, bei dem sich Initiativen, Vereine, Gemeinden oder Unternehmen darum bewerben können, dass bei ihnen eine Wasserstofftankstelle errichtet wird. Bei der Ausschreibung gewinnen die Standorte, die am meisten H2-Autos (mind. 15) auf die Straße bringen werden.

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Erster Autohof mit Wasserstoff-Betankungsstation

Deutschlands erste Wasserstoff-Tankstelle an der Autobahn eröffnet
H2-Betankung am Autohof Geiselwind
(Quelle: Daimler)

Im Rahmen des 50-H2-Stationen-bis-2015-Programms ist am 4. Mai 2015 die erste Wasserstofftankstelle, die direkt an einer Autobahn gelegen ist, eröffnet worden. Die Clean Energy Partnership (CEP) startete den Betrieb am Autohof Geiselwind im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Dorothee Bär. Die Station ist an der A3 zwischen

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OMV tritt Clean Energy Partnership bei

Die Clean Energy Partnership (CEP) vergrößert sich zunehmend: Am 3. März 2015 ist die OMV Deutschland GmbH dem Firmenzusammenschluss beigetreten. OMV betreibt bereits eine Wasserstofftankstelle am Flughafen Stuttgart und plant den Bau von drei weiteren Stationen in Süddeutschland. Zudem eröffnete das Unternehmen im Herbst

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Neue Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg eingeweiht

Shell-H2-Tankstelle
Neuer Hyundai ix35 Fuel Cell an neuer H2-Station

Hamburg hat seine dritte Wasserstoff-Tankstelle erhalten. Am 16. März 2015 nahm der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundes-Verkehrsministerium Enak Ferlemann gemeinsam mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch die neue Station in der Schnackenburgallee in Betrieb. Die in die dortige Shell-Tankstelle integrierte Betankungsanlage erzeugt den Wasserstoff per Elektrolyse direkt vor Ort, und zwar aus 50 % erneuerbar produziertem Strom und 50 % Regelenergie.

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Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes

Tankstelle-Jaffestrasse
Tankstelle-Jaffestrasse
Die achte Wasserstofftankstelle in Berlin

Die Bundeshauptstadt verfügt seit dem 29. September 2014 über eine neue Wasserstofftankstelle: Nachdem im Frühjahr 2014 die Station an der Heerstraße in Berlin-Spandau geschlossen worden war, ist nun die neue Multi-Energie-Tankstelle an der Jafféstraße insgesamt die achte fest installierte H2-Betankungsanlage in Berlin, obgleich bisher meist nur zwei bis drei dieser Demonstrationsanlagen

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H2-Autos fahren mit Wind aus Brandenburg

„Wir haben den Wind in den Tank gebracht.“ Mit dieser kurzen bündigen Formulierung umriss Enertrag-Vorstand Werner Diwald den Anlass der Feierlichkeiten, die am 18. April 2012 unweit des Berliner Hauptbahnhofs stattfanden. Dort, wo auch der neue Firmensitz des Mineralölkonzerns Total entsteht, wurde mittlerweile dessen dritte öffentliche Wasserstofftankstelle in Berlin, die inzwischen fünfzehnte deutschlandweit, eingeweiht. Da sich in den vergangenen Wochen die Inbetriebnahme von H2-Stationen bereits häuften, hatten sich die Verantwortlichen dieses Mal etwas ganz Besonderes einfallen lassen: In der Heidestraße wird kein konventioneller Wasserstoff vertankt, sondern Gas, das schadstofffrei mit Hilfe von Windenergie hergestellt wurde.

Rund zehn Jahre nach der Eröffnung der ersten Wasserstofftankstelle in Berlin fahren die H2-Fahrzeuge in Berlin „mit Wind aus Brandenburg“, wie es Hans-Christian Gützkow, Geschäftsführer von Total Deutschland, anlässlich der Inbetriebnahme umschrieb. Dafür wird Windenergie, die wegen überlasteter Stromnetze zeitweise nicht eingespeist werden konnte, zur Wasserstofferzeugung per Elektrolyse genutzt. Dies geschieht im Hybridkraftwerk von Enertrag, das im Oktober 2011 offiziell den Betrieb aufnahm. Erst kürzlich wurde dort nachträglich eine Befüllvorrichtung installiert, damit das in drei großen stationären H2-Tanks gespeicherte Gas per Tanklastzug von Dauerthal nach Berlin transportiert werden kann. Allein Speicherung und Transport werden mit 1 Mio. Euro vom Bund gefördert. Hierfür verantwortlich zeichnet der französische Gasehersteller Air Liquide, der seit einigen Wochen zunehmend auf den deutschen Wasserstoffmarkt drängt.

An der Markentankstelle in der Bundeshauptstadt angekommen wird der mobile H2-Trailer an das vom deutschen Gaseunternehmen Linde installierte Tanksystem angeschlossen und befüllt dann die stationären 200-bar-Behälter. Über einen fünf-stufigen ionischen Verdichter kann der Betankungsdruck anschließend auf über 700 bar angehoben werden. Auf diese Weise können die Brennstoffzellen-Pkw der Clean Energy Partnership (CEP) sowie die vier Busse der Berliner Verkehrsbetriebe, die mit H2-Verbrennungsmotoren ausgestattet und seit 2006 auf Berlins Straßen unterwegs sind, mit sauberem Wasserstoff aus der Uckermark betankt werden. Dafür ist eine separate H2-Zapfsäule in die konventionelle Tankstelle integriert. Zunächst ist allerdings geplant, dass nicht die Station in der Heidestraße, sondern vorrangig die Tankstelle in der Heerstraße in Berlin-Spandau angefahren wird. Dort sollen in erster Instanz monatlich etwa 400 Kilogramm Wasserstoff angeliefert werden. Ab 2013 sollen dann mehrere Belieferungen wöchentlich an verschiedenen Standorten in Berlin und auch in Hamburg möglich sein.

Tankstellen-Einweihung am KIT verzögert sich

In Karlsruhe verzögern sich die Arbeiten an der dortigen Wasserstofftankstelle. Eigentlich sollte am 9. März 2012 die Einweihung der H2-Station am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erfolgen, aber wie eine Pressesprecherin der HZwei-Redaktion mitteilte, gibt es derzeit noch technische Probleme, weshalb sich die Fertigstellung voraussichtlich bis Sommer 2012 verzögert. Auch die Inbetriebnahme der beiden Brennstoffzellen-Hybridbusse, die dann im Shuttle-Betrieb zwischen den Standorten Campus Nord (zuvor Forschungszentrum Karlsruhe) und dem Campus Süd (zuvor Universität Karlsruhe) eingesetzt werden sollen, verzögert sich dementsprechend. Zur Betankung der Wasserstoffbusse errichtet das KIT auf dem Campus Nord eine „Tankstelle der Zukunft“, bei welcher insbesondere regenerative wie innovative Energieträger angeboten werden.

H2-Tankstelle in der Hamburger HafenCity eingeweiht

Am 17. Februar 2012 war es so weit: Die bereits vor Jahren angekündigte Wasserstofftankstelle in der Hamburger HafenCity ist eingeweiht worden. Trotz des Rücktritts des ehemaligen Bundespräsidenten Wulff, der genau eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn vor die Presse getreten war, erschien die gesamte angekündigte Prominenz an der Oberbaumbrücke, um die erste öffentliche Betankung miterleben beziehungsweise selber vornehmen zu können. Eigentlich hätte die Tankstelle schon im Spätsommer 2011 eingeweiht werden sollen, oder zumindest Ende vergangenen Jahres, aber bis zuletzt gab es Probleme. Dabei bereitete nicht so sehr die Technik Schwierigkeiten, sondern die Bürokratie.

Die reine Bauphase war mit knapp über eineinhalb Jahren noch überschaubar, so dass letztlich bei der offiziell erst wenige Tage vorher angekündigten Einweihungszeremonie ein Gefühl der Erleichterung überwog. Der Himmel blieb zwar bedeckt, aber zumindest war es trocken, so dass überraschend viele Gäste erschienen waren. Auch Prof. Dr. Heinz Gretz (nicht Joachim) war mit dabei, der schon vor fast einem viertel Jahrhundert die Wasserstoffgesellschaft Hamburg (H2HH) mit ins Leben gerufen hatte. Auf die Frage der HZwei-Redaktion, ob er damit gerechnet habe, dass der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur so lange dauern werde, sagte er: „Ja!“

Alle Gastredner zeigten sich mit dem Ergebnis dieses zehn Millionen Euro teuren Bauvorhabens (5,7 Mio. Euro Fördergelder) sehr zufrieden. Frank Horch, der Hamburger Wirtschaftssenator, erklärte, dass die batterieelektrische sowie die brennstoffzellenbetriebene Elektromobilität ein äußerst wichtiges Thema für Hamburg sei, und betonte: „Der simultane Infrastruktur- und Flottenausbau spielt in diesem Kontext eine wesentliche Rolle.“ Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, ergänzte: „Deutschland ist mit Vorreiter in dieser Technologie, und wir sollten diesen Vorsprung weiter ausbauen.“ Dann appellierte er mit Nachdruck zum wiederholten Mal an die Branche: „Wir haben hier viel entwickelt in Deutschland, MP3-Player, Computer und vieles mehr. Das wurde aber dann im Ausland gebaut. Das darf uns mit der Brennstoffzelle nicht passieren.“

Wasserstoff-Container für Karlsruhe

Franz Untersteller, der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von Baden-Württemberg, hat am 9. Dezember 2011 den Prototyp einer ersten Wasserstofftankstelle in Karlsruhe in Betrieb genommen. Zur Einweihung befüllte er ein Brennstoffzellenfahrzeug aus dem Fuhrpark seines Ministeriums. Die Container-Lösung ist keine H2-Zapfsäule an einer Markentankstelle, sondern eine, an der die Cold-Fill-Schnellbetankungsmethode zunächst für zwei Jahre erprobt werden soll. Dafür wird der gasförmige Wasserstoff zunächst auf -40 °C abgekühlt, um dann verdichtet bis auf 700 bar möglichst rasch getankt werden zu können. Eine Befüllung dauert dadurch nicht länger als drei Minuten. Die entsprechende Technik, deren Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit zunächst noch getestet werden soll, ist nach SAE 2601 A70 zertifiziert. In dem Container können insgesamt 56 kg Wasserstoff bevorratet werden, was für über 15 Fahrzeuge pro Tag ausreicht. Seitens des Energieversorgers EnBW, auf dessen Betriebsgelände diese mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II geförderte Anlage steht, hieß es, im laufenden Jahr solle in Stuttgart noch eine zweite Wasserstofftankstelle errichtet werden.